Atmung - Ventilation
Das Atemzugvolumen wird den Erfordernissen angepasst und beträgt bei Ruheatmung beim Erwachsenen etwa 0,5 l.
Die sog.
Vitalkapazität (maximales Exspirationsvolumen nach tiefster Inspiration) ist ein diagnostisches Maß für die Ausdehnungsfähigkeit von Lunge und Thorax.
Diese Größe hängt von Alter, Geschlecht, Körpergröße, Körperposition und Trainingszustand ab.
Die funktionelle Residualkapazität (Lungenvolumen nach normaler Exspiration) dient dem Ausgleich der inspiratorischen und exspiratorischen Atemgasfraktionen im Alveolarraum.
Die Atemvolumina lassen sich im geschlossenen System mit einem Spirometer bestimmen.
Die Registrierung der Atemvolumina über längere Zeit erfolgt im offenen spirometrischen System.
Dabei wird mit einem Pneumotachographen die Atemstromstärke fortlaufend gemessen und daraus das Spirogramm durch Integration ermittelt (Atemstromstärke über die Zeit integriert ist das Volumen).
Die funktionelle Residualkapazität kann entweder im indirekten Verfahren mit der Heliumeinwaschmethode bzw.
der Stickstoffauswaschmethode oder mit dem Körperplethysmographen gemessen werden.
Der anatomische Totraum umfasst die leitenden Atemwege; sein Volumen beträgt beim Erwachsenen etwa 150 ml.
Die Messung des Totraumvolumens (VD) beruht auf einer Massenbilanz, deren Ergebnis (die Bohr-Formel) eine VD-Bestimmung aus Exspirationsvolumen, VE sowie alveolären und exspiratorischen CO2-Fraktionen ermöglicht.