Digitalkamera

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Beschreibung

Digitalkameras Mit der digitalen Fotografie ist alles viel einfacher geworden. Dank vollautomatischer Kamerafunktionen muss man nichts mehr selber machen. Egal ob Autofokus, Belichtungsmesser, Blendenautomatik oder Verschlussautomatik. Jede noch so einfache Digitalkamera übernimmt die Einstellungen automatisch.
Doch es gibt Situationen, da helfen diese Automatismen nicht weiter. Da muss man dann wissen, wo man was einzustellen hat, damit das Bild so wird, wie man es wünscht. Auch wer von seinen Standard-Aufnahmen hinzu mehr Pepp und Effekten will, der stellt seine Kamera selber ein und überlässt es nicht dem Zufall.
Dieser Ratgeber baut auf die Erklärung aller wichtigen Einstellmöglichkeiten einer Kamera. Egal ob bei einer analogen Kamera oder Digitalkamera. Sie können dann selber Einstellungen vornehmen und Ihre Bilder beeinflussen.

Wichtige informationen

Was lernen Sie in diesem Kurs?

Kamera
ISO

Themenkreis

Blende

Die Blende ist ein spiralenähnlicher Verschluss, der die Linsenoptik bei der Aufnahme eines Bildes freilegt. Wie weit sich die Blende öffnet, beeinflusst, wie viel Licht in die Kameraoptik gelangt. Außerdem wird die Schärfentiefe festgelegt. Also, ob Objekte in naher oder weiter Ferne scharf fokussiert werden.
Im Regelfall hat eine Kamera eine Blendenautomatik, so dass das Bild optimal belichtet wird. Möchte man die Schärfentiefe einer Aufnahme bewusst beeinflussen, gibt man die Blende vor (Verschlusszeitautomatik) und überlässt der Kamera die passende Belichtungszeit.
Je größer die Zahl der Blende, desto kleiner die Blendenöffnung. Je kleiner die Blendenöffnung, desto größer die Schärfentiefe, desto schärfer erscheinen Objekte im Hintergrund und Vordergrund des fokussierten Objektes. Bei einer großen Blendenöffnung erscheinen die Objekte um das fokussierte Objekt unscharf. Das macht man gerne, um Gesichter oder Objekte auf einem Bild hervorzuheben.

  • Große Blendenöffnung <-> kleiner Blendenwert
Verschlusszeit

Die Verschlusszeit gibt vor, wie lange die Blende geöffnet ist und wie lange belichtet wird. Die Verschlusszeit beeinflusst auch die Bewegungsschärfe. Eine kurze Verschlusszeit friert schnelle Bewegungen auf dem Bild ein. Eine lange Verschlusszeit verwischt schnelle Bewegungen auf einem Bild. Das macht man gerne bei Wasser- oder Flugobjekten. Bekannt sind auch die Nachtbilder in einer Stadt, wo die Autolichter durch die Straßen fließen.
Die Verschlusszeitautomatik kennt Zeiten zwischen 1/1000 Sekunden bis 2 Sekunden, je nach Kameramodell. Übliche manuelle Verschlusszeiten sind z. B. ½, ¼, 1/8, 1/15, 1/30, 1/60, 1/125, 1/250, 1/500, 1/1000 Sekunden.

Belichtung

Die meisten Kameras haben einen eingebauten Belichtungsmesser, der für die korrekte Belichtung automatisch alle notwendigen Einstellungen vornimmt. Für eine korrekte Belichtung müssen Farben und Kontraste originalgetreu aufgenommen werden und Details müssen sich erkennen lassen. Bei Unterbelichtung bekommt das Objektiv nicht genug Licht. Die Aufnahme wird dunkel. Bei Überbelichtung bekommt das Objektiv zuviel Licht. Die Aufnahme wird zu hell. Allerdings werden Details sichtbar, die in sehr dunklen Bereichen (z. B. Schatten) liegen.
Für wenig erfahrene Fotografen ist die Bildbelichtung eine schwierige Angelegenheit. Die Belichtung lässt sich durch die Blende und Verschlusszeit beeinflussen. Allerdings sollte man vorsichtig sein. Man beeinflusst damit auch die Schärfe der Aufnahme.
Üblicherweise überlässt man die Belichtung der Kameraautomatik. Der Belichtungsmesser sorgt im Regelfall für ein optimales Ergebnis.
Doch in besonderen Situationen, wo die Lichtverhältnisse nicht optimal sind, versagt auch die Belichtungsautomatik einer guten Kamera. Wenn zum Beispiel sehr dunkle (Schatten) und sehr helle Bereiche (Lichteinfall durch Tageslicht) zusammenkommen. Dann ist es meist Zufall, wenn die Aufnahme was wird. Das beste Ergebnis entsteht immer dann, wenn die Umgebung gleichmäßig stark ausgeleuchtet ist. Wenn das nicht der Fall ist, dann kann schon eine Kameraneigung von wenigen Millimetern zu einer anderen Kamerareaktion führen. Das Bild wird dann merklich besser oder auch schlechter. Wenn das nicht reicht, dann kann auch eine andere Kameraposition zu einem optimalen Ergebnis führen.

ISO-Wert

Bei der alten analogen Kameratechnik bestimmt der ISO-Wert die Lichtempfindlichkeit des Films. Bei Digitalkameras gibt es den Film nicht mehr. Statt dessen wird die Empfindlichkeit des Kamerasensors beim Auslösen beeinflusst. Digitalkameras haben eine Automatik, die den ISO-Wert an die Lichtverhältnisse anpassen. Manchmal lässt er sich auch fest einstellen. In analogen Kameras ist der ISO-Wert an den eingelegten Film gebunden und lässt sich nicht ändern.
Als Standard-ISO-Wert wählt man meistens ISO-200. Bei vielen Tageslichtaufnahmen eher ISO-100, da er wenig Lichtempfindlich ist und viel Licht braucht. Bei Nachaufnahmen wählt man üblicherweise ISO-400, da dieser Wert besonders Lichtempfindlich ist und am wenigsten Licht braucht. Doch je größer der ISO-Wert bzw. je empfindlicher der Kamerasensor einer Digitalkamera eingestellt ist, desto grobkörniger wird die Aufnahme. Man spricht auch vom Bildrauschen. Dieses Problem haben vor allem Digitalkameras, die in dunklen Bereichen grobpixelig sind. Das Bildrauschen äußert sich als buntes Pixelmuster in Bereichen, die dunkel gefärbt oder schwarz sein sollten. Also besonders bei Nachtaufnahmen mit wenig Licht.

ISO-Wert Geeignet für … 100 … Standbilder bei Tageslicht und hellem Sonnenschein. Geeignet auch für Portraitaufnahmen und Objekten mit feinen Details. 200 … Außenaufnahmen mit abgedunkeltem Tageslicht, zum Beispiel durch Wolken. Oder wenn die Verschlusszeit kürzer sein muss. 300 … Dämmerungs- oder Nachtaufnahmen, sowie Innenaufnahmen ohne Blitz. Aber auch wegen der sehr kurzen Verschlusszeit geeignet bei Sportaufnahmen und schnellen Bewegungen. Weißabgleich

Unterschiedliche Lichtquellen führen zu unterschiedlichen Farbwiedergaben der Aufnahme. Das menschliche Farbempfinden passt sich automatisch den Lichtverhältnissen an, obwohl die Farben anders wirken.
Bei Bildern einer analogen Kamera ist das schön zu sehen. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen, zum Beispiel Kunstlicht, bekommen Aufnahmen einen Farbstich. Obwohl die Farbwiedergabe originalgetreu ist, wirkt es auf uns befremdlich. Besonders weiße Objekte oder helle Flächen schimmern gelblich oder rötlich, abhängig vom Kunstlicht.
Digitalkameras haben da den Vorteil, dass sie einen automatischen Weißabgleich mitbringen. Damit versucht die Kamera den Lichttyp zu erkennen und die Wahrnehmung des menschlichen Auges nachzubilden. Im Regelfall arbeitet der automatische Weißabgleich sehr gut und zuverlässig.
Probleme gibt es nur, wenn verschiedene Lichttypen zusammen auftreten. Zum Beispiel bei Kerzenlicht und einer Neonröhre.

Brennweite

Die Brennweite wird durch das Objektiv beeinflusst. Gängige Objektive haben Brennweiten von 35 bis 70 mm oder 70 bis 180 mm. Es handelt sich dabei um Zoomobjektive, die ein Objekt aus der Ferne heranholen oder ein Objekt in der Nähe weiter weg zoomen können. Eine Brennweite von 50 mm entspricht etwa dem Bildwinkel des menschlichen Auges. Niedrigere Brennweiten empfehlen sich bei Innenraumaufnahmen um einen größeren Bildausschnitt zu erhalten. Eine größere Brennweite vergrößert das Objekt und gestattet Nahaufnahmen trotz größerer Entfernung.

Kaufberatung: Digitalkameras

Die aktuellen Digitalkameras sind den alten analogen Modellen weit überlegen. Inzwischen werden mehr Digitalkameras verkauft als analoge Kameras. Der Markt hat sich dafür weit auseinander gezogen. Von der Einsteiger-Kamera, ultrakompakten Kamera bis zum Profigerät ist alles auf dem Markt vertreten. Dabei ist eine Modell- und Funktionsauswahl entstanden, bei der man allzu leicht den Überblick verliert.
Dieser Kaufberater gibt Ihnen einen Überblick über alle wichtigen Kaufkriterien und Leistungsmerkmale digitaler Kameras. Dabei wird Ihnen der Unterschied zwischen optischem und digitalen Zoom erklärt. Zusätzlich wichtige Themen, wie Auflösung, Speicherkarten und Sonderfunktionen, Ausstattung und Akkus.

Leistungsmerkmale und Kaufkriterien
  • Auflösung
  • Zoom
  • Bildauslösezeit
  • Bildaufnahmezeit
  • Fokus
  • Makrobereich
  • Bedienung
  • CCD-Bildsensortechnik
  • CMOS-Bildsensortechnik
  • Bildqualität und Farbtreue
  • Ausstattung
  • Speicherkarten
  • Akkus und Ladegerät
  • Schnittstellen
  • Zusatzfunktionen
Auflösung

Die Auflösung gibt an, aus wie vielen Pixeln eine Aufnahme besteht. Je mehr Pixel, also je größer die Auflösung ist, desto mehr Details sind auf dem Bild zu sehen. Die Auflösung bestimmt aber auch, für welches Bild-Format Sie sich bei der Bildentwicklung im Fotoladen entscheiden können. Je größer die Auflösung, desto größer darf das Format sein.
Man unterscheidet generell zwischen 3 verschiednen Auflösungen: Bildauflösung, Kameraauflösung und Sensorauflösung.
Die Sensorauflösung gibt an, was die Kamera optisch, also effektiv darstellen kann. Die Sensorauflösung ist der Maßstab von dem Sie bei der Kameraauswahl ausgehen müssen. Die Kameraauflösung berücksichtigt die Interpolation der Kamera, also das hinzurechen von Bildpunkten. Die Bildauflösung berücksichtigt die Interpolation die zusätzlich von einer Software am Computer erzeugt werden kann.
Achten Sie grundsätzlich darauf, dass Sie sich immer nach der Sensorauflösung richten. Die Interpolation führt alles andere als zu guten und scharfen Bildern. Interpolierte Bilder sind unscharf und grobkörnig. Nicht selten sind auch Farbfehler enthalten, die durch eine fehlerhafte Berechnung auftreten.
Die Auflösung einer Kamera lässt sich durchaus einstellen. Dazu gibt es in den Einstellungen einen Punkt, der verändert werden kann. Beachtet werden muss, dass eine große Auflösung auch zu Bildern mit großem Speicherbedarf führt. Doch nicht jedes Bild muss mit der Größtmöglichen Auflösung aufgenommen werden.
Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick, welche Auflösungen es gibt, welches Pixel-Format es hat und welches Bild-Format möglich ist.

  • Bildschirm-Auflösung
Megapixel Auflösung (Megapixel) Seitenverhältnis Bildformat Pixelanzahl 0,3 640 × 480 4:3 307.200 0,9 1134 × 756 3:2 857.304 1 1152 × 864 4:3 (9 × 13) 995.328 1,3 1280 × 960 4:3 1.228.800 1,4 1440 × 960 3:2 1.382.400 1,5 1504 × 1000 3:2 1.504.000 1,6 1536 × 1024 3:2 1.572.864 2 1600 × 1200 4:3 (10 × 15) 1.920.000 1752 × 1168 3:2 2.046.336 2,1 1720 × 1280 > 4:3 2.201.600 2,8 2032 × 1352 3:2 2.747.264 2048 × 1360 3:2 2.785.280 3 1984 × 1488 4:3 (13 × 18) 2.952.192 2016 × 1512 4:3 3.048.192 3,3 2048 × 1536 4:3 3.145.728 2080 × 1560 4:3 3.244.800 2240 × 1448 3:2 3.243.520 3,5 2268 × 1512 3:2 3.429.216 2304 × 1536 3:2 3.538.944 3,8 2400 × 1600 3:2 3.840.000 4 2272 × 1704 4:3 (15 × 20 / DIN A5) 3.871.488 2304 × 1728 4:3 3.981.312 4,3 2544 × 1696 3:2 4.314.624 4,5 2592 × 1728 3:2 4.478.976 5 2560 × 1920 4:3 (DIN A4) 4.915.200 2576 × 1932 4:3 4.976.832 2592 × 1944 4:3 5.038.848 5,6 2720 × 2040 4:3 5.548.800 6 3008 × 2000 3:2 6.016.000 3008 × 2008 3:2 6.040.064 6,1 2848 × 2136 4:3 6.083.328 3024 × 2016 3:2 6.096.384 6,3 2880 × 2160 4:3 6.220.800 3072 × 2048 3:2 6.291.456 6,5 3104 × 2072 3:2 6.431.488 7,1 3072 × 2304 4:3 7.077.888 3264 × 2176 3:2 7.102.464 8 3264 × 2448 4:3 7.990.272 8,2 3504 × 2336 3:2 8.185.344 12 4256 × 2848 3:2 12.121.088 4048 × 3040 4:3 12.305.920 14 4536 × 3024 3:2 13.716.864 16,7 4992 × 3328 3:2 16.613.376 Zoom

Bis auf billige Digitalkameras hat jedes Modell ein optisches Zoomobjektiv, das zum Heranholen entfernter Objekte dient. Beim Zoomen wird die sogenannte Brennweite verändert. Diese wird in Millimeter (mm) angegeben. Zum Beispiel 28 bis 100 mm, was für einen Hobby-Fotografen vollkommen ausreicht. Anstatt der Brennweite wird bei einer Digitalkamera der optische wie auch der digitale Zoomfaktor hervorgehoben. Beim optischen Zoom handelt es sich um den Zoomfaktor, der durch das Objektiv möglich ist. Dabei wird manuell oder per Motorsteuerung die Linsen verschoben und so die Brennweite verändert.
Beim digitalen Zoom handelt es sich um einen elektrischen Zoom, der wie bei einer Lupe den Ausschnitt eines Motivs vergrößert. Dabei wird der Eindruck einer geringeren Entfernung vermittelt. Leider zum Nachteil der Bildqualität. Im Gegensatz zu einer echten Linse, werden die Details beim Digital-Zoom unscharf und matschig. Ähnlich wie bei der Interpolation. Der Digital-Zoom ist also vollkommen unbrauchbar.
Vorsicht ist deshalb bei den Produktbeschreibungen geboten. Bei einem Zoom-Faktor von 12x, der sich aus einem optischen Zoom von 3x und einem digitalen Zoom von 4x ergibt, bleiben effektiv nur 3-fach Zoom übrig. Der digitale Zoom ist wegen der Reduzierung der Bildqualität eher zu vernachlässigen. Es ist also nichts mit dem günstigen Werbeversprechen von einer 12x-Digitalkamera, wenn der Zoomfaktor sich aus optischen und digitalen Zoom zusammensetzt.
Die Möglichkeiten, wie sich der Zoom bedienen lässt, ist sehr unterschiedlich. In den meisten Fällen wird die Digitalkamera eine Wippe bzw. Schalter mit der Beschriftung W und T haben. Das Weitwinkel und das Tele. Also, um damit heran- und wegzuzoomen. Bei einfachen Geräten muss der Zoomfaktor im Menü ausgewählt werden. Digitale Spiegelreflexkameras haben teilweise ein Drehrad am Objektiv, mit dem sich der Zoomfaktor stufenlos einstellen lässt.
Je nach Vorlieben sollte man den Zoom beim Händler ausprobieren. Vor allem der Zoom per Wippe ist bei manchen Geräten gewöhnungsbedürftig. Die Zoommotoren reagieren träge, laufen nach und lassen sich nicht punktgenau einstellen. Wenn man nur ein wenig den Zoomfaktor verändern will, wird das Zoomen zu einer Fingerübung. Besser sind dann Kameras mit einem Drehring am Objektiv. Wobei man hier beim Fotografieren zwingend beide Hände braucht. Eine Hand zum Auslösen, die andere um den Zoomfaktor einzustellen. Allerdings hat man dann auch die vollständige Kontrolle über die Kamera und neigt seltener zum Verwackeln.

Bildauslösezeit

Die Bildauslösezeit ist die Zeit, die zwischen Drücken des Auslösers bis zu eigentlichen Bildaufnahme durch die Kamera-Elektronik vergeht. Diese Zeit sollten Sie nicht unterschätzen. Bei einer analogen Kamera wird nahezu sofort das Bild aufgenommen. Da das Bild bei einer digitalen Kamera elektronisch aufgezeichnet wird, müssen die Bildinformationen vom Bildsensor ermittelt und von einem Prozessor verarbeitet werden. Fokus, Farben und andere automatisch Einstellungen müssen stimmen, bevor die Kamera-Elektronik die Auslösung frei gibt. Eine Bildauslösezeit von unter 0,5 sek. Gilt als akzeptabel und wird vom Nutzer kaum als nennenswerte Verzögerung erkannt. Wenn Sie Freude an Ihrer Digitalkamera haben wollen, achten Sie auf...


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