Automobilinformatik

Fachhochschule Landshut
In Landshut

3.143 
Möchten Sie den Bildungsanbieter lieber direkt anrufen?
08715... Mehr ansehen

Wichtige informationen

  • Bachelor
  • Landshut
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

(1) Das Studium der Automobilinformatik hat das Ziel, durch praxisorientierte Lehre eine auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden beruhende Ausbildung zu vermitteln, die zu einer eigenverantwortlichen Berufstätigkeit als Softwareentwickler für Automobilanwendungen und angrenzenden Betätigungsfeldern befähigt. ...

Wichtige informationen
Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Landshut
Am Lurzenhof 1, 84036, Bayern, Deutschland
Plan ansehen

Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist die Hochschulreife, die Fachhochschulreife oder ein anderer vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst als gleichwertig anerkannter Schulabschluss.

Themenkreis

Der Bachelorstudiengang „Automobilinformatik" ist die konsequente Antwort auf den aktuellen Trend in der Automobilindustrie. Im Gegensatz zu einem aufgesetzten Masterstudiengang werden hier von Beginn an die notwendigen Grundlagen aus der Elektrotechnik und dem Maschinenbau vermittelt. Ferner wird im Studiengang bewusst ein Systemdenken vermittelt. Fahrzeugsoftware ist praktisch immer in einen technischen Prozess eingebettet. Eine effiziente Softwareentwicklung beginnt deshalb auf der funktionalen Ebene und nicht auf der C.Code-Ebene eines Steuergerätes. Die Studenten werden deshalb am Ende ihrer Ausbildung in der Lage sein in einem interdisziplinären Team komplexe Systeme zu entwickeln und nicht nur gekapselte Softwarebausteine. Trotzdem ist dieser Studiengang ein echter Informatikstudiengang, der alle wichtigen Kenntnisse der Kerninformatik vermittelt.

Qualifikationsziel
Ziel des Bachelorstudiengangs Automobilinformatik ist es, auf der Basis einer breit angelegten interdisziplinären Ausbildung in Mathematik, Physik, Informatik, Elektrotechnik und Fahrzeugtechnik Kenntnisse und Fähigkeiten in folgenden Anwendungsgebieten zu vermitteln:

  • Entwicklung von softwarebasierten Fahrzeugfunktionen in einem interdisziplinären Team.
  • Modellbildung, Simulation und Rapid Prototyping von softwarebasierten Fahrzeugfunktionen.
  • Entwicklung von verteilten, busvernetzten Funktionsarchitekturen im Fahrzeug.
  • Systemdesign von Kommunikationsprotokollen im Fahrzeug.
  • Entwicklung von softwarebasierten Konzepten zur Mensch-Maschine Interaktion.

Von großer Bedeutung ist dabei die konsequente interdisziplinäre Ausrichtung des Studiengangs, die die drei Hauptdisziplinen des Automobilbaus, den Maschinenbau, die Elektrotechnik und die Informatik verbindet.

Automobilindustrie in Bayern
Der Automobilbau gehört zu den Kernkompetenzen der bayerischen Industrie und besitzt eine lange Tradition im Freistaat. Mit ca. 25 Prozent Industrieumsatz ist die Automobilbranche die umsatzstärkste Industriebranche Bayerns. Etwa 16 Prozent aller Arbeitsplätze in der bayerischen Industrie entfallen auf die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen. Die bayerischen OEMs, Audi (ext.) in Ingolstadt und BMW (ext.) in München, gehören zu den erfolgreichsten und fortschrittlichsten der Welt. Darüber hinaus sind in Bayern rund 160 Tier 1-4 Automobilzulieferer angesiedelt, darunter namhafte Traditionsunternehmen, wie z.B. die Dräxlmaier Group (ext.) oder die Grammer AG (ext.). Vor diesem Hintergrund muss sich auch die bayerische Hochschullandschaft intensiv auf dem Automobilsektor positionieren. Die Hochschule Landshut, die sich wiederum im Zentrum der bayerischen Automobilindustrie befindet, richtet sich mit allen technischen Studiengängen auf die Automobilindustrie aus.

Elektronik im Automobil
Die Elektronik eines Automobils spielt heutzutage eine zentrale Rolle. Bis zu 40% der Herstellungskosten eines Fahrzeuges stammen aus der Elektronik. Ferner werden 90% aller Innovationen durch Elektronikunterstützung erreicht. Premiumfahrzeuge besitzen bis zu 70 Rechnereinheiten (Steuergeräte), die mit bis zu 5 Bussystemen untereinander kommunizieren. Zwar wird versucht, die Anzahl der Steuergeräte wieder zu verringern. Der Funktionsumfang der einzelnen Steuergeräte wird aber auch in Zukunft beständig steigen. Die Gründe hierfür sind vor allem in unaufhörlich zunehmenden Komfort-, Sicherheits- und Umweltschutzanforderungen zu suchen.

Software im Automobil
Bis vor kurzem war die Software im Automobil ein integraler Bestandteil der Elektronik. Der Hersteller eines Steuergerätes entwickelte sowohl die Hardware als auch die Software. Die Software war eng mit der Hardware verbunden und wurde deshalb auch meist von Elektrotechnikingenieuren entwickelt. In Zukunft wird es aber zu einer klaren Trennung zwischen Software und Hardware kommen. Bereits heute werden Betriebssysteme und Basissoftware für Steuergeräte als eigenständige Produkte unabhängig von der Anwendungssoftware und der Elektronik entwickelt. Die OEM haben erkannt, dass eine relevante Differenzierung gegenüber dem Wettbewerber nur über die Anwendungssoftware erfolgen kann. Mit Hilfe der Basissoftware wird die Anwendungssoftware von der konkreten Hardwareplattform entkoppelt und zum eigenständigen Produkt. Bereits seit 2003 arbeitet die Automobilindustrie im AUTOSAR Konsortium (ext.) gemeinsam an Konzepten zur Kapselung und Wiederverwendung von Softwarekomponenten auf der Anwendungsebene. Der Automobilsoftwaremarkt wird laut aktuellen Marktforschungen bis zum Jahr 2010 mehr als €100 Mrd. betragen. Dem Hardwareanteil wird ein Wachstum von knapp 70% prognostiziert, während das Softwarevolumen im gleichen Zeitraum um mehr als 300% anwachsen soll. Der Softwareanteil wird dann durchschnittlich 13% des Fahrzeuggesamtwertes umfassen. Die deutlich angestiegene Komplexität durch mehr Funktionalität, Vernetzung und Funktionsverteilung erfordert zudem fundierte Entwicklungsmethoden und interdisziplinäres Denken. Softwareentwicklung im Automobil wird zur Schlüsselkompetenz. Der Bedarf an Spezialisten auf diesem Gebiet ist bereits derzeit kaum zu decken und wird auch auf absehbare Zeit sehr hoch bleiben. Die Zeit, in der die Software nebenher von Elektrotechnikingenieuren geschrieben werden konnte ist vorbei. Ein sehr großer Anteil unserer Informatikstudentinnen und -studenten arbeitet bereits heute im Rahmen ihres Praktikums oder bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeit in der Automobilindustrie. Der neue Bachelorstudiengang „Automobilinformatik" hat folglich eine immense Arbeitsmarktfähigkeit. Die Automobilindustrie selbst hat auf den Trend, dass die Software im Automobil ein eigenständiges Produkt wird, entsprechend reagiert. Bereits im Jahre 2002 wurde beispielsweise die BMW Car IT GmbH (ext.) als 100%-ige Tochter der BMW Group (ext.) gegründet um das Potential einer softwarebasierten Infrastruktur im Automobil zu erschließen.

Studienziel
(1) Das Studium der Automobilinformatik hat das Ziel, durch praxisorientierte Lehre eine auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden beruhende Ausbildung zu vermitteln, die zu einer eigenverantwortlichen Berufstätigkeit als Softwareentwickler für Automobilanwendungen und angrenzenden Betätigungsfeldern befähigt.
(2) Durch eine umfassende Ausbildung in den Pflichtmodulen sollen die Studierenden in die Lage versetzt werden, die wesentlichen Zusammenhänge zwischen der Mechanik, der Elektronik und der Software zu erkennen und jene Flexibilität zu erlangen, die benötigt wird, um der rasch fortschreitenden technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung in der Automobilindustrie gerecht zu werden.
(3) Das Bachelorstudium soll besonders befähigten Studentinnen und Studenten die Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, mit denen ein vertiefendes Masterstudium erfolgreich absolviert werden kann.

Bewerbungszeiträume & Studienbeginn:
Studienanfänger

für zulassungsbeschränkte Studiengänge 02.05. bis 15.06.
für nicht zulassungsbeschränkte Studiengänge 02.05. bis 15.06.

In den nicht zulassungsbeschränkten Studiengängen ist im Einzelfall eine Bewerbung über den 15.06. hinaus bis Ende August möglich.
Das Studium für Erstsemester beginnt an der Hochschule Landshut immer zum Wintersemester (Beginn 01.10.).

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Beiträge und Gebühren: Ab dem Sommersemester 2009 fallen pro Semester folgend Beiträge an: • Studienbeitrag: 400,00€ • Studentenwerksbeitrag: 42,00€ • Hochschulsport (freiwillig): 7,50€ insg.: 449,00 € Die Beiträge sind bei der Einschreibung oder Rückmeldung fällig. Eine Befreiung vom Studentenwerksbeitrag ist in keinem Fall möglich. Ein Gaststudium ist gebührenpflichtig. Die Höhe der Gebühren richtet sich nach der Semesterwochenstundenzahl. Zusätzlich ist der Studentenwerksbeitrag zu zahlen.