Filmforum - "Pour le merite" - ein Vorbehaltsfilm

VHS Würzburg
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Beschreibung

Aktuelles, das in der Zeitung steht, diskutiert wird zu hinterfragen, politische Streitpunkte, kommunale Ereignisse oder Gedenktage aufzugreifen und zu durchleuchten, ist unser Ziel im Programmbereich Gesellschaft. Aktuelles, heute als NEWS behandelt, ist oft nur noch für wenige Tage ein paar Schlagzeilen wert. "Infotainment" hat in den Medien nur noch 90 Sekunden Raum. Die vhs dagegen will Hintergründe aufspüren, Zusammenhänge erklären, Fachleute zu Wort kommen lassen, Raum zur Diskussion geben und zur eigenen Meinung herausfordern.

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Würzburg
Münzstraße 1, 97070, Bayern, Deutschland
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Film

Themenkreis



In der Reihe "Nazi-Propaganda-Filme" sind Filme zu sehen, die heute aufgrund ihres rassistischen, antisemitischen, militaristischen oder volksverhetzenden Inhalts nicht der Öffentlichkeit freigegeben sind.

Deutschland 1938; Regie: Karl Ritter

Der Orden Pour le Mérite (französisch „Für das Verdienst“) wurde durch König Friedrich II. gestiftet und war die höchste Tapferkeitsauszeichnung, die im Königreich Preußen vergeben werden konnten. POUR LE MÉRITE ist ein von der nationalsozialistischen Regierung in Auftrag gegebener Propagandafilm, der den Frieden von Versailles diffamiert und die Ursprünge des Nationalsozialismus aufzuzeigen versucht. Die illegale Aufrüstung wird glorifiziert und triumphierend gezeigt, wie Vertreter des alten Heeres parlamentarische Kontrollausschüsse an der Nase herumführen. Karl Ritter war einer der wichtigsten Filmemacher des NS-Regimes. Unter seiner Regie entstanden viele Filme, die die Ideologie des Dritten Reichs mehr oder weniger explizit transportierten. POUR LE MÉRITE erhielt als erster Film das Prädikat „jugendwert“ und wurde außerdem als „staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll“ geführt. Der Film kolportiert die „Dolchstoßlegende“, verherrlicht die Wehrmacht und wendet sich gegen Demokratie. Vorbild für die Hauptfigur, ein Ordensträger des Pour le Mérite, ist der deutsche Jagdflieger Freiherr von Richthofen, der für seine Verdienste im Ersten Weltkrieg als Roter Baron gefeiert wurde. Ritters Film ist ein Loblied auf die deutschen Jagdflieger und demonstriert an ihnen den vermeintlichen Ursprung des Nationalsozialismus. Mit seiner beabsichtigten Wirkungsweise zählt er als „Kriegserziehungsfilm“. Von den Alliierten wurde der Film 1945 als Verbotsfilm klassifiziert. Die Einführung und Diskussion übernimmt Herbert Heinzelmann, Medienjournalist aus Nürnberg. Es finden zwei Aufführungen um 16:00 Uhr und um 19:15 Uhr statt.

Anmeldung zum Film ist unter der Telefonnummer 09382/8245 – Walter Stock – erforderlich. Nur in diesem Rahmen ist die Aufführung durch den Lizenzinhaber Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und dem Gesetzgeber gestattet.




Kurstermine
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Datum
Uhrzeit




1.
Di., 15.03.2016
16:00–17:30 Uhr


2.
Di., 15.03.2016
19:00–20:30 Uhr