Energiewende, Emissionshandel, Klimaschutzgesetz - aktuelle Neuigkeiten und Entwicklungen

Bildungszentrum für die Entsorgungs- und Wasserwirtschaft gGmbH
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  • Seminar
  • Anfänger
  • Duisburg
  • Dauer:
    1 Tag
Beschreibung


Gerichtet an: Anlagenbetreiber, insbesondere diejenigen, die jetzt bereits oder zukünftig am Emissionszertifikatehandel teilnehmen / Unternehmens- bzw. Umweltberater zum Emissionszertifikatehandel / Energie- und Klimaschutzfachleute / Energiemanager / Behördenvertreter / sonstige interessierte Personen

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Duisburg
Dr.-Detlev-Karsten-Rohwedder-Straße 70, 47228, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
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Themenkreis

Die Energiewende und der Klimaschutz sind große Herausforderungen für die Wirtschaft und Industrie, bieten jedoch gleichzeitig auch bedeutende Chancen. Aktuell gibt es sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene vielfältige Entwicklungen, die es zu beobachten und zu nutzen gilt.

Mit den Beschlüssen des Bundeskabinetts vom 06.06.2011 hat die Bundesregierung auf die Ereignisse in Fukushima reagiert und die Grundlagen geschaffen, um die schon zuvor auf den Weg gebrachte Energiewende zu beschleunigen. Zentrale Elemente des Energiekonzepts der Bundesregierung sind die deutliche Steigerung der Energieeffizienz und der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien. Der Motor für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland ist das Erneuerbare
-Energien-Gesetz (EEG), dessen 3. Novelle zum 01.01.2012 vorzeitig in Kraft gesetzt wurde und an dessen Weiterentwicklung gearbeitet wird. Eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung erneuerbarer Energien ist der Ausbau der Strom-netze, der nun schnell vorangetrieben werden muss. Nach einem Szenario des Bundesumweltministeriums sind immerhin 380.000 zusätzliche Leitungskilometer verbunden mit Investitionen in Höhe von 27 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 erforderlich. Aufgrund der höheren Kosten für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und die Kosten für den Netzausbau werden sich die Wirtschaft und die privaten Verbraucher in den nächsten Jahren auf deutlich höhere Strompreise einstellen müssen.

Auf europäischer Ebene ist am 25.06.2009 das Klima- und Energiepaket der Europäischen Union in Kraft getreten. Kern des Pakets sind verbindliche Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zum Ausbau der erneuerbaren Energien innerhalb der EU. Ein wesentlicher Bestandteil des Klima- und Energiepakets der EU ist die Novelle der europäischen Emissionshandelsrichtlinie. Der Emissionshandel soll dazu beitragen die derzeitigen Treibhausgasemissionen der Kraftwerke und Industrieanlagen bis 2020 um 21 % im Vergleich zu 2005 zu senken. Wesentliche Neuregelungen um dieses Ziel zu erreichen sind u.a. eine Ausweitung des emissionshandelspflichtigen Bereiches, die Einführung einer EU-weit geltenden Obergrenze („EU-Cap“) und die Abschaffung der nationalen Allokationspläne, die Versteigerung als Grundprinzip und die 100 %-Versteigerung im Energiesektor. Die Mitgliedsstaaten mussten das Klima- und Energiepaket der EU mit eigenen Rechtsvorschriften umsetzen und ihre nationalen Systeme anpassen.

In Deutschland wurde dazu u.a. das Treibhausgasemissionshandelsgesetz (TEHG) geändert. Die 2. Novelle des TEHG`s vom 21.07.2011 betrifft insbesondere Regelungen:

  • zur Zuteilung und zum Zuteilungsverfahren,
  • zur Auktionierung,
  • zur Definition des Anwendungsbereichs,
  • zu Klarstellungen beim Monitoring und
  • zur Umsetzung der JI/CDM-Vorgaben.

Am 27.06.2012 wurde vom Landeskabinett in Nordrhein-Westfalen das erste Klimaschutzgesetz beschlossen und dem Landeskabinett zugeleitet. Erstmals in der Bundesrepublik werden mit dem NRW-Klimaschutzgesetz Minderungsziele für Treibhausgasemissionen in einem Gesetz festgelegt. Die Gesamtsumme der Treibhausgasemissionen in NRW soll bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 % und bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 % im Vergleich zu den Gesamtemissionen des Jahres 1990 verringert werden. Das neue Gesetz wird voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres verabschiedet werden. Mit der Erarbeitung eines Klimaschutzplans für NRW wurde bereits Ende August dieses Jahres begonnen.

Die Fachtagung bietet aktuellste Informationen und Diskussionen zu den augenblicklich sehr spannenden Themen Energiewende, Emissionshandel sowie Klimaschutzgesetz und Klimaschutzplan in Nordrhein-Westfalen. Der Veranstaltungsleiter und die Referent/-innen sind herausragende Fachleute, die selber an der Entwicklung der neuen Rechtsvorgaben mitarbeiten bzw. tagtäglich mit der Umsetzung befasst sind. Die Fachtagung wendet sich sowohl an Anlagenbetreiber, Verifizierer und Unternehmensberater als auch an die Vertreter/-innen der Genehmigungs- und Überwachungsbehörden.


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