Biomedizinische Gerätetechnik

Brandenburgische Technische Universität Cottbus
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  • Master
  • Cottbus
  • Dauer:
    2 Jahre
Beschreibung

Das Studium mit einem stärker forschungsorientierten Profil soll die Studierenden befähigen, aufbauend auf solidem Fachwissen und ausgeprägten Fertigkeiten sowie Kenntnissen der Instrumentarien und Methoden der biomedizinischen Gerätetechnik, eigenständig wissenschaftlich zu arbeiten, wissenschaftliche Erkenntnisse kritisch einzuordnen, eigene weiterführende Beiträge auf dem Gebiet der Biomedizinischen Gerätetechnik zu erbringen sowie Führungsaufgaben zu übernehmen.
Gerichtet an: Absolventen oder Absolventinnen mit einem Bachelor - Abschluss

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Cottbus
Konrad-Wachsmann-Allee 1, 03046, Brandenburg, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Nachweis eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses (mindestens Bachelor-Grad) in einem der Biomedizinische Gerätetechnik nahen Studiengang, wie z.B. Elektrotechnik, Maschinenbau, Informations- und Medientechnik, Physik … Medizinische Technik (Fachhochschule Lausitz), und nach einer erfolgreich absolvierten Eignungsfeststellungsprüfung...

Themenkreis

Nach einer aktuellen EU-Studie ist die Medizintechnik eine der zehn Spitzentechnologien des 21. Jahrhunderts. International und national ist Medizintechnik ein wichtiger Wirtschaftsfaktor; sie ist ein prosperierender High-Tech-Bereich mit hervorragenden Zukunftschancen für den Arbeitsmarkt. Biomedizinische Technik wirkt für das Wohl des Menschen. Sie entwickelt gemeinsam mit medizinischen Partnern und Patienten neue Verfahren zur Erkennung und Behandlung von Krankheiten und setzt diese in leistungsfähige medizintechnische Geräte um. Der Master-Studiengang Biomedizinische Gerätetechnik [BMGT] (Biomedical Electronic Engineering) knüpft an bereits vorhandene Lehrveranstaltungen aus dem Gebiet der Medizintechnik an der BTU Cottbus an und orientiert sich an den medizintechnischen Forschungsprojekten der Universität. Er baut als nicht konsekutiver Studiengang auf verschiedene, der biomedizinischen Gerätetechnik nahen, Bachelor-Studiengänge auf. Ein wesentlicher Teil der Lehre und Forschung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den beiden größten Kliniken in Cottbus: dem Carl-Thiem-Klinikum Cottbus und dem Sana Herzzentrum Cottbus.

Durch partielle Einführung englischsprachiger Vorlesungen soll auch in diesem deutschsprachigen Studiengang ein gewisser Grad von Internationalisierung erreicht werden.

Berufsbild

Die bundesdeutsche medizintechnische Industrie wird angeführt von den großen Unternehmen Siemens, Philips und Fresenius. Hinzu kommen siebzehn weitere Unternehmen mit einem Jahresumsatzvolumen von jeweils mehr als 35 Mio. Euro und mehr als 500 kleine und mittelständische Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern je Unternehmen. In der Regel stammen über 50 % des Umsatzes eines Medizingeräteherstellers von Produkten, die weniger als 2 Jahre alt sind. Die Hersteller investieren rund 10 % ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Aufgrund dieses hohen Einsatzes bieten sich gute Chancen für Ingenieure in diesem hochinnovativen Bereich. Hinzu kommen neue weitere Betätigungsfelder. Der Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologie unterliegt im Umfeld von Patienten besonderen Anforderungen, die vielfach nur durch entsprechend ausgebildete Ingenieure sichergestellt werden können. Auch die heute vielfach genannte Biotechnologie funktioniert nicht ohne enge Synergien mit Technikbereichen wie der Informationstechnik und der Mikrosystemtechnik.

Tätigkeitsfelder und Perspektiven

Deutschland ist in den Bereichen Mikro-, Nano- und Medizintechnik weltweit führend, stellt die VDE-Studie „Schlüsseltechnologien 2010" fest. Diese Sektoren zählen neben der Bio- und Medizintechnik zu den Schlüsseltechnologien mit der höchsten Innovationskraft. Innovative Medizinprodukte spielen eine zentrale Rolle für eine hochwertige und weiterhin finanzierbare Gesundheitsversorgung. Bildgebende Verfahren wie die Computertomografie und die Kernspintomografie haben die diagnostischen Möglichkeiten revolutioniert. Die Anwendung von Mikrosystemtechnik (Bauteile in der Größe von einigen Tausendstel Millimeter und in der Nanotechnologie auch darunter) ermöglicht patientenschonende Therapieverfahren wie die „Schlüssellochchirurgie". Hierbei werden heute mit entsprechenden Systemen minimal-invasive Operationen durchgeführt, bei der der gesamte Eingriff durch ein winziges Loch in der Haut vorgenommen wird. Beide Techniken geben auch bereits eine Idee über die enorme Spannbreite, die allein in der unterschiedlichen Größe von Medizingeräten steckt. Der Einsatz dieser Geräte ist nur mit der ständigen Betreuung durch Ingenieure der Fachrichtung Biomedizinische Technik /Biomedizinische Gerätetechnik möglich. Sie sind in den Krankenhäusern für Beschaffung, Wartung und Inbetriebnahme der Geräte zuständig und helfen den Ärzten in vielen Fällen bei der Anwendung am Patienten. Viele Krankenhäuser verfügen deshalb über eigene medizintechnische Abteilungen. Die Entwicklung von hochtechnologischen Medizingeräten erfordert komplexes Know-How. Im weltweiten Vergleich nimmt Deutschland hier eine hervorragende Rolle ein.

Die beruflichen Perspektiven für Absolventen der biomedizinischen Gerätetechnik sind nicht nur hervorragend, sondern werden mittel- und langfristig auch als hervorragend eingeschätzt. Haupttätigkeitsfelder für Absolventen des Masterstudiengangs „Biomedizinische Gerätetechnik" sind:

- Medizintechnische Industrie:

- Entwicklung von Verfahren, Geräten und medizintechnischen Systemen

- Prüfung, Erprobung und Beurteilung von Verfahren und Geräten

- Qualitätsmanagement für Produkte

- Applikation, Kooperation mit der medizinischen Forschung

- Beratung und Schulung, Marketing und Vertrieb

- Medizinische und biologische Forschung:

· Grundlagenforschung (Versuchsplanung, Datenanalyse, Entwurf und Realisierung von Experimentalsystemen)

· Klinische Forschung (Entwicklung neuer Verfahren und Geräte für Diagnostik, Therapie und Rehabilitation)

- Behörden, Sachverständigen-Organisationen:

- hoheitliche Aufgaben nach EU-Medizinprodukterichtlinie bzw. nach Medizinproduktegesetz (MPG),

- Akkreditierung, Zertifizierung

- Kliniken:

- Planung und Beschaffung von medizintechnischen Geräten und Anlagen

- betriebswirtschaftlich geprägtes Technik-Management

- Sicherheitsingenieur für Medizintechnik

- Qualitätsmanagement/ -sicherung

- Mitwirkung beim Einsatz medizintechnischer Anlagen und Systeme

- Bestrahlungsplanung, Strahlenschutzverantwortlicher

Inhalt und Aufbau des Studiums

Das Studium besteht im Prinzip aus den Blöcken:

- erweiterte Grundlagenmodule:
um bei den individuellen Studienverläufen der Studenten annähernd gleiche Voraussetzungen zu schaffen.

- Kernmodule:
Lehrveranstaltungen, die die Kerninhalte des Studiums liefern, wie z.B. die gesetzlichen Grundlagen in der biomedizinischen Gerätetechnik oder medizinische Grundlagen wie Anatomie und Physiologie.
- Module der Schwerpunkte:
1. Biomedizinische Kommunikation
2. Kardiotechnik

- Fachübergreifendes Studium
- Industriefachpraktikum
- Masterarbeit

Studienbeginn

Das Studium kann in jedem Semester begonnen werden. Es wird der Beginn zum Wintersemester empfohlen

Vorpraktikum: nicht notwendig

Regelstudienzeit

Der Master-Studiengang Biomedizinische Gerätetechnik [BMGT] umfasst eine Dauer von 4 Semestern.

Bewerbungsfrist:

- für das WS 01.06. - 31.08.

- für das SS : bis 15.01.


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