Diagnostik und Phänomenologie des Asperger Syndroms

Zentrum für Frühförderung und Frühbehandlung e.V., Fortbild.
In Köln

120 
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Köln
Rolshover Straße 7-9, 51105, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
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Dozenten

Claus Lechmann
Claus Lechmann
Austismus

Themenkreis

Obwohl das Asperger-Syndrom schon 1944 von dem Kinderarzt Hans Asperger beschrieben wurde, hat es fast 50 Jahre gedauert, ehe es in das internationale Klassifikationsschema ICD aufgenommen wurde. Auch heute noch wird das Asperger-Syndrom nicht selten übersehen. Die Eltern haben häufig eine Odyssee hinter sich, bis der Begriff Asperger fällt und sie in diesem Konzept eine passende Beschreibung ihres Kindes finden.

Das Asperger-Syndrom gehört zum autistischen Formenkreis, es fehlt aber im Gegensatz zum frühkindlichen Autismus eine schwerwiegende Verzögerung der Sprache und/oder der kognitiven Entwicklung. Der Kontakt zu Gleichaltrigen ist immer erschwert. Es fehlt häufig die intuitive Fähigkeit, Gefühle und soziale Situationen zu verstehen und altersangemessen Kontakte zu knüpfen.

Kinder mit Asperger-Syndrom spielen lieber alleine und entwickeln nicht selten Spezialinteressen (wie Automarken, Wetterkarten etc.). Hier können sie erstaunliche Fähigkeiten zeigen. Diese Fähigkeiten kontrastieren aber meist in hohem Maße mit Problemen im alltagspraktischen Bereich. Viele Kinder mit Asperger-Syndrom sind im motorischen Bereich ungeschickt, vermeiden sportliche Aktivitäten und geraten in eine Aussenseiterposition. In der Schule werden sie nicht selten zur Zielscheibe von Spott und Hänseleien.

In diesem Seminar soll in erster Linie der diagnostische Blick geschult werden. Dazu werden viele Videobeispiele gezeigt, Screening-Instrumente vorgestellt und differentialdiagnostische Fragen erörtert. Ein kurzer Ausblick auf die Therapie rundet das Seminar ab.


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