Evangelische Religionslehre - Lehramt an Gymnasien

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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  • Bachelor
  • Kiel
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Ziel des Bachelorstudiengangs ist es, die Grundlagen für eine eigenständige theologische Urteilsbildung zu schaffen. Dazu gehört im Falle der Teildisziplinen Altes und Neues Testament die Vermittlung der Kenntnis der biblischen Texte ('Bibelkunde').

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Kiel
Leibnizstr. 4, D-24118, Schleswig-Holstein, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

*Lateinkenntnisse im Umfang des KMK-Latinums, nachzuweisen mit der Anmeldung zum Modul KG 1: Einführung in die Kirchengeschichte (studienplanmäßig im 3. Fachsemester) *Griechischkenntnisse im Umfang des KMK-Graecums, nachzuweisen mit der Anmeldung zum zweiten Teil des Moduls AT 2: Wissenschaftlich-theologisch verantworteter Umgang mit dem Alten Testament (studienplanmäßig im 4. Fachsemester) Persönliche Neigungen: Im Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit dem Profil Lehramt ist Freude an der Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen wichtig.

Themenkreis

Die evangelische Theologie versteht sich als methodische Auslegung der christlichen Tradition und der gegenwärtigen Glaubensgestaltung in reformatorischer Perspektive.
Das Studium vermittelt die theologische Kompetenz, die für die theologische Praxis in Kirche, Schule und anderen gesellschaftlichen Einrichtungen erforderlich ist. Grundlegend gehört dazu die Fähigkeit, die biblischen Texte des Alten und Neuen Testaments in ihrer ursprünglichen sprachlichen Gestalt lesen und in ihrem geschichtlichen, kulturellen und sozialen Kontext interpretieren zu können. Darüber hinaus gilt es, die Wirkungsgeschichte dieser Texte bis in die Gegenwart wahrzunehmen. Im Studium der Kirchengeschichte wird die Geschichte des Christentums, seiner Lehre und Frömmigkeit, seiner Institutionen und Gemeinschaftsformen im jeweiligen historischen und kulturellen Zusammenhang untersucht.

Da der christliche Glaube ein bestimmtes Wirklichkeitsverständnis beinhaltet, erörtert die Systematische Theologie den Anspruch auf Wahrheit und die gegenwärtige Relevanz des christlichen Glaubens im Dialog mit den anderen Wissenschaften. Sie diskutiert die Grundfragen christlicher Handlungsorientierung in den unterschiedlichen Handlungsfeldern des gesellschaftlichen Lebens und trägt so zur Formierung eines Wertbewusstseins bei, das sich z. B. in medizinischer oder politischer Ethik konkretisiert. In der Praktischen Theologie wird die alle theologische Fächer prägende Beziehung der Theologie zur Praxis des christlichen Glaubens in Kirche und Gesellschaft ausdrücklich in den Vordergrund gestellt: Die Kommunikationsformen des christlichen Glaubens in der Kirche, die Bildungstheorie des Christentums und die Gestaltung kirchlicher Organisation werden im engen Kontakt mit humanwissenschaftlichen Nachbardisziplinen untersucht.

Auf dieser Basis werden in der Folge die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Methoden vermittelt, die es ermöglichen, die Texte in ihrem geschichtlichen, kulturellen und sozialen Kontext interpretieren zu können. In der Kirchengeschichte geht es um die Vermittlung von Grundkenntnissen über die Geschichte des Christentums, seiner Institutionen und Gemeinschaftsformen. Im Bereich der Systematischen Theologie, in dem es letztlich darum geht, die gegenwärtige Relevanz des christlichen Glaubens im Dialog mit der Philosophie sowie mit den Natur- und Kulturwissenschaften argumentativ vertreten zu können, werden Grundkenntnisse bezüglich der aktuellen Lehre der Evangelischen Kirche vermittelt (Dogmatik), was nicht ohne einen Blick in die Geschichte der Lehrentscheidungen seit den ersten Konzilien der Christenheit möglich ist (Theologiegeschichte). Darüber hinaus geht es um die Vermittlung von philosophischem bzw. methodischem Basiswissen, das es ermöglicht, Fragen christlicher Handlungsorientierung in den unterschiedlichen Handlungsfeldern des individuellen wie gesellschaftlichen Lebens zu diskutieren (Ethik). Im Falle der Praktischen Theologie gibt es Querverbindungen zum Professionalisierungsbereich Lehramt (Fachdidaktik). Darüber hinaus geht es um die Reflexion der Praxis des christlichen Glaubens in Kirche und Gesellschaft, um Grundfragen der Religionspädagogik und um Anleitung zur Nutzung moderner Kommunikationsmittel im Kontext religiöser Erziehung.
Die Studienziele beziehen sich – unbeschadet der Einbettung beider Studiengänge in ein Zwei-Fächer-Bachelorstudium – auf das Fach Theologie in seiner vollen Breite.

Besonderes Profil

  • Interdisziplinäre Einführungsveranstaltung im ersten Semester (obligatorisch)
  • Studium der Biblischen und Kirchlichen Archäologie möglich

Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder

Der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit dem „Profil Lehramt“ dient in erster Linie der fachlichen Ausbildung zu künftigen Lehrerinnen und Lehrern an Gymnasien.
Der Studiengang vermittelt indes auch allgemeine methodische und inhaltliche Kompetenzen, die im sonstigen Bildungsbereich, im Bereich des Verlagswesens, der Medien und des allgemeinen Kulturbetriebs gefragt sind. Absolventen des Bachelorstudiengangs können, sofern sie Hebräisch nachlernen und/oder die erforderliche Prüfung in Biblisch Hebräisch (Hebraicum) nachweisen, in den Pfarramts- bzw. Diplomstudiengang Theologie wechseln und dort das Hauptstudium absolvieren.

Praktika

a) Erste Theologische Prüfung:

Während des Studiums ist ein mindestens 4-wöchiges qualifiziert begleitetes Berufspraktikum abzuleisten.

Persönliche Neigungen

Im Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang mit dem Profil Lehramt ist Freude an der Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen wichtig.

In den ersten Semestern konzentriert sich das Studium insgesamt auf Kerninhalte und Kernkompetenzen des Faches, d.h. auch und vor allem seiner Teilfächer. In den folgenden Semestern werden diese vertieft und erweitert. Jeder Disziplin ist von daher ein Basismodul und ein Aufbaumodul zugeordnet. Die Studieninhalte und -kompetenzen werden nach Möglichkeit sukzessive nach dem verschiedenen Komplexitätsgrad vermittelt; daher sind z.B. die Proseminare im Alten und Neuen Testament, die auf einen eigenständigen Umgang mit altsprachlichen Texten zielen und die überdies bibelkundliche Kenntnisse voraussetzen, im 4. und 5. Semester verortet.

Durch die Modulprüfung wird festgestellt, ob die oder der Studierende die Lernziele eines Moduls erreicht hat. Die Modulprüfungen finden studienbegleitend statt und können aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen bestehen. Die Art und Zahl der zu erbringenden Prüfungsleistungen richten sich nach der Fachprüfungsordnung.

Die Bachelorprüfung ist bestanden, wenn alle nach der Fachprüfungsordnung erforderlichen Modulprüfungen und die Arbeit – in dem einen oder in einem der zwei studierten Studienfächer – bestanden und damit die erforderliche Anzahl von Leistungspunkten erworben wurde.

Die Regelstudienzeit für den Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang Evangelische Religionslehre beträgt 6 Semester.

Das Erweiterungsfach Evangelische Religionslehre ist nur zum Wintersemester möglich.

Der Bachelorstudiengang Evangelische Religionslehre ist nicht zulassungsbeschränkt.

Für ohne Zulassungsbeschränkungen findet kein Auswahlverfahren statt; damit erübrigt sich eine vorherige Anmeldung oder Bewerbung.

Ab dem 01. August 2009 können Sie ( unter www.uni-kiel.de/qiszul ) die für die Einschreibung erforderlichen Daten eingeben und online an das Studierendensekretariat senden.



Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Zurzeit werden keine Studiengebühren an der CAU Kiel erhoben. Der Semesterbeitrag beträgt im Wintersemester 2009/10: 102,00 €.

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