Klärungshilfe bei Konflikten und schwierigen Auseinandersetzungen im beruflichen Bereich 1. Teil (Wahlbaustein Nr. 7a)

IWL Seminare GmbH
In München(Region Süd)

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  • Seminar
  • Anfänger
  • München(region süd)
  • Dauer:
    4 Tage
Beschreibung

In dem Seminar werden die Grundlagen der zweiten Bedingung erarbeitet, wobei der Schwerpunkt auf dem Vorgehen bei Konflikten mit zwei Personen, der sog. Zweierklärung liegt. (Teamklärungen stehen im Aufbaukurs: "Klärungshilfe 2" im Vordergrund). Lernziele: Konflikte in ihrem doppelten Stellenwert zu begreifen und darzustellen: einerseits als Entwicklungschance und zwischenmenschliche Notwendigkeit, andererseits als gefährlichen Ausgangspunkt destruktiver Eskalationen;

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
München(Region Süd)
Türkenstraße 70, 80799, Bayern, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Teilnahmevoraussetzungen für dieses Seminar sind der Grundkurs Nr. 1 und der Aufbaukurs Nr. 2a ("Aufbaukurs Kommunikation: Diagnose und Intervention").

Dozenten

Catarina Barrios
Catarina Barrios
Referent

Jahrgang 1958, Diplom-Psychologin Studium der Psychologie in Hamburg, Ausbildung in Klärungshilfe bei Dr. Christoph Thomann, Schweiz; Supervisorin BDP; Psychotherapeutin. Spezialisierung auf den Arbeitsschwerpunkt Klärungshilfe und Konfliktmoderation bei Arbeitskonflikten. Seit 1988 freiberufliche Tätigkeit in verschiedenen Unternehmen des Wirtschafts- und Sozialbereichs und im öffentlichen Dienst; Konfliktmoderation und Teamentwicklung, Training, Beratung und Coaching. Seit 1996 Leitung von kontinuierlichen Aus- und Fortbildungen in Klärungshilfe

Dr. Christoph Thomann
Dr. Christoph Thomann
Referent

Jahrgang 1950, Diplom-Psychologe Studium der Psychologie an der Universität Fribourg (Schweiz), Promotion am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg. Zusatzausbildung in Kommunikationspsychologie, Themenzentrierter Interaktion TZI, Gestalttherapie, Psychoanalyse und Musikmeditation. Seit 1978 führt er eine Psychotherapeutische Praxis in Bern und arbeitet als Klärungshelfer und Systemberater in Unternehmen, Verwaltung und Sozialbereich.

Themenkreis

Einführung:

Dass Arbeits- und Projektgruppen, manchmal ganze Abteilungen durch unterschwellige oder offen ausgebrochene Konflikte lahm gelegt oder vom Zerfall bedroht sind, kommt immer wieder vor und ist in einer von Turbulenzen geprägten Geschäftswelt fast "normal". Leute, die miteinander zu schaffen haben, machen einander auch zu schaffen - und wohl denen, die dann fähig sind, darüber zu reden und gemeinsam die Steine des Anstoßes aus dem Wege zu räumen. Mehr und mehr wird es üblich und ohne Gesichtsverlust möglich, für solche Aussprachen einen externen, (oft auch internen), Moderator, Mediator oder Klärungshelfer hinzuzuziehen. In diesem Seminar wird die Methode "Klärungshilfe" zur Moderation von Konflikten im beruflichen Kontext vorgestellt.

Der Klärungshelfer sollte idealerweise über zwei Bedingungen verfügen:

1. Er sollte "aussenstehend" sein, in dem Sinne, dass er mit keiner der Konfliktparteien in irgendeiner Verbindung steht und bezogen auf den Konfliktgegenstand keinerlei "Aktien im Geschäft" hat.

2. Er muss auf der Basis einer systemischen Betrachtungsweise als Katalysator fungieren; das bedeutet, Techniken der Gesprächsführung so einzusetzen, dass die beteiligten Konfliktparteien, die meist nicht mehr weiter wissen und sich in Argumenten und Mitteln wiederholen, ihr jeweiliges Problem klären und nach Lösungen suchen können. Hierzu gehört eine gewisse Unerschrockenheit und Souveränität im Umgang mit heftigen Ausbrüchen, mit Gefühlen und "Ach-Du-Schreck-Situationen".

Lernziele:

  • für ein "Konfliktmanagement" über ein geeignetes Inventar von verschiedenen Vorgehensweisen zu verfügen u.a. abhängig von der eigenen Rolle (als Konflikt-Beteiligter, als Führungskraft, als Konflikt-Trainer und als Klärungshelfer);
  • ein Rollenverständnis des (internen und externen) Klärungshelfers zu vertreten, welches sich in Abgrenzung zum (Schieds-)Richter, Lösungsberater, Konfliktanalytiker und zum Durchsetzungsagenten - darauf konzentriert, heilsame Formen der Auseinandersetzung ("Strukturideen") zu erfinden und die Kontrahenten in deutlicher "Allparteilichkeit" bei der Selbst-, Rollen-, Sach- und Beziehungserklärung zu unterstützen;
  • in der Vorphase der eigentlichen Klärungshilfe den Konflikt zum (zu den) Auftraggeber(n) so zu gestalten, dass die Ausgangslage bis zur vorläufigen Handlungsfähigkeit deutlich und ein klarer Kontrakt möglich wird;
  • sog. "heiße" und "kalte" Konflikte so zu "gestalten", dass die Kontrahenten eskalierende Muster der Konfliktaustragung bzw. Konfliktvermeidende Blockierungen überwinden können;
  • typische Verflechtungen von Gegensätzen auf Sach- und Beziehungsebene so zu entflechten, dass einerseits eine Beziehungsklärung, andererseits ein Dialog im Geiste "konfrontativer Konzilianz" möglich wird;
  • die Klärungshilfe in ihren einzelnen Phasen nach den Regeln der Kunst zu gestalten, mit Rückgriff auf geeignete kommunikationspsychologische Interventionen (z.B. "Doppeln").


Seminarablauf:

1. Tag:

1. Seminareinführung

2. Einführung in die Konfliktpsychologie. (Vortrag) Konfliktentwicklung, Konfliktklärungshilfe. - Was klären? (Vier Felder der KH). Wie klären? (Ablaufschema, Überblick, Idealtypische Schrittfolge für die Gestaltung von Konfliktgesprächen).

3. Theorie und Praxis des Dialogischen Doppelns als Methode der Dialogförderung. (Vortrag, Demonstration und Übung in Kleingruppen).

2. Tag:

1. Metakommunikatorische Morgenrunde

2. Das Vorklärungsgeschehen: Anfragen für Zweier und Teamklärungen unterscheiden lernen. (Theorie, Diskussion, Übungen)

3. Die Leitung von konfliktären Auseinandersetzungen. (Übungen in Halbgruppen mit Supervision, Teil 1).

3. Tag:

1. Metakommunikatorische Morgenrunde

2. Dialog der Wahrheit in Zweierklärungen

3. Die Leitung von konfliktären Auseinandersetzungen. (Übungen in Halbgruppen mit Supervision, Teil 2)

4. Erklärungen, Lösungsrichtungen, Hausaufgaben und Abschluss von Zweierklärungsgesprächen

4. Tag:

1. Metakommunikatorische Morgenrunde

2. Themenschwerpunkte und Praxisbeispiele in Abhängigkeit von den Interessen der Teilnehmer, z.B. (im Vorjahr): Möglichkeiten und Fallstricke des internen Klärungshelfers; Instruktionen für die Selbstklärungsphase; Interventionen für "emotionale Notfälle".

3. Überblick: Konfliktmoderation in Teams, Gruppen und Abteilungen. (Vortrag)

4. Schlussresümee

Begleitliteratur zum Kurs:

Zur Vorbereitung: Christoph Thomann und Friedemann Schulz von Thun: "Klärungshilfe 1 - Handbuch für Therapeuten, Gesprächshelfer und Moderatoren zur Gestaltung schwieriger Gespräche“ (Rowohlt TB 61476). Es betrifft zwar nicht den Umgang mit Gruppen im beruflich-hierarchischen Kontext, ist aber doch zur Einstimmung geeignet, besonders Seiten 12-169.

Zur Nachbereitung: Christoph Thomann "Klärungshilfe 2: Konflikten im Beruf -Methoden und Modelle klärender Gespräche" (Rowohlt TB 61637) und Thomann u. Prior “Klärungshilfe 3 – Das Praxisbuch“ (Rowohlt TB 62214).

Zeitplan:

Beginn 9.00 Uhr. (1. Tag 11.00 Uhr) - Ende gegen 19.15 Uhr (1. Tag 19.30 Uhr). Von 13.00 Uhr - 15.00 Uhr Mittagspause.

Das Seminar endet am 4. Tag gegen 12.45 Uhr. Es wird empfohlen, keine Abendterminverpflichtungen einzugehen.

Hilfreich, aber nicht obligatorisch, ist der Kurs Nr. 5 ("Leitungsrolle u. persönliche Entwicklung").


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