Energieträger aus Biomasse und Abfällen

Brandenburgische Technische Universität Cottbus
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  • Master
  • Cottbus
  • Dauer:
    2 Jahre
Beschreibung

Der Studiengang "Energieträger aus Biomasse und Abfällen" konzentriert sich zwar auf ein recht spezielles technologisches Gebiet, die vermittelte Wissensbasis und die erworbenen Erfahrungen sind allerdings breit genug, um auch in angrenzenden Gebieten tätig zu sein.
Gerichtet an: Absolventen oder Absolventinnen mit einem Bachelor - Abschluss.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Cottbus
Konrad-Wachsmann-Allee 1, 03046, Brandenburg, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

- mindestens Bachelor-Abschluss oder Diplom (auch FH) der Fachrichtung oder höherwertiger Abschluss - Bestehen einer Eignungsfeststellungsprüfung (Diese kann bei Vorliegen einer Mindestnote des ersten Hochschulabschlusses erlassen werden.) Genaue Regelungen dazu: s. Studien- und Prüfungsordnung des jeweiligen Master-Studienganges.

Themenkreis

Die Intention

"Energie" ist (und bleibt vermutlich auch langfristig) ein zentrales Thema der Umwelt- und Wirtschaftspolitik. „Energie" beeinflusst jeden Bereich unseres täglichen Lebens, und „Energie" ist die Triebkraft der wirtschaftlichen Entwicklung.
Für die Erzeugung von Wärme und Elektroenergie sind bereits zahlreiche alternative Quellen bekannt und werden technisch und wirtschaftlich genutzt. Die vollständige Abkopplung der Wärme- und Elektroenergieerzeugung vom Verbrauch fossiler Ressourcen (Kohle, Erdöl, Erdgas) ist heute bereits möglich. Für die Sicherung der Mobilität (Kraftstoffe) und der verteilten Wärme/Elektroenergieerzeugung sind speicher- und transportierbare Energieträger auf der Basis von Kohlenwasserstoffen noch mindestens drei Jahrzehnte unverzichtbar, auch wenn batterie- und wasserstoffgetriebene Fahrzeuge offenbar bald zur Verfügung stehen. Für den Gütertransport auf der Straße sowie für den Flugverkehr gibt es jedoch noch keine echten Alternativen zu den fossilen Treibstoffen. Daher wird es notwendig sein, möglichst zahlreiche Quellen von Kohlenwasserstoffen, aber auch von Wasserstoff, für die Gewinnung von Energieträgern heranzuziehen. Zu solchen Quellen gehören auch die Biomasse und organische Abfallstoffe, deren gesamtenergetisches Potential noch nicht annähernd erschlossen ist. Aus der Analyse der Entwicklungen geht hervor, dass eine steigende Anzahl von biologischen und chemischen Verfahren untersucht bzw. entwickelt werden, um möglichst effektiv eine Wandlung von Biomasse und verschiedenen Abfallstoffen in eine breite Vielfalt von Energieträgern durchzuführen. Eines der wichtigsten Herausforderungen besteht darin, aus einer großen Vielfalt verschiedener und sich zeitlich ändernder Rohstoffe kontinuierlich einen Energieträger mit konstanten und den Standards des jeweiligen Anwendungsgebietes entsprechenden Eigenschaften bereitzustellen.
Mit der Erzeugung von Energieträgern aus Biomasse und Abfällen wird darüber hinaus ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz geleistet, denn die Nutzung (Verbrennung) von Energieträgern aus Biomasse ist grundsätzlich klimaneutral, denn es wird nicht mehr Kohlenstoff (meist als CO2) freigesetzt als bei der Photosynthese der Biomasse gebunden wird. Die Verwendung von anderen Abfällen ist zumindest ein Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz, da diese Abfälle hochwertig verwertet werden und nicht auf Deponien abgelagert oder einfach "nur" verbrannt werden.

Die Herstellung von Energieträgern aus Biomasse und kohlenwasserstoffhaltigen Abfällen jeglicher Art erfordert daher nicht nur tiefgehende technologische Kenntnisse, sondern auch die Fähigkeit der ökonomischen und ökologischen Bewertung sowie Kenntnisse im Genehmigungsmanagement und in der Betriebsführung.

Der Absolventin bzw. dem Absolventen dieses Master-Studiengangs stehen zahlreiche Arbeitsgebiete offen z. B. in der Forschung und Entwicklung, in der Planung, im Bau und Betrieb solcher Anlagen. Er/sie kann darüber hinaus in Behörden, Verwaltungen und Beratungsunternehmen, die sich mit alternativen Energien und Energiemanagement beschäftigen, eine anspruchsvolle Tätigkeit finden. Auch Tätigkeiten auf internationaler Ebene und in der Politik können zum Einsatzspektrum gehören.
Selbstverständlich qualifiziert der erfolgreiche Master-Abschluss auch für ein PhD-Studium, die Aufnahme in ein Doktorandenprogramm und für die Promotion an der BTU oder an jeder anderen Universität im In- und Ausland.

Studien- und Prüfungsordnung für den Studiengang "Energieträger aus Biomasse und Abfällen"

Die Struktur des Studiengangs

Der Studiengang umfasst Pflichtmodule und Wahlpflichtmodule. Zu den Pflichtmodulen gehören:

- Aufbereitungstechnik
- Biologische Verfahren der Biomasse und Abfallbehandlung
- Bioreaktionstechnik
- Prozess- und Anlagensicherheit
- Studienprojekt „Alternative Energieträger"
- Master-Arbeit.

Innerhalb der Wahlpflichtmodule werden mehrere Module angeboten, von denen sich die Studierenden eine bestimmte, durch die zu erwerbenden Kreditpunkte festgelegte Anzahl auswählen müssen. Die Module innerhalb der Wahlpflichtmodule können sich entsprechend des technologischen Fortschritts, des Erkenntniszuwachses und der Lehrangebote der BTU ändern. Insofern sind die folgenden Bezeichnungen als Themenkomplexe zu verstehen:

- Ressourcenmanagement
- Biotechnologie/Bioverfahrenstechnik
- Verfahrenstechnik
- Erzeugung alternativer Energieträger
- Planung, Wirtschaftlichkeit und Betrieb von Anlagen
- Andere Energieressourcen
- Integrationsfächer/fachübergreifendes Studium.

Durch die enge Kopplung zwischen Forschung und Lehre liegt gegenwärtig der Schwerpunkt des Studiengangs in der Gewinnung von Biogas aus Abfällen und solcher Biomasse, die nicht mit der Nahrungs- und Futtermittelgewinnung konkurriert. Die BTU kooperiert in der Forschung mit mehreren Unternehmen, die ein an der BTU entwickeltes Biogasverfahren in die Praxis überführen bzw. anwenden. Dadurch stehen nicht nur die Anlagen und Ausrüstungen der BTU zur Verfügung, sondern u. a. auch das von der GICON GmbH auf dem Gelände der Cottbus Wasser LWG GmbH & Co. KG betriebene Großtechnikum in Cottbus. Beide genannten Unternehmen fördern direkt diesen Studiengang. Die CEBra GmbH und die Fördergesellschaft Erneuerbare Energien verfügen über ein umfangreiches Netzwerk und unterstützen den Studiengang durch die Vermittlung von Dozenten/-innen und Kontakten zur Wirtschaft und wissenschaftlichen Einrichtungen. Somit ist von Anfang an eine gute Kombination der Vermittlung universitären Wissens und industriepraktischer Belange gegeben.

Organisatorisches

Die Immatrikulation in diesen nicht-konsekutiven Master-Studiengang erfolgt beim Nachweis eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses (mindestens Bachelor-Grad) in einem der Umwelt- oder Verfahrenstechnik nahen Studiengang (Mindestanforderungen: Mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen, Grundlagen der Wärme-, Impuls- und Stoffübertragung sowie des Maschinen- und Anlagenbaus, Grundlagen der Wirtschafts-, Rechts- und Sozial-wissenschaften) und nach einer erfolgreich absolvierten Eignungsfeststellungsprüfung. Bei überdurchschnittlichen Studienleistungen (Notendurchschnitt des qualifizierenden Abschlusses kleiner 2,3) kann der Prüfungsausschuss die Eignungsfeststellungsprüfung erlassen. Ein Vorpraktikum oder die Erfüllung anderer Bedingungen sind nicht erforderlich - Interesse, Enthusiasmus, Forscherdrang, Wissensdurst, aber auch Freude am Studieren und dem Studentenleben, sind natürlich vorausgesetzt!

Für den erfolgreichen Abschluss des Studiums müssen 120 Kreditpunke erworben werden. Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester. Durch den modularen Aufbau des Studiums kann sowohl zum Wintersemester als auch zum Sommersemester immatrikuliert werden.

Studienbeginn:
Sommer- und Wintersemester

Bewerbungsfrist:

- für das WS 01.06. - 31.08.

- für das SS: bis 15.01.