Einführung in die ICF

Zentrum für Frühförderung und Frühbehandlung e.V., Fortbild.
In Köln

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Köln
Rolshover Straße 7-9, 51105, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
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Dozenten

Holger Grötzbach
Holger Grötzbach
Sprachtherapie

Themenkreis

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit; WHO, 2005) ein Modell entwickelt, das in Deutschland zu einigen Konsequenzen geführt hat: Sie ist in die Sozialgesetzgebung, in die Rehabilitationsrichtlinien sowie in die Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln eingegangen. Das Neue an der ICF ist, dass sie Erkrankungen als ein Zusammenspiel bio-psycho-sozialer Faktoren erfasst (Frommelt & Grötzbach, 2005). Damit erweitert die ICF die traditionellen medizinischen Modelle, in denen Krankheiten als bloße Schädigungen des Organismus beschrieben werden. Im Gegensatz dazu stehen in der ICF die erkrankten Personen mit ihren Behinderungen, aber auch mit ihren Ressourcen im Mittelpunkt des Interesses. Es wird nicht mehr länger nur nach der Ätiologie einer Erkrankung oder nach einem Syndrom gefragt, sondern vor allem nach den Lebensbereichen und den individuellen Zielen der Betroffenen. In der ICF geht es damit weniger um die Wiederherstellung oder "Reparatur" beeinträchtigter Funktionen, als vielmehr darum, Betroffenen eine Teilhabe an gewünschten Lebensbereichen trotz bestehender Behinderungen zu ermöglichen (Rentsch & Bucher, 2005).

In der Fortbildung wird zunächst in das Modell und die Klassifikation der ICF eingeführt. Danach werden die Konsequenzen der ICF für die Definition von Therapiezielen erläutert (Frommelt & Grötzbach, 2007). Am Beispiel der Klinik in Schaufling soll schließlich aufgezeigt werden, wie die Philosophie der ICF im klinischen Alltag umgesetzt werden kann. Dabei wird insbesondere auf diejenigen Veränderungen in der Klinikorganisation und Teamarbeit eingegangen, die sich durch die Einführung der ICF ergeben haben. Der Workshop schließt mit der Vorstellung der ICF-basierten Dokumentationsbögen.

Literatur:

Frommelt, P. & Grötzbach, H. (2005). Einführung der ICF in die Neurorehabilitation. Neurologie & Rehabilitation, 11 (4), 171-178.

Frommelt, P. & Grötzbach, H. (2007). Zielsetzung in der Schlaganfallrehabilitation. In Dettmers, C. et al. (Hrsg.). Schlaganfall Rehabilitation. Bad Honnef: Hippocampus. 121-133.

Rentsch, H.-P. & Bucher, P. O. (2005). ICF in der Rehabilitation. Schulz-Kirchner: Idstein.

WHO (2005). Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit. Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information (Hrsg.). Medizinische Medien Informations GmbH: Neu-Isenburg.


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