Empirische Sprachwissenschaft

Johann Wolfgang Goethe-Universität
In Frankfurt Am Main

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  • Bachelor
  • Frankfurt am main
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Der Bachelor-Studiengang Empirische Sprachwissenschaft soll die Studierenden dazu befähigen, theoretisch fundierte und empirisch abgesicherte Aussagen über menschliche Sprachen zu machen und selbständig die Analyse und Beschreibung von Sprachen und sprachlichen Erscheinungsformen vorzunehmen.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

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Frankfurt Am Main
Senckenberganlage 31, 60325, Hessen, Deutschland
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Themenkreis

Gegenstand der Empirischen Sprachwissenschaft sind die menschlichen Sprachen, ihre Erforschung und ihre Analyse. Das Fach befasst sich mit heutigen und älteren Sprachen der Menschheit mit dem Ziel, sowohl spezifische, diese Sprachen betreffende als auch allgemeine Aspekte von Sprache und Sprechen zu beschreiben, historisch-genetisch und typologisch zu klassifizieren und zu erklären. Das Forschungsobjekt sind sowohl "gesprochene Sprachen" im alltäglichen Gebrauch als auch schriftliche Ausprägungsformen von Sprachen aller Arten. Die Empirische Sprachwissenschaft ist dadurch mit theoretischen Ansätzen der Linguistik ebenso verzahnt wie mit "philologischen" Fächern, deren Hintergrund schriftliche Traditionen in unterschiedlichsten Sprachen sind.

Die Empirische Sprachwissenschaft stützt sich auf die folgenden Teilgebiete der sprachwissenschaftlichen Analyse und setzt deren intensive Behandlung voraus:

  • die Phonetik und die Phonologie, die sich mit der lautlichen Struktur von sprachlichen Äußerungen und den dahinter stehenden Systemen befassen;
  • die Morphologie und die Syntax, die den Aufbau von Wortformen und Sätzen untersuchen;
  • die Semantik, die die Bedeutung sprachlicher Äußerungen und ihrer Elemente untersucht;
  • die Pragmatik, die die Verwendung von Äußerungen im kommunikativen Kontext (d.h. beim sprachlichen Handeln) untersucht.

Bei der Erforschung menschlicher Sprachen ergeben sich vielfältige Berührungspunkte der Empirischen Sprachwissenschaft mit anderen Disziplinen:

  • Mit der Allgemeinen (theoretischen und kognitiven) Linguistik teilt die Empirische Sprachwissenschaft nicht nur den allgemeinen Gegenstand, die menschliche Sprache, sondern zu einem großen Teil auch die oben erfassten methodischen Grundlagen. Unterschiede bestehen v.a. darin, dass in der Empirischen Sprachwissenschaft die Erschließung des Untersuchungsmaterials auf elaborierten Verfahren der Feldforschung bzw. der philologischen Textanalyse basiert; in dieser Hinsicht ergänzen sich empirische und theoretische Disziplinen der Linguistik gegenseitig.
  • Mit den auf Textanalyse und -interpretation ausgerichteten "philologischen" Fächern wie z.B. der Klassischen Philologie oder der Japanologie ist die Empirische Sprachwissenschaft durch die sprachliche Form der zu analysierenden und interpretierenden Texte verknüpft. Die Erfordernis einer sprachwissenschaftlichen Fundierung ist dabei sowohl im Hinblick auf Textkritik als auch auf die semantischen und pragmatischen Grundlagen einer Bedeutungsanalyse impliziert.
  • Wo immer sich die Empirische Sprachwissenschaft auf ältere Sprachstufen der Menschheit und die in ihnen überlieferten Textmaterialien bezieht, ist sie unmittelbar mit den geschichtswissenschaftlichen Disziplinen verzahnt, deren Grundlage derartige Textmaterialien bilden. Bei der Auswertung dieser Materialien (Urkunden, Inschriften, Handschriften etc.) ergeben sich dieselben Berührungspunkte wie mit den philologischen Disziplinen.
  • Als Wissenschaft, die sich mit natürlichen menschlichen Sprachen beschäftigt, berührt sich die Empirische Sprachwissenschaft eng mit anthropologischen und ethnologischen Disziplinen. Dies betrifft nicht nur den Gegenstand, die zu erforschenden Sprachen selbst, sondern auch die bei der Erschließung des sprachlichen Materials, insbesondere von unverschrifteten Sprachen, anzuwendenden Methoden der Feldforschung.
Ziele:

Mit der in alle Schwerpunkten und Ergänzungsbereiche integrierten Fremdsprachenausbildung sowie durch die gezielte Anwendung elektronischer Verfahren in unterschiedlichen Bereichen (z.B. der Phonetik) vermittelt der Bachelor-Studiengang Empirische Sprachwissenschaft in erheblichem Umfang Schlüsselkompetenzen, durch die sich den Studierenden nach dem Abschluss des Studiums eine Reihe von Tätigkeitsfeldern auch außerhalb der sprachwissenschaftlichen Forschung selbst eröffnen, insbesondere in der Außenwirtschaft (inkl. Kulturdienstleistungen und Tourismus), der Entwicklungshilfe (Wissens- und Technologietransfer), der Medienproduktion (Fernsehen, Rundfunk, Print-Medien, Online-Publishing, Video- und Filmproduktionen, Multimedia), der öffentlichen Verwaltung, Sozial- und Bildungsarbeit (Erwachsenenbildung, Förderprogramme für MigrantInnen), der Kulturarbeit (Verlags- und Büchereiwesen, Informations- und Content-Management, Museen, Archive, Bibliotheken, Dokumentationsstellen), der sachverständigen Begutachtung bei Gericht, der Sprechererkennung im kriminalistischen Bereich sowie der Sprachberatung in der Gesetzgebung (forensische Linguistik); darüber hinaus ergeben sich Tätigkeitsfelder z.B. in den Bereichen Informationstechnologie und Telekommunikation, die sprachliche Daten zugrundelegen (Computerlinguistik und automatische Spracherkennung bzw. -erzeugung). Durch die in einigen der Schwerpunktbereichen vorgesehenen Praktika können sich die Studierenden bereits während ihres Bachelorstudiums für eines der o.g. außeruniversitären Tätigkeitsfelder qualifizieren.

Bewerbung

Die Bewerbungs- und Zulassungsmodalitäten, z.B. ob es eine Zulassungsbeschränkung gibt; ob zum Wintersemester und Sommersemester aufgenommen wird; ob es eine Bewerbung direkt bei der Universität oder über die Zentrale Vergabe für Studienplätze in Dortmund (ZVS) gibt, sind den Bewerbungsunterlagen zu entnehmen, die ab Dezember (für ein Sommersemester) und Mai (für ein Wintersemester)

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Semesterbeitrag 264 Euro

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