Dresden. Eine Stadt zwischen gestern und morgen.

Bildungswerk FORUM UNNA
In Dresden

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Wichtige informationen

  • Seminar
  • Fortgeschritten
  • Dresden
  • Dauer:
    5 Tage
Beschreibung

Die Teilnehmenden erschließen in diesem Studienseminar über 800 Jahre Stadtentwicklung und Stadtgeschichte in Dresden unter Berücksichtigung der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Schwerpunkt des Bildungsurlaubes ist die Vermittlung relevanter Aspekte der Notwendigkeit. von Stadtentwicklung, z. B. aus Gründen der Verkehrspolitik, des. Wohnungsbaus oder verschiedener wirtschaftlicher Interessen. Es wird aufgezeigt, welche Auswirkungen der Wandel einer Stadt über jahrhunderte hinweg mit sich bringt und wie Politik oder Verwaltung die Anliegen der Bürger berücksichtigen. So wird..
Gerichtet an: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Dresden
Winkelmannstr. 6, 01069, Sachsen, Deutschland
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Dozenten

Marion Laube
Marion Laube
Leitung

Themenkreis

Stadtpolitik und Stadtentwicklung ist immer eine Gradwanderung: Zwischen Denkmalschutz und städtebaulicher Neuordnung, zwischen Straßenbau und Lärmschutz, zwischen Lebensqualität und Finanzierbarkeit, zwischen wirtschaftlichen und sozialen Erfordernissen.

Die Stadt Dresden, die auf der einen Seite mit einem reichen Bestand an Architektur- und Kulturgütern aufwarten kann, auf der anderen Seite aber auch großen Plattenbaugebieten, bietet sich zur Vermittlung und Vertiefung der Kenntnisse zum Thema Stadtentwicklung besonders an.

Dieses Studienseminar führt Sie durch Dresden und bietet mehr als die Besichtigung und Erkundung der Stadt, die jährlich tausende Touristen anzieht. Blicken Sie mit uns auf die durch den Tourismus verursachten negativen Folgen, z. B. der Verkehrsbelästigung, und auf die reiche, durch viele Brüche und Verwerfungen gekennzeichnete Geschichte, die sich tief in die Stadtstruktur eingeschrieben hat.

Diskutieren Sie mit uns politische Entscheidungen der Stadt- und Landespolitik, die manchmal auch im Mittelpunkt gesamtdeutscher und sogar weltweiter Aufmerksamkeit stehen. Wie beim erfolgreichen Wiederaufbau der Frauenkirche, der durch Spenden aus der ganzen Welt verwirklicht wurde. Oder wie beim Bau der Waldschlößchenbrücke, der die Aberkennung des UNESCO-Welterbetitels zur Folge haben kann.

Wie geht Dresden mit seinen Kulturgütern um? Wie sah Stadtpolitik in den letzten Jahrzehnten aus? Wo wurden Wohnungen gebaut, wo Straßen und Industriegebiete, wo aber auch Parks und Gärten? Und welche Bedeutung haben naturnahe Elbwiesen und die nahe Sächsische Schweiz für Dresden? Fachvorträge und Führungen durch Museen und Ausstellungen vermitteln die theoretischen Grundlagen von Stadtentwicklung und Stadtpolitik. Vor Ort in Dresden und auf Erkundungen des Elbtals und der Sächsischen Schweiz, können die Teilnehmer die Entwicklung der Stadt Dresden und deren Umgebung hautnah nachvollziehen.

Lernen Sie mit uns Dresden kennen – eine Stadt mit tausend Gesichtern.

Lernziel:

...der Wandel der Stadt anhand zahlreicher Erklärungen, wie z. B. der Industrialisierung und den heute verbliebenen Industriebrachen oder
dem Leben zu Zeiten des SED-Regimes in der DDR oder der Nachwendezeit dargestellt. Den Teilnehmenden wird die wirtschaftliche Begünstigung der innerstädtischen Bereiche gegenüber den äußeren Stadtrandgebieten verdeutlicht. Neben einer Führung durch die wieder aufgebaute Frauenkirche und einer Diskussion über ihre Bedeutung für die Dresdner Bevölkerung als Symbol für die Zerstörungen des Krieges, aber auch für einen gemeinschaftlichen Aufbau über Ländergrenzen hinweg, besuchen die Teilnehmenden als Kontrastprogramm die Peripherie, die Dresdener Außenbezirke mit ihren Plattenbausiedlungen.
Über soziale Problemlagen sowie aktuelle Stadterneuerungsprojekte wird aufgeklärt. Ein Blick auf die aktuelle Diskussion des geplanten Baus der Waldschlösschenbrücke mit der drohenden Aberkennung des Weltkulturerbes bezieht ökologische Fragestellungen in das Studienseminar mit ein und wird bei einer differenzierten Betrachtung des Naherholungsgebiets Sächsische Schweiz vertieft. Bei Gesprächen, Diskussionen und Erleben vor Ort wird den Teilnehmenden die Möglichkeit eröffnet, sich ein eigenes Bild über Stadtentwicklungsprozesse zu verschaffen, die eigene Meinungen zu überprüfen und Anregungen zum Weiterdenken zu finden, um so zur Mitsprache und Mitverantwortung in unserem demokratischen Gemeinwesen beizutragen.

Programmablauf:

Montag, 4. Mai 2009 – Einführung


bis 13:00 Uhr
Anreise/Ankunft der Teilnehmer im Hotel in Dresden

13.00 Uhr bis 14.45 Uhr
Begrüßung der Teilnehmer, gemeinsame Vorstellung, Klärung Organisatorisches, Einführung in das Veranstaltungsprogramm.

15.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Eingangsgespräch „Stadtentwicklung zwischen Planung und Realismus“. (Austausch im Plenum)

16.15 Uhr bis 19.00 Uhr
„Dresden auf den ersten Blick“ – Einführender Stadtrundgang mit Vorträgen und Vermittlung von Grundlagen zum Thema Stadtentwicklung. Überblick über die 800-jährige Geschichte der Stadt Dresden mit Darstellung der Strukturen für die Veränderungen im Stadtbild, wie Verkehr, Wohnen oder Wirtschaft. (mit 15 Min. Pause; Stadtexkursion mit Vortrag)


Dienstag, 5. Mai 2009 – Wohnungspolitik ist Stadtpolitik

09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
„Aus dem Dunklen ins Licht – Gartenstadt als Gegenentwurf zur Mietskaserne“ – Geführter Rundgang durch die Leipziger Vorstadt als Fabrikstandort und damit auch Arbeiterwohnsiedlung im 19.Jh., Exkurs zum Zusammenhang von Verkehrsanbindung und Industrie, Rundgang durch die Gartenstadt Hellerau und Vortrag über die Ideengeschichte und Verwirklichung von Gartenstädten. (geführter Rundgang mit Vortrag)

14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
„Vom begehrten Wohnraum zum Leerstand“ – Geführter Rundgang durch eins der größten Plattenbaugebiete Dresdens mit Vorträgen zur Wohnungspolitik, die den Städtebau in der DDR stark prägte. Doch nicht nur Wohnungen wurden gebaut, auch die notwendige soziale Infrastruktur sowie der Anschluss an den ÖPNV gehörten zum Wohnungsbauprogramm. Zum heutigen Umgang mit den sozialen und städtebaulichen Problemen Gespräche mit Akteuren vor Ort und Besichtigung aktueller Stadterneuerungsprojekte, u. a. „Kräutersiedlung“. (mit 15 Min. Pause; geführter Rundgang mit Vortrag)


18.00 Uhr bis 19.30 Uhr
„Aus alt mach neu“ – Wiederaufwertung von Gründerzeitvierteln am Beispiel der Dresdner Äußeren Neustadt. Aufwertungsprozesse laufen häufig nach typischen Mustern ab: Wegen der niedrigen Mietpreise werden die Stadtteile für „Pioniere“ (Studierende, Künstler, Subkultur etc.) attraktiv. Diese werten in einem ersten Schritt die Stadtteile auf und setzen einen Segregationsprozess in Gang. (Vortrag und geführter Rundgang zum Thema Gentrifizierung)


Mittwoch, 6. Mai 2009 – Stadtentwicklung

09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
„Große Straßen statt enger Gassen“ – Der Wiederaufbau Dresdens erfolgte u. a. nach Kriterien einer autogerechten Stadt, würde man heute sagen. Breite Straßen und große Plätze werden heute von Stadtbewohnern und Touristen auch als Mangel an Aufenthaltsqualität betrachtet. Vortrag und Diskussion zur Verkehrsplanung in Städten und dem Dilemma zwischen Autolobby und ÖPNV als Daseinsvorsorge. (mit 15 Min. Pause; Vortrag und Diskussionsrunde)

13.00 Uhr bis 15.00 Uhr
„Verzicht auf den Welterbetitel?“ – Stadtpolitik zwischen Bewahrung und Neuordnung. Entlang des unbebauten Elbufers geht es zum Standort der umstrittenen Waldschlösschenbrücke. Vortrag über die aktuelle Situation und Gespräch mit Bürgerinitiativen.

16.00 Uhr bis 19.00 Uhr
„Altstadt als Fassade“ – Führung durch die Frauenkirche mit Vortrag zur Geschichte und Erfolg des weltweiten Engagements zum Wiederaufbau. Anschließend kurzer Rundgang durch den derzeit neu erstehenden Neumarkt und Diskussion über Wiederaufbau zwischen Denkmalschutz und Fassade. (mit 15 Minuten Pause; geführter Rundgang mit Vorträgen; Diskussion im Plenum)


Donnerstag, 7. Mai 2009 – „Tourismus versus Naturschutz“


ca. 08.30 Uhr
Abfahrt mit dem Zug in die Sächsische Schweiz (Fahrt nach Rathen)

09.15. Uhr bis 12.15 Uhr
Studientag „Tourismus versus Naturschutz“ – Naherholung im Nationalpark. Die Sächsische Schweiz liegt nur 45 Zugminuten von Dresden entfernt. Führung mit Vortrag über die Aufgaben und Funktionen, Naturgegebenheiten und dem Konzept Zonierung. Fachexkursion mit Referat zur touristischen Erschließung des Gebirges. (mit 15 Minuten Pause; geführter Rundgang mit Vorträgen)

14.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Tourismus als Wirtschaftsfaktor – Rundgang in Rathen, einem Beispiel für den Interessenkonflikt zwischen Naturschutz und Tourismus bzw. wirtschaftlichem Wohlergehen. Vortrag und Diskussion zur Vermarktung von Natur und Naturdenkmälern. (mit 15 Minuten Pause; geführter Rundgang mit Vortrag)

17.30 Uhr bis 19.00 Uhr
„Elbtal und Hochwasser“ – Rückfahrt nach Dresden. Wir durchqueren die seit 2004 zum Welterbe zählende Landschaft des Dresdner Elbtales. Vortrag zur Schutzwürdigkeit des Elbtales und zum Hochwasser und Hochwasserschutz. (Vortrag und Nachbesprechung des Tages)


Freitag, 8. Mai 2009 – Industrie und Stadtpolitik

09.00 Uhr bis 12.00 Uhr
„Vom Gleisanschluss zum Event“ – Standortwahl für die Industrie. Fabriken und Industriegebiete reihten sich wie Perlen an die Gleisanlagen. Wie sieht es heute aus? Besichtigung typischer Industrieansiedlungen des 19. und 20.Jh. und Vortrag zu Stadtpolitik zwischen Wirtschaft und Sozialem. (mit 15 Minuten Pause; geführter Rundgang mit Vortrag)

13.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Besichtigung der Gläsernen Manufaktur. Vortrag über das Anlieferungskonzept als Ausgleich für die zentrale Lage. (geführte Besichtigung mit Vortrag)

15.15 Uhr bis 16.00 Uhr
Nachbereitung des Bildungsurlaubs; Seminarauswertung mit Abschlussgespräch und Verabschiedung

ab ca. 16.15 Uhr: Abreise

Kurzfristige Programmänderungen vorbehalten!
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: EUR 399,00 im DZ
Weitere Angaben: Leistungen: 4 Übernachtungen mit Frühstück im Doppelzimmer mit Du/WC, Studienleitung, Fachführungen, Begegnungen und Eintritte laut Programm, Elbschifffahrt Sonstiges: Anerkannter Bildungsurlaub in NRW, Berlin, Brandenburg, Hessen und Schleswig-Holstein. Für weitere Bundesländer/Bundesbeamte ist eine Anerkennung möglich! Nicht enthalten: An- und Abreise nach Dresden
Maximale Teilnehmerzahl: 16

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