Die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten: Warum gerade jetzt?

VHS Essen
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Beschreibung

Die Flüchtlinge, der Krieg zwischen Euphrat und Tigris und die Ruinen des alten Nahen Ostens. Ein Crashkurs über die Herkunft unserer neuen Mitbürger. Der Nahe Osten als Krisenregion steht mit der Eskalation der Flüchtlingsproblematik einmal mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit. Aber ob es um Kurden, Yesiden, Schiiten oder Sunniten, Alawiten oder Aleviten geht, um neue und uralte Konfliktlinien, das Schicksal der Minderheiten oder die regionalen Machtinteressen: Das nahöstliche Terrain erscheint vielen als unendliches Rätsel. Aber Rätsel kann man auflösen. Der Nahe Osten verändert sich grundlegend. Die jungen Demonstranten des »Arabischen Frühlings« haben kurzzeitig die Hoffnung verbreitet, dass anstelle von Diktaturen über Nacht Demokratien sprießen würden. Dreieinhalb Jahre später beherrschen verstörende Bilder von Gotteskriegern die Nachrichten. Was ist »da« eigentlich los?
Der Vortrag stellt einerseits die zentralen Konfliktparteien und Interessengegensätze im Nahen Osten dar und lässt vor diesem Hintergrund die Dynamik der großen Fluchtbewegung aus Syrien in Richtung Europa seit dem Spätsommer 2015 verständlicher werden. Der aktuellen Entwicklung soll ebenso Raum gegeben werden wie einer Erklärung von Fluchtgründen.

Der Referent ist Historiker, er schreibt regelmäßig über den Nahen Osten in Tageszeitungen, ist
Mitbegründer der seit über 20 Jahren in der Region tätigen deutsch-irakischen Hilfsorganisation WADI e.V. und
Mitarbeiter einer Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung im Nahen Osten.

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Themenkreis

DEUTSCHLAND UND DIE FLÜCHTLINGE -
FLUCHTURSACHEN IM FOKUS
Angesichts der seit August 2015 ausgerufenen »Flüchtlingskrise« herrscht in Deutschland und Europa helle Aufregung: Politiker und Parteien streiten über den künftigen Umgang mit der (un-)erwünschten Zuwanderung. Die Forderungen reichen von restriktiven Einwanderungsstopps mit Obergrenzen bis hin zum grenzoffenen "Refugees welcome", eingerahmt vom Ausspruch Angela Merkels: "Wir schaffen das!"
Aber auch die Bundeskanzlerin spricht inzwischen von "spürbarer Reduzierung der Flüchtlingszahlen" und verweist auf die Notwendigkeit, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Aber hängen diese nur am verheerenden Wirken des "Islamischen Staates" in Syrien und im Irak, was tausende Bewohner dieser Staaten in die Flucht treibt? Oder müssen wir unseren Blick nicht auch auf andere Regionen der Welt richten: auf Afrika, auf die Balkan-Staaten und auf die wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen, religiösen Rahmenbedingungen, die immer mehr Menschen dazu treiben, ihre geliebte Heimat zu verlassen und zu Flüchtlingen zu werden.
Volkshochschule Essen, Antifa Essen Z, ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen und AStA der Universität Duisburg/Essen präsentieren eine vierteilige Reihe von Expertenveranstaltungen, die die Ursachen der aktuellen Flüchtlingssituation in den Fokus nimmt. Die vier Veranstaltungen finden dienstags vom 19. Januar bis 9. Februar 2016, jeweils ab 19.00 Uhr, in der VHS Essen statt.