LOPA zur risikobasierten Qualifizierung von HAZOP Einzelergebnissen

Technische Akademie Wuppertal
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Wichtige informationen

  • Seminar
  • Wuppertal
  • Dauer:
    1 Tag
  • Wann:
    15.03.2017
Beschreibung

Zum Seminar LOPA zur risikobasierten Qualifizierung von HAZOP Einzelergebnissen Layer of Protection Analysis (LOPA) ist eine teilquantitative Methode zur Unter­su­chung von Anlagen und darin betrie­benen Verfahren hinsichtlich der Zuver­läs­sigkeit instal­lierter Schutz­maß­nahmen-Ebenen. Die Methode nutzt Szenarios von quali­ta­tiven Methoden, z.B. aus HAZOP/PAAG-Studien. Für ausgewählte kritische Szenarien wird die Risiko-Reduktion der jeweiligen Schutz­maß­nahmen-Ebenen in Bezug auf das Risiko-Absicherungsziel bewertet. Die LOPA - Methode arbeitet mit einer Risiko-Kriterien-Matrix mit korres­pon­die­renden Eintrittshäufigkeiten von Schadens­ereignissen und erlaubt z.B. für instrumentierte Schutzfunktionen (SIFs) validierte SIL Anforderungen vorzunehmen und Schwach­stellen in Schutzebenen zu identi­fi­zieren. LOPA ermöglicht darüber hinaus die Prüfung von Mechanical Integrity Programmen auf besondere Kompo­nenten, die Berück­sich­tigung von menschlichen Fehlern und eine Gesamt­be­trachtung über den Live Cycle von Anlagen und Verfahren. In diesem Seminar wird Ihnen vermittelt, wie Sie eine risikobasierte Quali­fi­zierung von Schutzebenen nach LOPA gezielt durch­führen. Sie lernen, wie Auslöser bewertet und Schadens­ausmaß und Häufigkeit definiert werden (Risiko­bewertung). Dies sind u.a. Anforderungen der Risikoburteilung nach der Seveso-III-Richtlinie.

Sie erfahren, auf welche Daten und Quellen Sie zurück­greifen können, um kritische Szenarien aus HAZOP hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit von Ereignissen und der Ausfallrate von Schutz­maß­nahmen zu analy­sieren. Das Vorgehen wird anhand verschiedener HAZOPs zu Anlagen/Gefahren/Prozessen in Übungen zur Schutzebenenbewertung darge­stellt.

Wichtige informationen
Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
15.März 2017
Wuppertal
Hubertusallee 18, 42117, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Welche Ziele werden in diesem Kurs verfolgt?

Teilnehmerkreis (m/w): Fach- und Führungskräfte aus: Anlagenplanung, Verfahrens- und Anlagensicherheit, Gefahrstoff-, Arbeitssicherheit, Explosionsschutz, Brandschutz, Umweltschutz, Produktion, Prozessleittechnik, Instandhaltung. Sicherheitsverantwortliche, angehende zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilungen befähigte Personen. Kenntnis von HAZOP und SIL ist erforderlich.

Was lernen Sie in diesem Kurs?

Management

Themenkreis

Seminarinhalt: LOPA zur risikobasierten Qualifizierung von HAZOP Einzelergebnissen

  1. Risiko-basierte Anforderungen aus EU-Regelwerk,
    • deterministische Herangehensweise ( z.B. in DE);
    • probabilistische Risiko-Management Methoden (in NL und UK)
    • Anforderungen der SEVESO-III-Richtlinie; Methoden nach VDI VDE 21810 (Risikograph) und IEC 61511
  2. Womit arbeitet LOPA, wozu dient es, wozu dient es nicht?
    • Szenarien, Eintrittshäufigkeiten von Auslösern, Schutzebenen mit Ausfallhäufigkeiten im Anforderungsfall, Schadensereignisse,
    • Risikotoleranzkriterien, Entscheidungen zum Risikomanagement
  3. Welche Management-Elemente braucht LOPA zur Unterstützung?
    • Dokumentierte Anweisungen zu Betrieb/Wartung/Prüfungen/präventiver Instandhaltung; Unfallaufklärung zu Auslösern und Ausfallhäufigkeiten; Änderungs­management; menschliche Faktoren; Maßnahmen­verfolgung von Schwachstellen an Schutzmaßnahmen
  4. Szenarien, Auslöser (IE, Initiating Event), Eintrittshäufigkeiten (IEF, IE-Frequency)
    • LifeCycle von Einrichtungen, menschliche Fehl­hand­lungen; Datenquellen-standortspezifisch-übergeordnet
  5. Schadensausmaß (Severity of Consequence), Schadensbegrenzung, Risiko-Betrachtungen
    • Schadens-Endpunkte; inhärente Sicherheit, Risiko-Toleranzkriterien
  6. Unabhängige Schutzmaßnahmen (IPL’s, Independent Protection Layers)
    • Abhängige Schutzmaßnahmen, gemeinsame Ausfälle (common cause), Funktionalität und Antwortzeiten; Integrität: entdeckte-unentdeckte Fehler; Menschen-technische Einrichtungen; Zuverlässigkeit: hohe-niedrige Anforderungsrate; Zugang zu Datenquellen
  7. LOPA Enabling Conditions (LEC‘s) und LOPA Conditional Modifiers (LCM‘s)
    • Wann werden LEC´s und LMC´s verwendet, wann nicht?
7.1 LOPA Enabling Conditions (LEC‘s)
    • „ermöglichende Bedingungen für den Auslöser (LEC)“ Zusammenhang mit IE, Risiko-Zeitraum, Kampagnen­fahrweise, etc.; Dokumentation und Validierung
7.2 LOPA Conditional Modifiers (LCM‘s)
    • “Veränderer von Bedingungen nach Schadenseintritt (LCM)“: gefährliche Atmosphäre, Zündung, Explosion, Personenanwesenheit, Verletzung oder Todesfall;
    • Dokumentation, Management und Validierung
  1. Übungen zur Schutzebenenbewertung nach LOPA
    • Auswahl von HAZOP-Szenarien, Überprüfung/Ergänzung der Schutzebenen nach LOPA, Ermittlung von SIL-Anforderungen, Vergleich mit Ergebnis Risikographen

Zusätzliche Informationen

Ihr Seminarleiter: Dr. rer. nat. Karl-W. Thiem, TÜV SÜD Chemie Service GmbH, Leverkusen, Process Safety / HSE-Management

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