Die Praxis des aktuellen Betriebsverfassungsrechts

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  • Seminar
  • Wuppertal
  • Dauer:
    1 Tag
Beschreibung

Zum Seminar Die Praxis des aktuellen Betriebsverfassungsrechts Die meisten betrieb­lichen Konflikte beruhen nicht auf sachlichen Divergenzen, sondern auf „atmosphärischen Störungen” sowohl auf Seiten des Arbeit­gebers als auch auf Seiten des Betriebsrats. Insbe­sondere Betriebsratsmitglieder werden sich nicht selten vom „Rezessionsinstrumentarium” hart betroffen fühlen. Oft ist dabei unterlassene, verspätete oder unzurei­chende Infor­mation des Betriebsrats der Auslöser. Während selbst schwier­igste Sachfragen unter vernünftigen Betriebspartnern lösbar sind, wird es bei drohendem Gesichts­verlust regel­mäßig keine Kompromisse geben. Der Konflikt eskaliert, verselbst­ständigt sich und ist am Ende nur durch autori­tative Entscheidung (Gericht, Einigungsstelle) zu lösen. Um dies zu vermeiden, müssen alle Führungs­kräfte die Rechte des Betriebsrats kennen und respek­tieren. Dieses Seminar vermittelt einer­seits Führungs­kräften ohne juristische Ausbildung zuverlässige Kennt­nisse in den zentralen Bereichen des Betriebsverfassungsrechts, führt anderer­seits insbe­sondere auch neu gewählte Betriebsratsmitglieder anschaulich und praxisnah in die umfangreiche Materie ein, weckt Verständnis, dass Paragraphen keine „Lösungen” sind, sondern zum Handeln aufrufen, gibt Führungs­kräften und Betriebsräten Sicherheit im Umgang mitein­ander.

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auf Anfrage
Wuppertal
Hubertusallee 18, 42117, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
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Themenkreis

Seminarinhalt: Die Praxis des aktuellen Betriebsverfassungsrechts

  1. Bausteine des Betriebsverfassungsrechts
    • Status: Arbeiter, Angestellte, AT-Mitarbeiter, Leitende Angestellte
    • Gremien: Betriebsrat, Gesamtbetriebsrat, Konzern­betriebsrat, Sparten-Betriebsrat, Europa-Betriebsrat, Ausschüsse
    • Schwellenwerte, Freistellungen
    • Kompetenzen: „Information” bis Mitbestimmung
    • Initiativrechte
  2. Erzwingbare Mitbestimmung in soz. Angelegen­heiten
    • Ethikrichtlinien und andere Verhaltensregeln
    • Video-Überwachung und Mitarbeiter-Screenings
    • Flexibilisierung der Arbeitszeit, Arbeitszeit-Modelle
    • Überstunden und Mehrarbeit
    • Urlaubsplanung, Werksferien, Sonderurlaub
    • Internet, Soziale Netzwerke und Datenschutz
    • Kürzung und Beseitigung von freiwilligen (finanziellen) Leistungen
    • Frauenförderung, Umweltschutz, Qualifizierung
  3. Umsetzung der erzwingbaren Mitbestimmung
    • Regelungsabrede, Betriebsvereinbarung
    • Einigungsstelle (Kosten und Verfahren)
  4. Von der Personalplanung zur Einzelmaßnahme
    • Personalplanung und Rechte des Betriebsrats
    • Stellenplan, Stellenbeschreibung, Auswahlrichtlinien
    • Inner- und außerbetriebliche Ausschreibung
    • Maßnahmen betrieblicher Berufsbildung
    • Vorlage von Bewerbungsunterlagen
    • Einstellung, Ein- und Umgruppierung, Versetzung
    • Verfahren bei Zustimmungsverweigerung des Betriebsrats
  5. Kündigung und Betriebsrat
    • Anhörungsverfahren und Begründungspflicht
    • Kündigung während der Probezeit
    • Typische Fehler im Anhörungsverfahren
  6. Änderungen von Arbeitsplatz, Arbeitsablauf
    • Organisationsfreiheit des Unternehmers
    • Bewährte Kooperationsformen
  7. Betriebsänderung / Betriebsabspaltung
    • Beteiligungsrechte bei Betriebsänderungen
    • Betriebsübergang (§ 613a BGB), Restmandat des Betriebsrats
    • Interessenausgleich und Sozialplan
    • Hinzuziehung von Beratern
    • Nachteilsausgleich nach § 113 BetrVG
  8. Zusammenspiel:
    Betriebsrat – Arbeitgeber – Gewerkschaft


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