Ausbildung zum betrieblichen Suchtansprechpartner - Modul 1

Poko-Institut
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Suchterkrankungen sind kein Randproblem Einzelner und sind meist mit tragischen persönlichen Schicksalen verbunden. Drogen und Suchtmittel - allen voran Alkohol und Medikamente - verursachen erhebliche gesundheitliche und soziale, aber auch immense volkswirtschaftliche Schäden. Die möglichen Ursachen sind vielfältig: private Probleme, physische, aber z. B. auch psychische Belastung am Arbeitsplatz. Die Auswirkungen von Suchterkrankungen werden dabei meist völlig unterschätzt: Sie betreffen das gesamte Umfeld der Erkrankten, ob Familienangehörige, Freunde oder Kollegen und müssen daher ganzheitlich behandelt werden.

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Düsseldorf
Am Stresemannplatz 1, 40210, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
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Themenkreis

Suchterkrankungen sind kein Randproblem Einzelner und sind meist mit tragischen persönlichen Schicksalen verbunden. Drogen und Suchtmittel - allen voran Alkohol und Medikamente - verursachen erhebliche gesundheitliche und soziale, aber auch immense volkswirtschaftliche Schäden. Die möglichen Ursachen sind vielfältig: private Probleme, physische, aber z. B. auch psychische Belastung am Arbeitsplatz. Die Auswirkungen von Suchterkrankungen werden dabei meist völlig unterschätzt: Sie betreffen das gesamte Umfeld der Erkrankten, ob Familienangehörige, Freunde oder Kollegen und müssen daher ganzheitlich behandelt werden. Die Auseinandersetzung mit Suchtverhalten im Betrieb ist daher besonders komplex. Umso wichtiger ist es, dass sowohl die Möglichkeiten betrieblicher Suchtberatung genutzt werden, als auch mit Suchtberatungsstellen und Fachkliniken zusammen gearbeitet wird.

Auf den Punkt: Diese Ausbildung vermittelt Ihnen umfassende Kenntnisse zum Thema Sucht und bildet Sie als betrieblichen Suchtansprechpartner aus. Sie erfahren, wie Sie Suchtprobleme frühzeitig erkennen und richtig reagieren. Arbeitsrechtliche Konsequenzen für die betroffenen Arbeitnehmer werden ebenso dargestellt wie die betriebsverfassungsrechtlichen Möglichkeiten des Betriebsrats. Sie erhalten umfangreiche Kenntnisse über Strukturen von Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit und werden für Ihre spezifische Rolle sensibilisiert, damit Sie betroffene Mitarbeiter und Kollegen professionell begleiten, sie über drohende rechtliche und gesundheitliche Folgen informieren und ihnen Hilfsangebote inner- und außerhalb des Betriebs aufzeigen können.

Ihr Vorteil:

  • In jedem Modul sind neben der Vermittlung des theoretischen Wissens auch praktische Elemente eingebunden.
  • Sie lernen und üben, wie Sie Betroffene ansprechen und auch wie Sie deren Bereitschaft, sich helfen zu lassen, unterstützen können.
  • Um zu erleben, wie professionelle Hilfesysteme arbeiten, sind die Besuche von Beratungsstellen, Kliniken und einer Selbsthilfegruppe eingeplant.

Zielgruppen
Mitarbeiter medizinischer und sozialer Dienste im Betrieb, Betriebs- und Personalratsmitglieder, Führungskräfte aller Ebenen, sowie alle Mitarbeiter, die sich mit Alkohol- und Suchtproblemen im Betrieb auseinandersetzen.

Referent/in, u. a.
Bernhard M. Samberger, Dipl. Sozial-Pädagoge (FH), Systemischer Therapeut
und Berater;
Brigitte Schuster, Suchtexpertin und Coach

Modul 1 (3,0 Tage) Alkohol- und Co-Abhängigkeit

  • Definitionen, geschichtliche Betrachtung und Stellenwert in der Gesellschaft
  • Hintergründe und Ursachen von Abhängigkeit
  • Funktion und Wirkung von Alkohol, Folgen von Alkoholmissbrauch
  • Merkmale von Alkoholabhängigkeit
  • Die Trinkertypologie nach Jellinek
  • Die Co-Abhängigkeit: Merkmale, Phasen und Auswirkungen
  • Schritte aus der Co-Abhängigkeit
  • Besuch einer Beratungsstelle/Fachambulanz

Modul 2 (3,0 Tage) Sucht am Arbeitsplatz

  • Die Auswirkungen für die betroffenen Unternehmen
  • Medikamentenabhängigkeit, illegale Drogen, stoffungebundene Abhängigkeiten
  • Vorbeugende Maßnahmen für den Betrieb
  • Innerbetriebliche Hilfemaßnahmen

Modul 3 (3,0 Tage) Rechtliche Aspekte und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)

  • BEM und Sucht
    • Der gesetzliche Handlungsrahmen im SGB IX § 84
    • Zusammensetzung des BEM-Teams, Aufgaben und Rollen der einzelnen Mitglieder
    • Praktische Hinweise für die Einführung und Umsetzung im Betrieb
  • Zusammenarbeit Unternehmensführung und Betriebsrat
    • Gesetzlicher Handlungsrahmen im BetrVG
    • Arbeitsrechtliche Maßnahmen und arbeitsvertragliche Aspekte
    • Betriebs- oder Dienstvereinbarungen zum Thema Suchtmittelmissbrauch
    • Unternehmensrichtlinien, Guidelines und Self-Compliance
  • Besuch einer Fachklinik

Modul 4 (3,0 Tage) Suchtansprechpartner und Neuanfang

  • Was tun nach einer Therapie?
  • Was tun nach einem Rückfall?
  • Installation und Position des Suchtansprechpartners
  • Aufgaben und Kompetenzen des Suchtansprechpartners sowie Zusammenarbeit mit anderen betrieblichen Einrichtungen
  • Grundbegriffe systemischer Beratung
  • Grundlagen der kollegialen Gesprächsführung
  • Erfahrungsaustausch: Suchterkrankungen aus eigener beruflicher Praxis und Umsetzung der Lösungsstrategien
  • Praktischer Übungsteil: Kollegiales Beratungsgespräch
  • Besuch einer Selbsthilfegruppe

Optional mit Zertifizierung durch die DGSM

Zusatz-Zertifizierung 2,0 Tage durch die Deutsche Gesellschaft für Sucht und Mobbingprävention (DGSM).
Zertifikat: Betrieblicher Suchtansprechpartner

Die Weiterbildungsreihe kann durch eine Prüfung zu einem Zertifikatsabschluss ausgebaut werden. Ein Vorstands- oder Kuratoriumsmitglied der deutschen Gesellschaft für Sucht- und Mobbingprävention (DGSM), ein anerkannter Professor einer renommierten Universität, wird die schriftliche Prüfung abnehmen. Die Zertifizierung ist wissenschaftlich anerkannt und wird Ihnen nach Beendigung des Prüfungsteils zugeschickt.

Inhalte der Zertifizierung:

  • Wiederholung der bearbeiteten Inhalte und Zusammenfassung
  • Rolle des betrieblichen Suchtansprechpartners als Stabstelle im Betrieb
  • Diskussion und offene Fragen; praktische Hinweise für die Umsetzung in die Praxis der Unternehmen
  • Schriftliche Prüfung (Multiple-Choice)

Frühbuchervorteil 295,00 Euro sparen!

Alle Module können erforderliche Kenntnisse vermitteln gemäß § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, § 37 Abs. 1 MBG SH, § 39 Abs. 1 PersVG MV, sowie der entsprechenden Regelungen des SGB IX und der GleichstG des Bundes und der Länder.

Alle Module können erforderliche Kenntnisse vermitteln gemäß § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, § 37 Abs. 1 MBG SH, § 39 Abs. 1 PersVG MV, sowie der entsprechenden Regelungen des SGB IX und der GleichstG des Bundes und der Länder.


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