Aufgaben und Kompetenzen der Elektrofachkraft und der verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK)

Technische Akademie Wuppertal
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Wichtige informationen

  • Seminar
  • Wuppertal
  • Dauer:
    1 Tag
  • Wann:
    08.12.2016
Beschreibung

Zum Seminar Aufgaben und Kompetenzen der Elektrofachkraft und der verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK) In der betrieb­lichen Praxis vieler Unter­nehmen ist es sehr häufig so, dass der Unter­nehmer bzw. die Führungskräfte selbst keine Elektrofachkräfte sind und deshalb die Fach­ver­ant­wor­tung in diesem Bereich nicht übernehmen können. Die in diesem Fall zu be­nen­nende „verant­wort­liche Elektro­fachkraft“ (VEFK) bzw. der Anlagenbetreiber Elektrotechnik über­nimmt dann für das Gebiet der Elektrotechnik die Aufgabe vom Unternehmer bzw. den im Betrieb zuständigen Führungskräften. Das Seminar erläutert vor diesem Hinter­grund auch die Grund­lagen der not­wendigen be­trieb­lichen Orga­nisation, der zu treffenden Personal-Auswahl und der erforderlichen Aufsicht, Kontrolle und Dokumentation. Im Rahmen des Seminars erfahren Sie „Bewährtes“ und „wich­tige Neuerungen“ für verantwortliche Elektrofachkräfte zu Organisation, Delegation und Pflichtenübertragung in Theorie und Praxis. Sie werden als verant­wort­liche Elektrofachkraft bzw. Anlagenbetreiber Elektrotechnik über den möglichen Umfang der Ihnen übertragbaren Aufgaben und der damit ein­her­gehenden Kom­pe­tenzen und Verpflichtungen aufgeklärt. Sie erhalten zudem konkrete Arbeitshilfen für das Umsetzen Ihrer Verpflichtungen in die betriebliche Praxis.

Wichtige informationen
Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
08.Dezember 2016
Wuppertal
Hubertusallee 18, 42117, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Welche Ziele werden in diesem Kurs verfolgt?

Teilnehmerkreis (m/w): Personen, die Be­stellungen aussprechen bzw. unternehmerische Aufgaben auf Mitarbeiter übertragen, also beispielsweise Unter­nehmer und Geschäftsführer, als auch an die zu bestellenden Personen­kreise. Das sind in den meisten Fällen Elektrofachkräfte und verantwortliche Elektrofachkräfte aus großen Unternehmen aller Branchen, die Fach- und Auf­sichts­verantwortung übernehmen und vom Unternehmer dafür beauftragt sind oder zukünftig damit beauftragt werden sollen....

Was lernen Sie in diesem Kurs?

Organisation
Dokumentation

Themenkreis

Seminarinhalt: Aufgaben und Kompetenzen der Elektrofachkraft und der verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK)

  1. Die rechtlichen Rahmenbedingungen
    • EU-Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz, ArbSchG, DGUV V1
      ( ehemals BGV A1), DGUV V3 (ehemals BGV A3),
      VDE 0105-100 und VDE 1000-10, BetrSichV,
      diverse TRBS wie TRBS 1111, TRBS 1112, TRBS 1201, TRBS 1203 oder TRBS 2210
    • Novellierung der Betriebssicherheitsverordnung bezüglich elektrischer Gefährdungen und weitere Entwicklung der TRBS
  2. Übertragung von Unternehmerpflichten
    • Aufgaben und Pflichten des Unternehmens nach
      DGUV Vorschrift 1, ArbSchG, BetrSichV,
      Bürgerlichen Gesetzbuch, Ordnungswidrigkeitengesetz und DIN VDE 0105-100 sowie DIN VDE 1000-10
    • Delegation von Unternehmeraufgaben
    • Führungsverantwortung bestehend aus Organisations-, Auswahl- und Aufsichtsverantwortung
    • Auswahl, Einsatz und Überwachung von Fremdfirmen
    • Garantenstellung des Unternehmens und der Elektrofachkräfte
    • Ordnungswidriges/fahrlässiges Verhalten, Haftung, Schadensersatz, Rechtsfolgen in den verschiedenen Rechtsbereichen

  1. Grundlagen der betrieblichen Organisation
    • Beachtung unternehmensbedingt unterschiedlicher Anforderungen (produzierende Unternehmen, dienstleistende Unternehmen, etc.)
    • "Gerichtsfeste" Unternehmensorganisation mit verantwortlicher Elektrofachkraft bzw. verantwortlichen Elektrofachkräften, Elektrofachkräften und Nicht-Fachkräften (Entwicklung einer Hierarchie, Abbildung im Organigramm)
    • Erarbeitung einer konkreten Checkliste mit den für die verantwortliche Elektrofachkraft wichtigsten Aufgaben im Elektrobereich
    • Vorstellung von Muster-Gefährdungsbeurteilungen für
    • Arbeitssysteme und zur Prüffristenermittlung

  1. Anforderungsprofile und Auswahlkriterien für in der Elektrotechnik tätige Personen
    • Laien, Elektrotechnisch unterwiesene Personen, Elektro­fachkraft für festgelegte Tätigkeiten, Elektrofachkräfte, befähigte Person nach BetrSichV, verantwortliche Elektrofachkräfte
  2. Unterweisung und Ausbildung im Elektrobereich
    • Betrieblicher Aus- und Weiterbildungsplan
    • Mitarbeiter-Qualifikationsdatenbank
    • Auswahl unter Beachtung fachlicher und persönlicher Eignung sowie der hierarchischen Stellung im Unternehmen
  3. Praktische Einarbeitung und Bestellung von Mitarbeitern im Elektrobereich
    • Planung und Überwachung der praktischen Einarbei­tungs­phase
    • Einarbeitungspläne für neue Mitarbeiter
    • Inhalt und Form des vollständigen schriftlichen Bestellvorgangs am Beispiel der verantwortlichen Elektro­fachkraft und der elektrotechnisch unterwiesenen Person
    • Checklisten zur Qualifikationsüberprüfung und -dokumentation
  4. Betriebs- und Arbeitsanweisungen
    • Betriebliche Kommunikation (Rundschreiben etc.)
    • Grundsätzliches zu Betriebs- und Arbeitsanweisungen
  5. Prüfungen von Arbeitsmitteln (elektrische Anlagen, Maschinen und Betriebsmittel)
    • Anforderungen an Prüfpersonal und die Prüfgeräte
    • Ordnungsgemäße Organisation und Dokumentation der Prüfungen nach BetrSichV und TRBS
    • Elektrische Anlagen: Umfang, Fristen und Dokumenta­tionen von Erst- und Wiederholungsprüfungen nach DGUV Vorschrift 3, VDE 0100-600 und VDE 0105-100
    • Elektrische Geräte: Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel nach BetrSichV, DGUV Vorschrift 3, DIN VDE 0701-0702
  6. Arbeiten unter Spannung (AuS) im Niederspannungsbereich
Anforderungen nach DIN VDE 0105-100 Abschnitt 6.3 und der DGUV Regel 103-011 (ehemals BGR A3) normenkomform umsetzen:
    • Grundanforderungen an das Arbeiten unter Spannung
      • Tätigkeiten, die keine besonderen technischen und organisatorischen Maßnahmen erfordern
      • Tätigkeiten, die besondere technische und organisatorische Maßnahmen erfordern
    • Erstellung von schriftlichen Arbeitsanweisungen
    • Grundsätze des Arbeitsverfahrens
    • Verhaltensregeln für das Arbeiten unter Spannung
    • Zu benutzende persönliche Schutzausrüstungen, Werkzeuge, Schutz- und Hilfsmittel
    • Qualifikationsanforderungen für Personen, die AuS ausführen oder anweisen
  1. Schutz gegen unabsichtliches direktes Berühren gefährlicher Aktiver Teile ("Teilweiser Berührungsschutz")
    • Anforderungen nach DIN VDE 0660-514 (EN 50274)
    • Identifikation der betroffenen Bauteile (Stellteile, Wechselelemente etc.)
    • Darstellung der Finger- und Handrückensicherheit
    • Negative Beispiele für unzureichenden Berührungsschutz
    • Positive Beispiele für nachgerüsteten Berührungsschutz
    • Beispiel für organisatorische Ersatzmaßnahmen

Zusätzliche Informationen

Ihre Seminarleiter: Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Ralf Ensmann, VDE, VDI, Köln, ist Sachverständiger für Unternehmensorganisation im Elektrobereich, führt seit vielen Jahren erfolgreich elektrotechnische und betriebswirtschaftliche Seminare und berät Unternehmen und Konzerne beim Aufbauen einer rechtssicheren Organisation im Elektrobereich.

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