Krisensituationen bei Kapitalgesellschaften - steuerliche Risiken erkennen und vermeiden

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Beschreibung

Dieses Praktikerseminar macht den Steuerberater mit dem gesamten Instrumentarium der Krisenbewältigung vertraut. Es werden wertvolle Gestaltungs- und Verhaltensempfehlungen gegeben. Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs findet dabei eingehende Würdigung.

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Themenkreis

Immer häufiger geraten Gesellschaften in Krisensituationen. Für Krisengesellschaften müssen, auch bei kleinen Kapitalgesellschaften, die Jahresabschlüsse innerhalb von drei Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres aufgestellt werden. Bevor als letzter Ausweg die Liquidation erwogen wird, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten der Sanierung an. Gesellschafts- und steuerrechtliche Überlegungen gewinnen schicksalsentscheidende Bedeutung. Dieses Praktikerseminar macht den Steuerberater mit dem gesamten Instrumentarium der Krisenbewältigung vertraut. Es werden wertvolle Gestaltungs- und Verhaltensempfehlungen gegeben. Die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs findet dabei eingehende Würdigung. So erfordert der Beschluss des Großen Senats des BFH zu den Steuerfolgen von Forderungsverzichten der Gesellschafter zwingend Gestaltungen zur Vermeidung steuerlicher Nachteile. Auch im Bereich der Ausnutzung von steuerlichen Verlusten ist die volle Aufmerksamkeit des steuerlichen Beraters notwendig, beispielsweise beim Kauf von Anteilen an Verlustgesellschaften oder bei der Verschmelzung einer Verlustgesellschaft mit einer Gewinn-GmbH. Die bisherige Rechtsprechung zum § 8 Abs. 4 KStG lässt – teilweise im Gegensatz zur Finanzverwaltung – zwar verlustnutzende Gestaltungen zu. Für die Zukunft ist jedoch eine erhebliche Verschärfung durch den Gesetzgeber vorgesehen. Eine weitere Verschärfung bringt die aktuelle BFH-Rechtsprechung mit sich. Gefahren bestehen auch bei der steuerlichen Berücksichtigung von Bürgschaftsinanspruchnahmen und ausgefallenen Gesellschafterdarlehen beim Anteilseigner nach § 17 EStG. Hier sind Gestaltungen notwendig. Auf die Verschärfung insbesondere im Bereich der Bürgschaftsverluste sowie der zeitlichen Entstehung von Beteiligungsverlusten nach § 17 EStG einschließlich eventueller Ausweichlösungen wird eingegangen. Höchste Vorsicht besteht bei Krisengesellschaften auch für den steuerlichen Berater; strafrechtliche Risiken und Fallstricke müssen unbedingt vermieden werden.

Gliederung
I. Zivilrechtliche Grundlagen
1. Eigenkapitalersetzende Gesellschafterdarlehen (§§ 32 a und 32 b GmbHG)
2. Überschuldungsbilanz und Abwehr der Überschuldung mit Blick auf die
Insolvenzantragspflicht des Geschäftsführers (§ 63 GmbHG)

II. Finanzierungswege durch den Gesellschafter der GmbH
1. Eigen- oder Fremdkapitalfinanzierung
2. Bilanzierung kapitalersetzender Darlehen

III. Steuerliche Unterschiede beim Forderungserlass durch den Gesellschafter der GmbH oder seinen Ehegatten
1. Erlass einer Gesellschafter-Darlehnsforderung oder Rangrücktritt
2. Forderungsverzicht gegen Besserungsversprechen
3. Verzicht auf Gehaltsansprüche des Gesellschafter-Geschäftsführers
4. Verzicht auf Pensionsansprüche des Gesellschafter-Geschäftsführers
5. Erlass eines Darlehen des Gesellschafter-Ehegattens

IV. Ausfall eines Darlehens des Gesellschafters der GmbH oder seines Ehegattens
1. Ausfall eines "normalen"Gesellschafterdarlehens
2. Ausfall eines eigenkapitalersetzenden Gesellschafter-Darlehens
(Krisendarlehen, krisenbestimmtes Darlehen, Kapitalersetzung durch „Stehenlassen“, Finanzplandarlehen)
3. Ausfall eines Krisendarlehens im Betriebsvermögen
4. Ausfall eines Darlehens des Gesellschafter-Ehegattens
5. Bürgschaftsverluste

V. Sanierung und Ausnutzung von Verlustvorträgen
1. Betriebswirtschaftliche Maßnahmen
2. Einbringung und Verschmelzung
3. Steuergefahren bei der Veräußerung von Anteilen an Verlustgesellschaften und Vermeidungsstrategie ( § 8 Abs. 4 KStG)

VI. Neuregelung der Kapitalverhältnisse durch Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung

VII. Das Krisenverhalten mit Blick auf steuerliche und zivilrechtliche Haftungstatbestände

VIII. Das Krisenverhalten mit Blick auf das Insolvenzstrafrecht
1. Verstoß gegen die Insolvenzantragspflicht
2. Insolvenzstrafverfahren und Begleitdelikte
3. Der Steuerberater als Insolvenzstraftäter

IX. Liquidation als letzter Ausweg
1. System der Liquidationsbesteuerung
2. Bedeutung des Systemwechsels zum Halbeinkünfteverfahren
3. Steuerfolgen beim Gesellschafter

X. Die steuerlichen Konsequenzen aus der Insolvenzeröffnung

XI. Beteiligungsverluste bei GmbH-Insolvenz und bei GmbH-Löschung wegen Vermögenslosigkeit

XII. Zeitpunkte der Verlustrealisierung (§ 17 EStG) bei den unterschiedlichen
Handlungsabläufen
1. Anteilsveräußerung
2. Insolvenz oder Liquidation der GmbH mit Ausweichlösungen

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