Haftungsrecht für Ingenieure im Eisenbahnbau

Technische Akademie Wuppertal
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  • Seminar
  • Berlin
  • Dauer:
    1 Tag
Beschreibung

Zum Seminar Haftungsrecht für Ingenieure im Eisenbahnbau
Im Eisenbahnbau tätige Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung. Fehler bei der Planung und Ausführung können erhebliche Schäden anrichten. Um dies zu vermeiden oder zumindest einzuschränken, muss der Ingenieur seine vertraglichen und gesetzlichen Pflichten kennen und diese in seinem jeweiligen Tätigkeitsfeld beachten. Ausgehend von einem Fallbeispiel werden zunächst die Ansprüche des Auftraggebers bei Mängeln und Mangel­folgeschäden erörtert. Sodann geht es um die Ansprüche von Dritten, wenn diese wegen Verletzung von Verkehrssicherungspflichten zu Schaden kommen. Schließlich wird die strafrechtliche Haftung erörtert, wenn der Ingenieur durch fahrlässige Missachtung der Regeln der Technik strafrechtlich geschützte Rechtsgüter verletzt. Anlässlich der Prüfung der o.a Haftungstatbestände werden alle einschlägigen eisenbahnrechtlichen Vorschriften und Gerichtsentscheidungen praxisnah besprochen. Auch wird erläutert, was unter Mängeln, Mangelfolgeschäden und den "anerkannten Regeln der Technik" im Eisenbahnbau zu verstehen ist.

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auf Anfrage
Berlin
Leipziger Straße 106 - 111, 10117, Berlin, Deutschland
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Themenkreis

Seminarinhalt: Haftungsrecht für Ingenieure im Eisenbahnbau

  1. Fallbeispiel
    • Havarie eines Zuges aufgrund der unzureichenden Statik eines Bahndammes, was erhebliche Sach- und Personenschäden auslöst
  2. Beteiligte und deren Verantwortlichkeiten aus den eisenbahnrechtlichen Vorschriften
    • Eisenbahninfrastrukturunternehmen
    • ausführendes Unternehmen
    • Bauvorlageberechtigter (BVB)
    • Bauüberwacher Bahn (BÜB)
    • Prüfer für bautechnische Nachweise
    • Inbetriebnahmeverantwortlicher (IBV)
    • Eisenbahnbundesamt (EBA)
    • vom EBA eingesetzte Prüfer
  3. Ansprüche des Auftraggebers aus Vertrag
    • Mängelgewährleistung
    • Abweichung von anerkannten Regeln der Technik
    • Schadensersatzansprüche wegen Schlechterfüllung der vertraglichen Pflichten
    • Haftungsbeschränkung durch Amtshaftung?
    • Gesamtschuldnerische Haftung
    • Verjährung der Ansprüche
    • Möglichkeiten der vertraglichen Haftungsbeschränkung
  4. Ansprüche geschädigter Dritte
    • Vorab: Haftungsadressaten und Versicherung
    • Ansprüche aus § 823 Abs. 1 und Abs. 2 BGB (deliktische Haftung)
    • Verletzung von Verkehrssicherungspflichten
    • Amtspflichtverletzung (§ 839 BGB i. V. m. Artikel 34 GG)
    • Verjährung
  5. Strafrechtliche Haftung
    • Gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr (§ 315 StGB)
    • Baugefährdung (§ 319 StGB)
    • Fahrlässige Körperverletzung/Tötung
    • Vergehen durch Unterlassen/Verjährung

Zusätzliche Informationen

Info:

Mitglieder des Verbands Deutscher Eisenbahn-Ingenieure
e. V. (VDEI) und Deutscher Verkehrsunternehmen e.V. (VDV) erhalten gegen Vorlage einer Mitgliedsbescheinigung eine Ermäßigung von 10% auf die Seminargebühr.


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