Gesundheitsmanagement

Hochschule Fulda
In Fulda

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  • Bachelor
  • Fulda
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Der Bachelor-Studiengang Gesundheitsmanagement qualifiziert Personen, die eine Ausbildung im Gesundheitsbereich abgeschlossen haben, für eine Tätigkeit im Management der Gesundheitsversorgung oder in der settingsbezogenen Gesundheitsförderung. Auf eine bevölkerungsbezogene Perspektive wird Wert gelegt. Grundidee ist, fachlich anschlussfähige Studienmöglichkeiten für alle Gesundheitsberufe zu schaffen.
Gerichtet an: Bewerberinnen und Bewerber mit einer 3-j#hrigen Ausbildung in einem Gesundheitsberuf.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Fulda
Marquardstrasse 35, 36039, Hessen, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Zulassungsvoraussetzungen sind 1. Hochschulreife, Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife oder Meisterprüfung und 2. eine abgeschlossene dreijährige Ausbildung in einem humanbezogenem Gesundheitsfachberuf nach Bundesgesetz oder kaufmännischem Gesundheitsberuf nach Berufsbildungsgesetz oder einer vergleichbaren Ausbildung. Dauert die Ausbildung zwei bzw. zweieinhalb Jahre, ist zusätzlich Berufserfahrung von zwei bzw. einem Jahr nachzuweisen. Dauert die Ausbildung offiziell drei Jahre sind die Zugangsvoraussetzungen auch dann erfüllt, wenn die Ausbildung individuell...

Themenkreis

Studiengang Gesundheitsmanagement

Arzthelferinnen, Physiotherapeuten, Pflegende, Sozialversicherungsfachangestellte und Gesundheitskaufleute können sich hier gemeinsam für Managementaufgaben in der Gesundheitsversorgung oder der Gesundheitsförderung fit machen!

Nicht-medizinische Gesundheitsberufe haben in Deutschland noch wenig Möglichkeiten, sich fachspezifisch wissenschaftlich zu qualifizieren. Der Studiengang Gesundheitsmanagement der Hochschule Fulda will gezielt Beschäftigte in Gesundheitsberufen für Managementaufgaben qualifizieren und baut auf den vorhandenen beruflichen Kompetenzen auf. Eine interdisziplinäre Zusammensetzung der Gruppe der Studierenden ist gewünscht, da eine optimierte Kooperation unterschiedlicher Berufsgruppen bereits während des Studiums erprobt werden soll. Dafür ist es gut, die Sichtweisen anderer kennen und wertschätzen zu lernen.

Pro Studienjahr stehen im Studiengang Gesundheitsmanagement etwa 40 Studienplätze zur Verfügung. Der Studiengang Gesundheitsmanagement wird in enger Zusammenarbeit mit dem Studiengang Pflegemanagement durchgeführt. Einige Module werden gemeinsam absolviert, andere in getrennten Gruppen, aber mit den gleichen Zielen und einige fachspezifisch.
Gesundheitsmanagement

Gesundheitsmanagement ist mehr als nur eine wirtschaftliche Verwaltung von Einrichtungen, mehr als nur die Anwendung von BWL-Kenntnissen im Gesundheitsbereich. Gesundheitsmanagement ist ein systematisches, wissenschaftlich fundiertes Vorgehen in der Konzeption, Umsetzung und Auswertung von Gestaltungsaufgaben in der Gesundheitsversorgung (Health Care Management) einerseits und der Gesundheitsförderung (Health Promotion) andererseits. Für beides ist wichtig, auch eine bevölkerungsbezogene Perspektive entwicklen zu können. Wenn eine patientenzentrierte, partizipative und ressourcenfördernde Versorgung im Vordergrund steht, die zugleich ökonomisch sinnvoll und verantwortbar ist, gibt es zwischen beiden Aufgabenbereichen hohe Überschneidungen in den benötigten Kompetenzen. Erforderlich ist z.B.

  • Kooperations-, Koordinations- und Kommunikationsfähigkeit
  • gute interdisziplinäre gesundheitswissenschaftliche Kenntnisse
  • Fähigkeit, Forschungsmethoden korrekt und zugleich pragmatisch anzuwenden
  • Kompetenz, systematisch und projektorientiert vorzugehen
  • Fähigkeit, ökonomisch zu denken und zu handeln
  • Fähigkeit, Arbeitsprozesse auch gesundheitsförderlich zu gestalten und Personal verantwortlich zu leiten.

International setzt diese Qualifikation häufig auf einen ersten akademischen Abschluss (Bachelor) auf, der mit der Ausübung eines Gesundheitsberufes verbunden ist. Eine Erstqualifikation in einem in Deutschland nicht akademischen Gesundheitsberuf wird deshalb vorausgesetzt.

National qualifizieren ähnlich lautende Studiengänge häufig entweder nur für ökonomische Aufgabenfelder oder nur für Tätigkeiten in der Gesundheitsförderung bzw. Gesundheitskommunikation.


Neue Module: Soziale Ungleichheit und Versorgungskonzepte

Gemeinsam Lösungsstrategien für Versorgungsprobleme erarbeiten

Soziale Ungleichheit von Gesundheitschancen

Die soziale ungleiche Verteilung von Gesundheitschancen ist ein zentrales Thema von Public Health, die zudem exemplarisch widersprüchliche Zusammenhänge zwischen Gesundheit und Gesellschaft aufzeigt. In dem Modul lernen Studierende, soziale Ungleichheit von Gesundheitschancen sekundärdatenanalytisch zu differenzieren und soziologische bzw. gesundheitssoziologische Theorien zu ihrer Erklärung zu verstehen sowie Interventionsstrategien daraus abzuleiten. Das Modell der Salutogenese wird als ein mögliches integrierendes Modell diskutiert, aus dem Interventionsstrategien abgeleitet werden können.

Versorgungskonzepte im nationalen und internationalen Kontext

Das Konzept von Über-, Unter- und Fehlversorgung wird auf konkrete Beispiele in der gesundheitlichen Versorgung angewandt, Ursachen für Versorgungsdefizite werden identifiziert und Strategien für die Überwindung dieser Versorgungsdefizite bewertet. Die Sammlung, Bewertung und Interpretation von Informationen über Versorgungskonzepten in Deutschland sowie die wissenschaftlich fundierte Bewertung der Übertragbarkeit international angewendeter Versorgungskonzepte auf den deutschen Versorgungskontext im internationalen Vergleich dient der Ausbildung von Kompetenzen, die Prozesse zur Steuerung neuer Versorgungsformen mitgestalten zu können und Positionen zur Relavanz neuer Versorgungskozepte argumentativ zu verteidigen.

In der Sprache des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) lassen sich die Kompetenzen, die vermittelt werden, so umschreiben:

Kenntnisse (Theorie- und Faktenwissen)

Fortgeschrittene Kenntnisse im Managementwissen von Gesundheitsförderungsprozessen sowie von Prozessen der Sicherstellung der Gesundheitsversorgung unter Einsatz eines kritisches Verständnisses von wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen, gesundheitswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Theorien und Erkenntnissen, sowie ökonomischen, sozialen, wissenschaftlichen und ethischen Grundsätzen.

Fertigkeiten (kognitiv und praktisch)

Systematische, methodische Fertigkeiten, sowie reflexive und kommunikative Fertigkeiten, die angemessene Innovationen unterstützen und zur Lösung komplexer und nicht vorhersehbarer Probleme in der Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung nötig sind.

Kompetenz (Übernahme von Verantwortung)

Leitung komplexer beruflicher Tätigkeiten oder Projekte der Gesundheitsversorgung oder der Gesundheitsförderung.

Übernahme von Entscheidungsverantwortung in den nicht vorhersehbaren Arbeitskontexten der Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung auf der Ebene von Abteilungen und kleineren Unternehmen.
Übernahme der Verantwortung für die berufliche Entwicklung von Teams und Einzelpersonen.

Zulassungsvoraussetzungen

verkürzt werden konnte.

Gemeint sind z.B. folgende Berufsgruppen

  • medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte
  • diagnostisch-technische Gesundheitsberufe wie z.B. MTA Labor, MTA Röntgen, MTA Funktionsdiagnostik
  • therapeutisch-rehabilitative Gesundheitsberufe wie z.B. Physiotherapeut/innen, Ergotherapeut/innen, Logopäd/innen, Orthoptist/innen, Diätassistent/innen, Rettungsassistent/innen, Podolog/innen
  • Pflegeberufe wie Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege, Altenpflege oder Heilerziehungspflege oder Hebammen
  • Gesundheitskaufmann/Gesundheitskauffrau oder Sozialversicherungsfachangestellte
  • technische Berufe des Gesundheitswesens wie z.B. Zahntechniker/in oder Orthopädiemechaniker/in

Der Nachweis der Berufsausbildung entfällt, wenn bereits ein gesundheitsrelevantes Studium abgeschlossen wurde und mit der Bewerbung für den Studiengang Gesundheitsmanagement ein Zweitstudium angestrebt wird.

Nicht geregelte Berufe wie z.B. Heilpraktiker/in entsprechen den Zulassungsvoraussetzungen nicht.

Wer eine Berufsausbildung außerhalb des Gesundheitsbereichs abgeschlossen hat, aber über langjährige Berufserfahrung im Gesundheitswesen verfügt, kann dies als äquivalente Voraussetzung anerkennen lassen.

Zusätzliche Informationen

Weitere Angaben:

Bewerbungsschluss ist der 15. Juli des jeweiligen Jahres zum Wintersemeste. Der Studiengang beginnt jeweils zum Wintersemester (1. September).


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