Banana Pi

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Beschreibung

Banana Pi (Alternative zum Raspberry Pi) Der Banana Pi ist ein Einplatinen-Computer, der im Raspberry-Pi-Format daherkommt. Der Banana Pi zeichnet sich dadurch aus, dass die Positionen der Ethernet-, USB-, HDMI-, Composite- und Stromanschlüsse nahezu identisch zum Raspberry Pi sind. Dadurch sehen Banana Pi und Raspberry Pi nahzu gleich aus. Allerdings ist die Platine des Banana Pi wenige Millimeter größer und zusätzliche Anschlüsse herausgeführt, weshalb sich die Gehäuse des Raspberry Pi (Modell B) nicht weiterverwenden lassen. Der Banana Pi ist nicht zufällig an den Raspberry Pi angelehnt. Die Entwickler wollten wohl von der Bekanntheit des Raspberry Pi profitieren. Doch die Unterschiede sind etwas größer als man vielleicht annimmt. Der Banana Pi ist den beiden Einplatinen-Computern Cubieboard 2 und Cubietruck ähnlicher. Das geht so weit, dass sich ein Banana Pi mit einem Bootmedium eines Cubieboard 2 oder Cubietruck betreiben lässt. Das einzige, was der Banana Pi zu den beiden genannten Systemen nicht hat, ist der integrierte Flash-Speicher und WLAN. Und natürlich stimmt die Belegung der GPIO-Pins nicht überein.
Eine für den Raspberry Pi erstellte SD-Karte einfach so in den Banana Pi zu stecken geht nicht. Während auf dem Raspberry Pi ein BCM2835 von Broadcom seine Arbeit verrichtet, gibt auf dem Banana Pi ein Allwinner A20 den Takt an. Und der benötigt andere Bootloader, Kernel und Treiber. Das heißt, für den Banana Pi ist eine andere Distribution notwendig. Beispielsweise die, die auch für Cubieboard und Cubietruck verwendet wird. Das einzige, was der Banana Pi und der Raspberry Pi gemeinsam haben, ist die Binärkompatibilität zur armhf-Plattform, weshalb auf dem Banana Pi die selben Programme laufen können, die auch auf dem Raspberry Pi funktionieren.

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Hardware-Aussstattung des Banana Pi

Auf dem Board des Banana-Pi befindet sich ein Allwinner-A20-SoC mit zwei ARM-Cortex-A7-Prozessorkernen, die eine Taktrate von bis zu 1 GHz haben. Eine OpenGL-ES-kompatible GPU (Mali-400) und ein Arbeitsspeicher mit 1 GByte DDR3-SDRAM. Genau wie beim Raspberry Pi muss auf der Rückseite eine SD-Speicherkarte mit einem Betriebssystem eingesteckt werden.

Neben der leistungsfähigen Hardware-Ausstattung glänzt der Banana Pi mit einem eigenständigen Gigabit-Ethernet-Anschluss, drei USB-2.0-Anschlüssen mit jeweils eigenem Controller, einem zusätzlichen SATA-Controller mit herausgeführtem Anschluss und einem IR-Empfänger, zudem einen CAN-Bus-Controller.
Damit ähnelt der Banana Pi mehr dem Cubieboard 2 oder dem Cubietruck als dem Raspberry Pi.

  • Dual-Core-Porzessor mit 1 GHz (Allwinner A20)
  • HDMI, Composite, 2 x Audio
  • SD-Port
  • SATA-Anschluss
  • 1 x Micro USB 2.0 (OTG)
  • 2 x USB 2.0 (Host)
  • CSI (Kamera)
  • DSI (Display)
  • GPIO (26-Pin-Steckleiste)
  • zusätzlich 8-Pin- und 2-Pin-Steckleiste
  • Betriebssystem Lubuntu 2.0 oder Raspberry Pi for Banana Pi 1.0
Raspberry Pi vs. Banana Pi

Die äußere Ähnlichkeit zum Raspberry Pi und die höhere Leistungsfähigkeit macht den Banana Pi natürlich interessant. Wobei sie sich nur ähnlich, aber nicht gleich sind.
Für klassische Steuerungsaufgaben ist der Raspberry Pi vollkommen ausreichend. Im Gegensatz dazu hat der Banana Pi beim Einsatz als Netzwerkspeicher oder Private Cloud erhebliche Vorteile. Hier ist mehr Prozessorleistung, Arbeitsspeicher, eine Massenspeicher-Schnittstelle und eine schnellere Netzwerk-Schnittstelle der ausschlaggebende Punkt.

Die Display- und Kameramodule des Raspberry Pi lassen sich nicht mehr weiterverwenden. Und die GPIO-Erweiterungsanschlussleiste befindet sich an der selben Stelle und ist elektrisch und mechanisch zum Raspberry Pi kompatibel. Leider weist der SoC des Banana Pi andere Ausgänge auf, weshalb die Pins des GPIO-Anschlusses anders verschaltet sind. Entsprechend geschriebene Steuerungssoftware muss also an den Banana Pi angepasst werden. Wer auf den GPIO-Anschluss per Software-Bibliothek zugreift sollte prüfen, ob es für den Banana Pi eine entsprechende Anpassung gibt, dann kommt man vielleicht ohne Eingriff in die selbst geschriebene Software aus.

  • Belegung GPIO für Raspberry Pi, Banana Pi und WiringPI

Weil man ein auf dem Raspberry Pi erstelltes Boot-Medium nicht einfach so für den Banana Pi verwenden kann, also neu erstellen muss, stellt sich die Frage, ob man nicht gleich ein ganz anderes Board einsetzt. Beispielsweise ein Cubietruck.

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