Flüchtlingskrise und Willkommenskultur - "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen"?

VHS Essen
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Angesichts der seit August 2015 ausgerufenen »Flüchtlingskrise« herrscht in Deutschland helle Aufregung: Politiker und Parteien streiten über den künftigen Umgang mit der unerwünschten Zuwanderung. Und die Bundesbürger/innen tun ihr Bestes, um ihr Land in dieser schwierigen Lage zu unterstützen. Die einen schnüren Willkommenspakete und begrüßen »Refugees« klatschend an Bahnhöfen, die anderen sagen »Nein zum Heim« oder zünden letztere gleich an. Bei so viel patriotischem Tatendrang erscheinen Fragen nach den globalen Fluchtursachen, den Zielen der europäischen Flüchtlingspolitik und den Gründen für ihr offizielles
»Scheitern« (A. Merkel) eher nebensächlich. Völlig ungeklärt bleiben die Gründe für die neue deutsche Flüchtlingspolitik der Bundesregierung und ihre widersprüchliche Willkommenskultur. Im Vortrag werden verschiedene Aspekte der aktuellen "Flüchtlingskrise" behandelt: Bedingungen der Grenzüberschreitungen, Theorie und Praxis der europäischen Flüchtlingspolitik sowie Möglichkeiten eines zukünftigen Einwanderungssystems.
Der Referent ist Hochschullehrer für Migrationspolitik an der Evangelischen Fachhochschule Bochum.

Weitere Veranstaltungen der Reihe, jeweils dienstags in der VHS Essen:
26.01.2016, 19.00 Uhr, Olaf Bernau: Strukturelle Hintergründe von Flucht und Migration aus Afrika (152.1A041F)
02.02.2016, 19.00 Uhr, Max Brym: Fluchtursachen in den Balkan-Staaten (152.1A042F)
09.02.2016, 19.00 Uhr, Dr. Oliver M. Piecha: Die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten: Warum gerade jetzt? (152.1A043F)

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Was lernen Sie in diesem Kurs?

Deutschland

Themenkreis

DEUTSCHLAND UND DIE FLÜCHTLINGE -
FLUCHTURSACHEN IM FOKUS
Angesichts der seit August 2015 ausgerufenen »Flüchtlingskrise« herrscht in Deutschland und Europa helle Aufregung: Politiker und Parteien streiten über den künftigen Umgang mit der (un-)erwünschten Zuwanderung. Die Forderungen reichen von restriktiven Einwanderungsstopps mit Obergrenzen bis hin zum grenzoffenen "Refugees welcome", eingerahmt vom Ausspruch Angela Merkels: "Wir schaffen das!"
Aber auch die Bundeskanzlerin spricht inzwischen von "spürbarer Reduzierung der Flüchtlingszahlen" und verweist auf die Notwendigkeit, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Aber hängen diese nur am verheerenden Wirken des "Islamischen Staates" in Syrien und im Irak, was tausende Bewohner dieser Staaten in die Flucht treibt? Oder müssen wir unseren Blick nicht auch auf andere Regionen der Welt richten: auf Afrika, auf die Balkan-Staaten und auf die wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen, religiösen Rahmenbedingungen, die immer mehr Menschen dazu treiben, ihre geliebte Heimat zu verlassen und zu Flüchtlingen zu werden.
Volkshochschule Essen, Antifa Essen Z, ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen und AStA der Universität Duisburg/Essen präsentieren eine vierteilige Reihe von Expertenveranstaltungen, die die Ursachen der aktuellen Flüchtlingssituation in den Fokus nimmt. Die vier Veranstaltungen finden dienstags vom 19. Januar bis 9. Februar 2016, jeweils ab 19.00 Uhr, in der VHS Essen statt.

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