Aufgaben und Kompetenzen der Elektrofachkraft und der verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK)

Technische Akademie Wuppertal
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  • Seminar
  • Berlin
  • Dauer:
    1 Tag
Beschreibung

Zum Seminar Aufgaben und Kompetenzen der Elektrofachkraft und der verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK) In der betrieb­lichen Praxis vieler Unter­nehmen ist es sehr häufig so, dass der Unter­nehmer bzw. die Führungskräfte selbst keine Elektrofachkräfte sind und deshalb die Fach­ver­ant­wor­tung in diesem Bereich nicht übernehmen können. Die in diesem Fall zu be­nen­nende „verant­wort­liche Elektro­fachkraft“ (VEFK) über­nimmt dann für das Gebiet der Elektrotechnik die Fach- und Auf­sichts­ver­antwortung vom Unternehmer bzw. den im Betrieb zuständigen Führungskräften. Hier wird die Not­wen­dig­keit, eine verantwortliche Elektrofachkraft im Unternehmen zu bestellen, deutlich. Zudem übernimmt jede Elektrofachkraft grundsätzlich aufgrund ihrer fachlichen Ausbildung, ihrer Kennt­nisse und Erfahrungen sowie der Kenntnis der ein­schlä­gi­gen Nor­men und Be­stim­mun­gen eine persönliche Fach­ver­ant­wor­tung. Das Seminar erläutert vor diesem Hinter­grund auch die Grund­lagen der not­wendigen be­trieb­lichen Orga­nisation, der zu treffenden Personal-Auswahl und der erforderlichen Aufsicht und Kontrolle. Im Rahmen des Seminars erfahren Sie „Bewährtes“ und „wich­tige Neuerungen“ für verantwortliche Elektrofachkräfte zu Organisation, Delegation und Pflichtenübertragung in Theorie und Praxis. Sie werden als Elektrofachkraft bzw. als verant­wort­liche Elektrofachkraft über den möglichen Umfang der Ihnen übertragbaren Aufgaben und der damit ein­her­gehenden Kom­pe­tenzen und Verpflichtungen aufgeklärt. Sie erhalten zudem konkrete Arbeitshilfen für das Umsetzen Ihrer Verpflichtungen in die betriebliche Praxis.

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Berlin
Joachimstaler Str. 17, 10719, Berlin, Deutschland
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Themenkreis

Seminarinhalt: Aufgaben und Kompetenzen der Elektrofachkraft und der verantwortlichen Elektrofachkraft (VEFK)

  1. Die rechtlichen Rahmenbedingungen
    • EU-Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz, ArbSchG, BGV A1, BGV A3, VDE 0105-100 und VDE 1000-10, BetrSichV, diverse TRBS wie TRBS 1111, TRBS 1112, TRBS 1201, TRBS 1203 oder TRBS 2210
    • Novellierung der Betriebssicherheitsverordnung bezüglich elektrischer Gefährdungen und weitere Entwicklung der TRBS
  2. Übertragung von Unternehmerpflichten
    • Aufgaben und Pflichten des Unternehmens nach BGV A1, ArbSchG, BetrSichV, Bürgerlichen Gesetzbuch, Ordnungswidrigkeitengesetz und DIN VDE 0105-100 sowie DIN VDE 1000-10
    • Delegation von Unternehmeraufgaben
    • Führungsverantwortung bestehend aus Organisations-, Auswahl- und Aufsichtsverantwortung
    • Auswahl, Einsatz und Überwachung von Fremdfirmen
    • Garantenstellung des Unternehmens und der Elektrofachkräfte
    • Ordnungswidriges/fahrlässiges Verhalten, Haftung, Schadensersatz, Rechtsfolgen in den verschiedenen Rechtsbereichen
  3. Grundlagen der betrieblichen Organisation
    • Beachtung unternehmensbedingt unterschiedlicher Anforderungen (produzierende Unternehmen, dienstleistende Unternehmen, etc.)
    • "Gerichtsfeste" Unternehmensorganisation mit verantwortlicher Elektrofachkraft bzw. verantwortlichen Elektrofachkräften, Elektrofachkräften und Nicht-Fachkräften (Entwicklung einer Hierarchie, Abbildung im Organigramm)
    • Erarbeitung einer konkreten Checkliste mit den für die verantwortliche Elektrofachkraft wichtigsten Aufgaben im Elektrobereich
    • Vorstellung von Muster-Gefährdungsbeurteilungen für Arbeitssysteme und zur Prüffristenermittlung
  4. Anforderungsprofile und Auswahlkriterien für in der Elektrotechnik tätige Personen
    • Laien, Elektrotechnisch unterwiesene Personen, Elektro­fachkraft für festgelegte Tätigkeiten, Elektrofachkräfte, befähigte Person nach BetrSichV und neuer TRBS 1203, verantwortliche Elektrofachkräfte
  5. Unterweisung und Ausbildung im Elektrobereich
    • Betrieblicher Aus- und Weiterbildungsplan
    • Mitarbeiter-Qualifikationsdatenbank
    • Auswahl unter Beachtung fachlicher und persönlicher Eignung sowie der hierarchischen Stellung im Unternehmen
  6. Praktische Einarbeitung und Bestellung von Mitarbeitern im Elektrobereich
    • Planung und Überwachung der praktischen Einarbei­tungs­phase
    • Einarbeitungspläne für neue Mitarbeiter
    • Inhalt und Form des vollständigen schriftlichen Bestellvorgangs am Beispiel der verantwortlichen Elektro­fachkraft und der elektrotechnisch unterwiesenen Person
    • Checklisten zur Qualifikationsüberprüfung und -dokumentation
    • Zusammenstellung der wichtigsten Vorschriftenwerke für verantwortliche Elektrofachkräfte
  7. Betriebs- und Arbeitsanweisungen
    • Betriebliche Kommunikation (Rundschreiben etc.)
    • Grundsätzliches zu Betriebs- und Arbeitsanweisungen
    • Arbeiten unter Spannung (AuS) und in deren Nähe
  8. Prüfungen von Arbeitsmitteln (elektrische Anlagen, Maschinen und Betriebsmittel)
    • Anforderungen an Prüfpersonal und die Prüfgeräte
    • Ordnungsgemäße Organisation und Dokumentation der Prüfungen nach BetrSichV und TRBS
    • Elektrische Anlagen: Umfang, Fristen und Dokumenta­tionen von Erst- und Wiederholungsprüfungen nach BGV A3, VDE 0100-600 und VDE 0105-100
    • Elektrische Maschinen: Erst- und Wiederholungsprü­fungen von elektrischen Maschinen nach VDE 0113-1 und VDE 0105-100
    • Elektrische Geräte: Prüfung ortsveränderlicher Betriebsmittel nach §10 BetrSichV, TRBS 1201, TRBS 1203, BGV A3, DIN VDE 0701-0702 BGI/GUV-I 5190 vom Juni 2010
  9. Arbeiten unter Spannung (AuS) im Niederspannungsbereich

Anforderungen nach DIN VDE 0105-100 Abschnitt 6.3 und der BGR A3 normenkomform umsetzen:

    • Grundanforderungen an das Arbeiten unter Spannung
      • Tätigkeiten, die keine besonderen technischen und organisatorischen Maßnahmen erfordern
      • Tätigkeiten, die besondere technische und organisatorische Maßnahmen erfordern
    • Anlagenbetreiber, Anlagenverantwortlicher und Arbeitsverantwortlicher
    • Erstellung von schriftlichen Arbeitsanweisungen
    • Grundsätze des Arbeitsverfahrens
    • Verhaltensregeln für das Arbeiten unter Spannung
    • Zu benutzende persönliche Schutzausrüstungen, Werkzeuge, Schutz- und Hilfsmittel
    • Qualifikationsanforderungen für Personen, die AuS ausführen oder anweisen
    • Integration aller formalen Anforderungen in einem "AuS-Sicherheitshandbuch"
  1. Schutz gegen unabsichtliches direktes Berühren gefährlicher Aktiver Teile ("Teilweiser Berührungsschutz")
    • Anforderungen nach DIN VDE 0660-514 (EN 50274)
    • Identifikation der betroffenen Bauteile (Stellteile, Wechselelemente etc.)
    • Darstellung der Finger- und Handrückensicherheit
    • Negative Beispiele für unzureichenden Berührungsschutz
    • Positive Beispiele für nachgerüsteten Berührungsschutz
    • Beispiel für organisatorische Ersatzmaßnahmen


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