Das Betriebliche Eingliederungsmanagement

Deutsches Institut für Betriebswirtschaft - ein Geschäftsbereich der DEKRA Media GmbH
In Frankfurt Am Main

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  • Seminar
  • Anfänger
  • Frankfurt am main
  • 16 Lehrstunden
  • Dauer:
    2 Tage
Beschreibung

Befragungen aus letzer Zeit ergeben, dass Krankenstände nicht nur in der Produktion, vielmehr auch in der Verwaltung teilweise wieder deutlich angestiegen. Dafür werden verschiedensten Ursachen angeführt: u.a. Arbeitsverdichtung, Überforderung der Mitarbeiter, Entfremdungen zwischen Führungskräften und Ihren Mitarbeitern oder letztere zu ihren Arbeitsbedingungen und Prozessabläufe.

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auf Anfrage
Frankfurt Am Main
Wächtersbacher Straße 83, 60386, Hessen, Deutschland
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Was lernen Sie in diesem Kurs?

Führungsverhalten
Führungskompetenz
Führungstechniken

Dozenten

Dr. Frank Wetzling
Dr. Frank Wetzling
RA und Fachanwalt für Arbeitsrecht, Mainz

Themenkreis

Inhalte:

Zum Thema:

Befragungen aus letzter Zeit ergeben, dass Krankenstände nicht nur in der Produktion, vielmehr auch in der Verwaltung teilweise wieder deutlich ansteigen. Dafür werden verschiedenste Ursachen angeführt: u.a. Arbeitsverdichtung, Überforderung der Mitarbeiter, Entfremdung zwischen Führungskräften und ihren Mitarbeitern oder letztere zu ihren Arbeitsbedingungen und Prozessabläufen. Es ist bereits aus Kostengründen, vor allem jedoch wegen der heutigen Zeit entsprechenden Personalführung von großer Bedeutung, sich der Frage zu stellen, wie Krankenstände erfolgreich reduziert werden können. Es gibt in diesem Zusammenhang mittlerweile einen größerenHandwerkskasten („Toolset“), der bekannt sein sollte. Von großer Bedeutung ist und bleibt jedoch die Fähigkeit, konstruktive und weiterführende Gespräche mit kranken Mitarbeitern zu führen. Die passende Kommunikation ist das Kernstück jeder erfolgreichen Strategie in diesem Zusammenhang, sie wird leider jedoch nicht selten schlicht unterlassen oder nur mit großem Zögern, Ungeschick oder gar Widerwillen ausgeführt. – Schließlich wird auch zu Recht darauf verwiesen, die Arbeitnehmervertretung habe insoweit eine starke Mitsprache, was die Schwierigkeiten (angeblich) erhöhe. Daher ist auch ein Einvernehmen mit ihnen zu erzielen, in welcher Weise der Abbau hoher Fehlzeiten – allgemein oder in bestimmten Einzelfällen - angegangen und erreicht werden soll. Dazu gehören Rechtskenntnisse, Einfühlungsvermögen, differenzierte Gesprächstechnik und umfangreiches Verständnis für die besondere Problematik der Arbeitsunfähigkeit und ihre denkbaren Ursachen.

Inhalte:

1. Tag

Was können/ müssen wir gegen den hohen Krankenstand unternehmen?

Erforderliche Sorgfalt bei der Einstellung

  • Fragerechte des Arbeitgebers zur Gesundheit bei der Einstellung
  • Der Einsatz des Betriebsarztes

Klärung der Anforderung der Stelle

  • Bedeutung des Anforderungsprofils der Stelle
  • Möglichkeit der Weiterbeschäftigung des Mitarbeiters

Unterschiede zwischen Krankheit und Arbeitsunfähigkeit (AU)

  • Gemeinsame Schnittmengen und Unterschiede
  • Die Richtlinien über Beurteilung der AU
  • Die Teil-AU und Möglichkeit der Rücksichtnahme

Das möglicherweise fehlerhafte AU-Attest und zulässige Reaktion des Arbeitgebers

  • offenkundige Fehler des Arztes
  • Entkräftung der Beweiskraft des Attestes bei widersprüchlichem Verhalten
  • Verfahren bei häufigen Ersterkrankung

Wichtige Fragen aus dem Entgeltsfortzahlungsrecht

  • Melde- und Nachweispflichten
  • Monokausalität der Krankheit
  • Risiko- und Sportunfälle

Häufige Krankmeldungen

  • Klärendes Gespräch, Smart-Technik / Faktorenanalyse
  • Relevante Fragen an arbeitsunfähige Mitarbeiter
  • Krankengesprächsdokumentation

Das Problem langfristig kranker Mitarbeitern

  • Hilfsmöglichkeiten und Reaktionsfelder
  • Der Anspruch auf den leidensgerechten Arbeitsplatz
  • Aktionen nach Ablauf des Krankengeldbezugs

Der Spezialfall:

  • Alkohol-, Drogen-, Medikamentenmissbrauch
  • Arbeitgeberschutzpflichten und Möglichkeiten der Einwirkung

Das Recht zur Kündigung wegen negativer Prognose der Krankheit

  • Berücksichtigung des Gebots der Verhältnismäßigkeit
  • Prüfung der betrieblichen Auswirkung häufiger oder Langfristkrankheit

Reduzierung der Probleme durch aktives Gesundheitsmanagement

  • Möglichkeiten der physisch/ psychischen Personalentwicklung
  • Bewährte Optionen in Unternehmen

2. Tag

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement, rechtskonforme ergebnisorientierte Gesprächsführung

Ziele des Verfahrens

  • Gründe der gesetzlichen Regelung
  • Organisation und Struktur des Ablaufs

Voraussetzung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements

  • Mindestens 6-Wochen-Arbeitsunfähigkeit
  • Zustimmung des Betroffenen

Mitteilungspflichten gegenüber der Arbeitnehmervertretung

  • Info über einladungspflichtige Personen
  • Zeitpunkt des Gesprächs
  • Information an den Schwerbehindertenvertreter

Inhaltlicher Ablauf des Verfahrens

  • Sinn und Zweck eines BEM-Teams
  • Einladung zum Gespräch und Erläuterung des Verfahrens gegenüber dem Mitarbeiter
  • Evtl. Vorgespräche des kranken Mitarbeiters mit dem Betriebsarzt
  • Beteiligung oder Ausschluss des Fachvorgesetzten im BEM-Verfahren
  • Effektive Arbeitsweise des BEM-Teams
  • Einbindung externer Stellen
  • Besondere Vorkehrungen bei psychischen Erkrankungen
  • Das Abschlussprotokoll des Gesprächs u. Form der Aufbewahrung

Das ärztliche Eingliederungsverfahren

  • häufiges Ergebnis des BEM-Verfahrens / Pflicht des Arbeitgebers zur Kooperation
  • die Suche nach einem leidensgerechten Arbeitsplatz

Stellung des kranken Mitarbeiters bei Ablehnung des BEM

  • Die sog. neutrale Folge der Ablehnung
  • Umgang mit der deadlock-situation

Betriebsvereinbarung für das Verfahren

  • Vorteile und Nachteile der BV
  • Durchsetzung der BV über die Einigungsstelle?
  • Erörterung der Alternativen

Wichtige Rechtsprechung zum BEM

  • z.B. Maßnahmen sind mitbestimmungspflichtig?

Weitere betrieblich-präventive Maßnahmen zur Reduzierung von AU-Zeiten, u.a.

  • Arbeitsschutzausschuss / Gesundheitsreporting
  • Mitarbeitergespräch / Beurteilung
  • Sachgerechtes Meldeverfahren
  • Mitarbeiterbefragung / Benchmarking
  • Gefährdungsanalyse / Gesundheitszirkel
  • Faktorenanalyse
  • Überlastungsanzeige

Hinweis: Die Seminartage 1 und 2 können auch einzeln gebucht werden. (Teilnahmegebühr pro Tag € 610,00 zzgl. MwSt.)

Nutzen:
  • Sie erfahren, wie Krankenstände erfolgreich reduziert werden können.
  • Sie lernen "Tools" kennen mit denen Sie arbeiten können/sollten.
  • Sie kennen die Bedeutung und Möglichkeiten einer konstruktiven Gesprächsführung mit kranken mitarbeitern.
  • Sie erlangen Rechtskenntnisse und erkennen die Bedeutung von differenzierten Gesprächstechniken sowie ein umfangreiches Verständnis für die besondere Problematik der Arbeitsunfähigkeit und deren Ursachen.
  • Das Seminar soll dazu dienen, den Führungskräften ein pragmatisch umsetzbares Konzept an die Hand zu geben, wie sie mit den Anforderungen erfolgreich fertig werden können. In verschiedenen Gesprächssituationen soll das erlangte Wissen im Laufe des Seminars erprobt und geübt werden. Besondere arbeitsrechtliche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Sie treffen:Führungskräfte mit Personalverantwortung, Leiter/-innen und Mitarbeiter/-innen von Personal- und Rechtsabteilungen, Betriebs- und Personalratsmitglieder, Personalfachkaufleute.

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