Der Kampf um Oberschlesien - die Volksabstimmung vom 20. März 1921

VHS Würzburg
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Aktuelles, das in der Zeitung steht, diskutiert wird zu hinterfragen, politische Streitpunkte, kommunale Ereignisse oder Gedenktage aufzugreifen und zu durchleuchten, ist unser Ziel im Programmbereich Gesellschaft. Aktuelles, heute als NEWS behandelt, ist oft nur noch für wenige Tage ein paar Schlagzeilen wert. "Infotainment" hat in den Medien nur noch 90 Sekunden Raum. Die vhs dagegen will Hintergründe aufspüren, Zusammenhänge erklären, Fachleute zu Wort kommen lassen, Raum zur Diskussion geben und zur eigenen Meinung herausfordern.

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Im Versailler Vertrag waren Gebietsabtretungen Deutschlands festgelegt, die vor allem die östlichen Provinzen Preußens betrafen. Besonders dramatisch verliefen die Auseinandersetzungen in und um Oberschlesien, einem industriell wertvollen Gebiet mit deutsch- und polnisch-sprachiger Bevölkerung. Die aufgeheizten Nationalismen entluden sich trotz einer alliierten Besetzung des Abstimmungsgebiets und einer am 20. März 1921 durchgeführten Volksabstimmung in drei polnischen Aufständen (1919, 1920 und 1921) sowie den Gegenmaßnahmen deutscher „Selbstschutztruppen“. Am Ende wurde Oberschlesien geteilt: der Polen zugesprochene Anteil wurde der Wojewodschaft Schlesien mit Sitz in Kattowitz angegliedert, der deutsche Teil wurde zu einer eigenständigen preußischen Provinz. Zum Schutz der jeweiligen Minderheiten wurde die bis 1937 gültige „Genfer Konvention“ beschlossen. Deutsche und polnische Propaganda prägten die Auseinandersetzungen: hier der Mythos vom Annaberg, dort „Korfantys Kuh“, die der polnische Politiker jedem versprach, der in der Abstimmung für Polen votierte. Die nationalistischen Gegensätze bestimmte die deutsch-polnische Politik bis zum durch Deutschland inszenierten Kriegsbeginn 1939.

Dr. Ulrich Schmilewski studierte Geschichte, Russische und Buchwesen in Mainz. Seit 1984 ist er in der Stiftung Kulturwerk Schlesien in Würzburg tätig, deren Geschäftsführer er heute ist.





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