Angewandte Geowissenschaften

RWTH Aachen
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  • Master
  • Aachen
  • Dauer:
    2 Jahre
Beschreibung

Die Qualifizierung der Studierenden zielt auf die Erlangung von Kompetenz in der Nutzung geowissenschaftlichen Systemverständnisses für gesellschaftliche Zukunftsaufgaben, aufbauend auf einer starken Basis chemischen, mathematischen und physikalischen Wissens. Der Studiengang verbindet durch seine Pflichtmodule die verschiedenen Disziplinen der Geologie, Geochemie, Geophysik, Mineralogie und Kristallographie. Wahlvertiefungen ermöglichen auf dieser Basis eine weitergehende, berufsqualifizierende Spezialisierung in einem der Geobereiche

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Veranstaltungsort(e)

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Aachen
Wüllnerstr. 2, 4. Etage, 52062, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Zulassungsvoraussetzung ist eine befriedigende (3,0) Abschlussnote im gleichnamigen B.Sc. Studiengang. Die Zulassung mit einem anderen anerkannten Abschluss, einem Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering, mit mindestens 180 Leistungspunkte nach ECTS-Standard, setzte voraus, dass davon wenigstens 30 Leistungspunkte in mathematischen, chemischen und physikalischen Modulen und 90 Leistungspunkte – hiervon wenigstens 5 Leistungspunkte in Geländeausbildung – in geowissenschaftlichen Modulen belegt wurden.

Was lernen Sie in diesem Kurs?

Geowissenschaften

Themenkreis

Was sind Angewandte Geowissenschaften
Die Geowissenschaften leisten einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Nutzung der Ressourcen der Erde, also der Gesteine, Mineralien und Erze, von Erdöl und Erdgas, Wasser und geothermischer Energie und sie beteiligen sich bei der Nutzung des unterirdischen Raumes als Baugrund und Bauraum. Ihr weites Aufgabenfeld umfasst:

  • die Aufsuchung und Gewinnung sowohl fossiler als auch regenerativer Energieträger wie Erdöl, Erdgas, Kohle sowie Erdwärme im tiefen Untergrund,
  • die Untersuchung der Entstehung und Struktur von Minerallagerstätten,
  • die Erforschung der Struktur und Eigenschaften von Mineralen für die Herstellung neuer Materialien,
  • die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Baugrund und Bauwerk,
  • die Vorhersage von Bergstürzen und Gesteinsverformung, z.B. im Zuge großer Tunnel- und Staudammbauten
  • die Erschließung und nachhaltige Nutzung von Grundwasser,
  • die Analyse geodynamischer Prozesse, die u.a. zu starken Erdbeben führen,
  • die Bestimmung der Verformung von Gesteinen infolge der gewaltigen Kräfte im Erdinnern.

Sie bringen darüber hinaus ihr Wissen über lang- und kurzfristige Veränderungen in den Schutz unserer Natur und einen nachhaltigen Umgang mit den Rohstoffen der Erde ein. Der Erhalt von Grundwasserreserven, die Sicherung menschlicher Lebensräume und die Wiederherstellung natürlicher Gleichgewichte stellen immer wichtiger werdende Arbeitsfelder der Geowissenschaften dar.

Die Lösung der geowissenschaftlichen Aufgaben verlangt nach quantifizierenden Methoden und der Erstellung von Modellen für die zukunftsgerichtete Voraussage, z. B. von Lagerstätten, Grundwasservorkommen, Erdbebenrisiken und Materialverformungen. Die Angewandten Geowissenschaften sind somit eine quantitative Naturwissenschaft mit vielen Schnittstellen zu den Ingenieurwissenschaften.

Aufbau des Masterstudiums
Im konsekutiven Masterstudium werden die im Bachelorstudium gewonnenen Kenntnisse in den drei oben genannten Fachrichtungen vertieft.

Charakteristika des Aachener Studienganges
Die Aachener Geowissenschaften bieten eine einmalige Kombination von Ingenieurgeologie und Hydrogeologie mit Geophysik als Schwerpunkt an. Sie sind darüber hinaus ein führender Standort für Lagerstättenlehre sowohl hinsichtlich von Energierohstoffen als auch von mineralischen Rohstoffen. Die dritte Schwerpunktbildung – Geomaterialien – ist auf zukunftsträchtige und angewandte Aufgaben im Bereich der Mineralogie und Kristallographie bezogen. Das spezifische Aachener Wissensprofil bereitet Absolventinnen und Absolventen in hohem Maße auf die beruflichen Anforderungen vor.

Abgrenzung zu benachbarten Studiengängen
Dieser Studiengang nutzt Grundlagen der Physik, Mathematik und Chemie und baut darauf einen naturwissenschaftlich orientierten, geowissenschaftlichen Studiengang auf. Im Gegensatz zum Studium des „Georessourcenmanagement“ und der „Angewandten Geographie“ werden im Studium „Angewandte Geowissenschaften“ vertiefende Kenntnisse über den Aufbau, die Dynamik und den Chemismus der Erde sowie chemische, physikalische und mathematische Methoden zur Lösung von komplexen, geowissenschaftlichen Aufgaben vermittelt.

Berufliche Perspektiven
Die Berufsfelder sind sehr zahlreich und die Berufschancen werden aufgrund der Anwendungsorientierung und der quantitativen Ausrichtung des Studiums als hoch eingeschätzt. Angewandte Geowissenschaftler sind in folgenden Branchen im In- und Ausland tätig:

  • Rohstoffgewinnende und -verarbeitende Industrie (Erdöl, Erdgas, Kohle, Erdwärme, Erze, Edelmetalle, Baumaterialien und vieles mehr)
  • Umweltschutz
  • Tief- und Hochbau, insbesondere Tunnelbau, Staudammbau, Gründungsmaßnahmen großer Bauwerke
  • Deponietechnik
  • neue Materialien (Feuerfestmaterialien, Funktionswerkstoffe, Keramik, Glas, etc.)
  • Kristallzüchtung
  • Grundwassererschließung und -schutz
  • Softwarebranche
  • Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Analysegeräten
  • Staatliche Ämter, Landesbehörden sowie kommunale Einrichtungen
  • Forschungsinstitute und Universitäten
  • Museen

Masterstudium: Wintersemester

Bewerbungfrist
Wintersemester 2009/10
25.08. - 04.09.2009,
16.09. - 24.09.2009 und
01.10. - 09.10.2009