Judaistik

Johann Wolfgang Goethe-Universität
In Frankfurt Am Main

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  • Master
  • Frankfurt am main
  • Dauer:
    2 Jahre
Beschreibung

Ziel des Masterstudiengangs Im Masterstudiengang Judaistik werden die im Bachelorstudiengang erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten mit wissenschaftlicher Zielsetzung erweitert, vertieft und professionalisiert. Das Studium der Judaistik in der Masterphase führt an den aktuellen Stand der judaistischen Forschung heran und vermittelt den Studierenden die erforderlichen Fachkenntnisse und methodischen Kompetenzen, um aktiv an der Forschungsdiskussion teilnehmen und eine den jeweiligen spezifischen Interessen entsprechende Schwerpunktsetzung vornehmen zu können.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
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Frankfurt Am Main
Senckenberganlage 31, 60325, Hessen, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Fremdsprachenkenntnisse Englisch Die Zulassung zum Masterstudiengang Judaistik ist beim Prüfungsausschuss zu beantragen. Sie setzt den erfolgreichen Abschluss mit der Mindestnote 3,5 des Bachelorstudiengangs Judaistik oder eines verwandten Bachelorstudiengangs einer Universität oder wissenschaftlichen Hochschule oder eines vom Prüfungsausschuss als gleichwertig anerkannten akademischen Abschlusses voraus.

Themenkreis

Gegenstand des Faches Judaistik ist prinzipiell das Judentum in seiner gesamten kulturellen Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart, konkret in seinen vielfältigen geschichtlich gewordenen Erscheinungsformen, seinen Kontinuitäten und Wandlungen (einschließlich seiner Verflechtungen mit anderen Kulturen) in den verschiedenen Epochen und geographischen Räumen einer mehrtausendjährigen Entwicklung. Aufgrund seiner vielfältigen sprachlichen, geographischen, historischen, religiösen und sozialen Bezüge umfasst es verschiedenste wissenschaftliche Disziplinen (z.B. Geschichtswissenschaft, Literaturwissenschaft, Philosophie und Rechtsgeschichte), wie dies treffend in der hebräischen Bezeichnung "Wissenschaften des Judentums" (Hebräische Universität Jerusalem) zum Ausdruck kommt. Entsprechend interdisziplinär ist das Fach schon von seinem Ansatz her.
In idealtypischer Breite umfasst das Spektrum der Fach-Gegenstände daher die Sprachen der Juden ebenso wie ihre – im weitesten Sinne – Literaturen in den diversen Sprachen, Religionsgeschichte und Philosophie ebenso wie Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte, Musik und Film, Ethnologie und Soziologie.
Um bei dem skizzierten Umfang die Studierbarkeit des Faches zu gewährleisten, muss sich das Studium zunächst auf einige wesentliche Bereiche konzentrieren. Da Judentum bis in die Gegenwart wesentlich durch das rabbinische Judentum der Antike und des Frühen Mittelalters geprägt wurde und auch das sog. säkulare Judentum der Moderne immer stärker an deren Traditionen und Werten anknüpft und sich diese anzuverwandeln sucht, ist die Kenntnis dieser Epoche von grundlegender Bedeutung. Um den Studierenden den Erwerb einer schwerpunktmäßigen Kompetenz zu ermöglichen und somit die Voraussetzungen für je eigene Spezialisierung zu schaffen, soll das Studium der Judaistik darüber hinaus in weitere Aspekte des Judentums einführen. Einen wesentlichen Bezugspunkt bilden dabei auch das moderne und das zeitgenössische Judentum.
Besonderer Nachdruck gilt in Frankfurt der rabbinischen Hermeneutik in ihren unterschiedlichen Ausprägungen, verschiedenen Bereichen jüdischer Mystik, diversen Aspekten jüdischen Selbst-, Traditions- und Geschichtsverständnisses, insbesondere im Spannungsfeld von Historiographie und Hagiographie, Faktionalität und Literarizität, zwischen Selbstbehauptung und interkulturellem „Dialog“. Des weiteren ist die Frankfurter Judaistik seit Jahren bestrebt, die lange Zeit in der – nicht nur deutschen – Judaistik vernachlässigten Genderaspekte sehr viel stärker zu integrieren und zu akzentuieren. Mit der in Deutschland einmaligen Professur für jüdische Religionsphilosophie (Martin-Buber-Professur), dem Fritz Bauer Institut (Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust) sowie Lehrveranstaltungen zu jüdischen Themen in anderen Fächern, insbesondere der Geschichtswissenschaft, bieten sich den Studierenden Möglichkeiten zur Wahrnehmung zusätzlicher interdisziplinär verorteter Angebote.

Der Studiengang hat eine Regelstudienzeit von 4 Semestern.

Bewerbungfrist:

Am 15.07.2009 bzw. 31.08.2009 ist die Bewerbungsfrist für zulassungsbeschränkte bzw. zulassungsfreie Studiengänge zum WS 2009/10 abgelaufen.


Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Semesterbeitrag 264 Euro.