Gesundheit und Ernährung

Universität Flensburg
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Wichtige informationen

  • Bachelor
  • Flensburg
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnissen über die Ursachen der heute vorherrschenden Krankheiten, über die psychischen und sozialen Bedingungen von Gesundheit sowie die psychosozialen Determinanten des Verlaufs von Krankheiten.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

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Flensburg
Auf Dem Campus 1, 24943, Schleswig-Holstein, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife (Abitur) oder entsprechende fachgebundene Hochschulreife.

Themenkreis

Gegenstand, Methoden, Inhalte des Fachs

Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit gesundheitswissenschaftlichen Erkenntnissen über die Ursachen der heute vorherrschenden Krankheiten, über die psychischen und sozialen Bedingungen von Gesundheit sowie die psychosozialen Determinanten des Verlaufs von Krankheiten. Diese stehen in engem Zusammenhang mit riskanten Verhaltens- und Lebensweisen sowie mit gesundheitsgefährdenden Arbeits- und Lebensbedingungen. In 6 interdisziplinär ausgerichteten Modulen werden zentrale Theorien, Modelle und Erkenntnisse der Gesundheits-, Ernährungs- und Haushaltswissenschaften sowie pädagogische und psychologische Handlungskompetenzen erworben.

Mögliche außerschulische Berufsfelder

  • Gesundheitsberatung
  • Ernährungsberatung
  • Prävention und Gesundheitsförderung in pädagogischen Feldern (Schule, Erwachsenenbildung)
  • Betrieben
  • kommunalen Einrichtungen und in der Rehabilitation

Empfohlene Kenntnisse

Selbstreflexive Haltung zur eigenen Gesundheit; gute Fremdsprachenkenntnisse (Englisch); ausgeprägte soziale Kompetenzen.

Von den derzeit wichtigen Studien zur Analyse der Entwicklung von Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) in reichen Ländern untersucht die Kieler Studie seit 1996 in einer Längsschnitt- und drei Querschnittuntersuchungen die Gewichtsentwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Erste Zwischenergebnisse zeigen deutlich:

  • Zurückgehend auf Daten von 1978 sind heute 23 Prozent der 5-bis 7-jährigen Kinder und 40 Prozent der 11-Jährigen übergewichtig.
  • Diese Kinder finden sich häufiger in Familien mit übergewichtigen Eltern, geringem Einkommen und niedrigem Sozialstatus (ermittelt aufgrund der Schulabschlüsse der Eltern).
  • Dicke Kinder bewegen sich nicht gerne.
  • Kinder aus den genannten Familien mit geringem Interesse an körperlichen Aktivitäten verbringen mehr inaktive Zeiten mit Fernsehen, Videos und Computern ("Medienzeiten"). Dabei scheinen sie spezielle Essgewohnheiten zu entwickeln: Snacking von Süßigkeiten und fetthaltigen Knabbereien, süßen Getränken, fetten, preisgünstigen Wurstwaren.

Jenseits dieser Hinweise zeigt die Kieler Studie keine generellen Bezüge zwischen der Nahrungsqualität und Adipositas.

Die Kieler Adipositaspräventionsstudie begnügt sich nicht mit der Datenerhebung, sie sucht auch nach Wegen einer niederschwelligen Intervention und orientiert sich dabei an den beiden Settings Familie und Schule. Erste Zwischenergebnisse lassen Erfolge einer schulischen Intervention erkennen, die Inzidenzrate ist bei der zweiten Querschnittsuntersuchung leicht gesunken. Der gewählte Weg über die Familien scheint hingegen weniger hoffnungsvoll: Nicht mehr als 20 Prozent der Familien mit adipösen Kindern erklärten überhaupt ihre Bereitschaft zur Mitarbeit im Kampf gegen das Übergewicht ihrer Kinder. Beratungsangebote hatten jedoch in diesen Familien keinen positiven Effekt auf die Gewichtsentwicklung der Kinder.

Kinder lernen verschiedene Ess- und Ernährungsstile in den sie prägenden sozialen Settings. Ausgehend von den Primärerfahrungen in Familien sind Institutionen der Erziehung und Bildung bestimmend, neben Personen und Gleichaltrigengruppen (Peers), zu denen Beziehungen aufgebaut werden und von denen Einflussnahmen akzeptiert werden. Wenn aus dicken Kindern dicke Erwachsene werden können, stehen wir angesichts einer adipogenen Umwelt in reichen Ländern (Zusammenstellung 2) vor Herausforderungen nie geahnten Ausmaßes, so dass Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) feststellen: "Adipositas beginnend im Kindesalter ist das drängendste Gesundheitsproblem in reichen Ländern." Angesichts der steigenden Therapieresistenz mit zunehmendem Alter richtet sich die Herausforderung an eine frühzeitig beginnende und kontinuierliche Ernährungsbildung bzw. Primärprävention, mit dem Ziel, Essen zu lernen. In einer adipogenen Umwelt schlank, beweglich und gesund zu bleiben, trifft mitten ins Zentrum der Auswirkungen von sozialer Ungleichheit.

Studienbeginn

Nur im Wintersemester

Regelstudienzeit

6 Semester

Bewerbungsfrist für Wintersemester: 15.07.

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Semesterbeitrag 83 Euro pro semester.

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