Musikphysiologie- MAS

Züricher Hochschule der Künste ZHdK
In Zürich (Schweiz)

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  • Master
  • Zürich (Schweiz)
Beschreibung

Ein entscheidender Vorteil des SHZM im internationalen Vergleich besteht darin, dass die zusammenarbeitenden Fachbereiche und Dozierenden gut in den Ausbildungsalltag und das Lehrerkollegium ihrer jeweiligen Musikhochschule eingebunden sind. Dadurch kann die Musikphysiologie in besonderem Masse auch an der künstlerischen und pädagogischen Weiterentwicklung der Musikhochschulen mitwirken.

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Zürich
Florhofgasse 6, 8001, Zürich, Schweiz
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Der Master of Advanced Studies in Musikphysiologie umfasst die CAS-Lehrgänge Musikphysiologie basic, Musikphysiologie intermediate und Musikphysiologie advanced sowie ein frei wählbares Modul im pädagogisch-methodischen, musikpraktischen oder therapeutischen Bereich.

Themenkreis

In 5 thematisch miteinander verknüpften Modulen können Musiker/-innen bzw. Musikpädagog/-innen musikphysiologisch und präventivmedizinisch relevante Kompetenzen und Lösungsstrategien für den Berufsalltag erwerben und praktisch anwenden. Der Master of Advanced Studies in Musikphysiologie umfasst die CAS-Lehrgänge Musikphysiologie basic, Musikphysiologie intermediate und Musikphysiologie advanced sowie ein frei wählbares Modul im pädagogisch-methodischen, musikpraktischen oder therapeutischen Bereich. Der Abschluss erfolgt im Mastermodul mit einem Projektmanagementkurs und einer Diplomarbeit zu einem eigenen musikphysiologischen Projekt. Der CAS-Lehrgang Musikphysiologie basic ist auch einzeln und in Kombination mit weiteren Master-Angeboten (z.B. der Pädagogik und Musiktherapie) zugänglich.

Die Weiterbildungen in Musikphysiologie werden in Zusammenarbeit mit dem 2006 gegründeten Schweizerischen Hochschulzentrums für Musikphysiologie (SHZM) angeboten. Das SHZM fördert die musikphysiologische Lehre, Forschung, Beratung und Weiterbildung an den schweizerischen Musikhochschulen und erlaubt den wechselseitigen Zugang zu den jeweiligen Lehrangeboten und Sprechstunden. Ein entscheidender Vorteil des SHZM im internationalen Vergleich besteht darin, dass die zusammenarbeitenden Fachbereiche und Dozierenden gut in den Ausbildungsalltag und das Lehrerkollegium ihrer jeweiligen Musikhochschule eingebunden sind. Dadurch kann die Musikphysiologie in besonderem Masse auch an der künstlerischen und pädagogischen Weiterentwicklung der Musikhochschulen mitwirken. Dies drückt sich u. a. in den verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten im Rahmen der neuen Weiterbildungs-Angebote der Musikhochschulen aus. Mit dem Schuljahr 2008/09 startet nach vier erfolgreich abgeschlossenen musikphysiologischen Weiterbildungszyklen zum dritten Mal die Aufnahme in eine Weiterbildung zum Master of Advanced Studies in Musikphysiologie für MusikpädagogInnen.

Möglichkeiten der musikphysiologischen Weiterbildung:

Insgesamt stehen 5 aufeinander aufbauende Module zu Verfügung:

1) Modul Musikphysiologie für MusikpädagogInnen basic
2) Modul Musikphysiologie für MusikpädagogInnen intermediate
3) Modul Musikphysiologie für MusikpädagogInnen advanced
4) Wahl-Modul im pädagogisch-methodischen oder musikpraktischen Bereich
5) Mastermodul MAS in Musikphysiologie für MusikpädagogInnen.

Die ersten 3 Module können jeweils als Zertifikatslehrgänge (CAS) belegt und bescheinigt werden. Es ergeben sich im Rahmen der 5 Module folgende Kombinationsmöglichkeiten:

1. Zertifikatslehrgang / Modul Musikphysiologie für MusikpädagogInnen basic (12 ECTS-Punkte)
Dieses Modul kann als erster Einstieg und im Rahmen anderer Weiterbildungsmaster-Ausbildungen (z.B. der Pädagogik, Performance und Musiktherapie) als Wahlmodul absolviert und bescheinigt werden. Dauer: 2 Semester. Es erfolgt eine mündlich-praktische Abschlussprüfung.

2. Zwei oder drei aufeinander folgende Zertifikatslehrgänge / Module Musikphysiologie für MusikpädagogInnen: basic+intermediate oder basic+intermediate+advanced (pro Modul jeweils 12 ECTS-Punkte)
Dauer: 2 Semester pro Modul. Es erfolgt eine mündlich-praktische Abschlussprüfung nach jedem Modul. Nach dem 3. Modul (advanced) kann das Diploma of Advanced Studies (DAS) erteilt werden.

3. Master of Advanced Studies (MAS) in Musikphysiologie für MusikpädagogInnen mit allen 5 Modulen (60 ECTS-Punkte)
Der Master of Advanced Studies (MAS) in Musikphysiologie für MusikpädagogInnen umfasst die Module basic, intermediate und advanced sowie ein frei wählbares Modul im pädagogisch-methodischen oder musikpraktischen Bereich. Der Abschluss erfolgt im Mastermodul mit einem Projektmanagementkurs und einer Diplomarbeit zu einem eigenen musikphysiologischen Projekt.

Zielpublikum:

BerufsmusikerInnen, insbesondere Instrumental- und GesangspädagogInnen mit Unterrichtserfahrung
Ziel- und Kompetenzbeschreibungen der einzelnen Module

1. Die AbsolventInnen des Moduls Musikphysiologie für MusikpädagogInnen basic sind dazu befähigt,

* berufsspezifische Gesundheitsrisiken zu erkennen und Grundkenntnisse der funktionellen Anatomie mit den Erfordernissen ihres Hauptinstruments bzw. der Stimme zu verknüpfen
* bei sich selbst ein Präventionskonzept mit praktischen Übungen aus den Bereichen Entspannung, Bewegung, Haltung und Atmung sinnvoll anzuwenden.

2. Die AbsolventInnen des Moduls Musikphysiologie für MusikpädagogInnen intermediate sind dazu befähigt,

* präventive Ansätze in der Musikpädagogik zu erfassen
* in Unterrichtssituationen grundlegende präventive Elemente und Lösungsstrategien der Musikphysiologie anzuwenden.

3. Die AbsolventInnen des Moduls Musikphysiologie für MusikpädagogInnen advanced sind dazu befähigt,

* pädagogisch-physiologische Kurse und Beratungen bezüglich ihrer Instrumentengruppe bzw. ihres Stimmfaches durchzuführen.
* mit therapeutischen Fachleuten in der Prävention und bei der Lösung berufsspezifischer Gesundheitsprobleme zusammen zu arbeiten.

4. Frei wählbares Modul im pädagogisch-methodischen oder musikpraktischen Bereich - Ziel- und Kompetenzbeschreibungen siehe dort.

5. Die Absolventen des Mastermoduls MAS in Musikphysiologie für MusikpädagogInnen sind dazu befähigt,

die Erfahrungen aus den vier vorangegangenen Modulen zusammenfassen und in einem eigenständigen musikphysiologischen Projekt an einer Musikinstitution sowie in einer dazugehörigen theoretischen Arbeit nachzuweisen und zu präsentieren. In den 5 thematisch miteinander verknüpften Modulen werden musikphysiologische Kompetenzen erworben, welche an Musikinstitutionen für die Vorbeugung und Lösung von berufsspezifischen Gesundheitsproblemen und für die Zusammenarbeit mit therapeutischen Fachleuten relevant sind.

Lerninhalte:

Die Lerninhalte umfassen die für den Berufsalltag relevanten theoretischen und praktischen Grundlagen aus: Funktionelle Anatomie, Physiologie, Ergonomie, Musikermedizin, Vorbeugungs-, Therapie- und Rehabilitationsformen für MusikerInnen, psycho-physiologische Selbsterfahrung und Vermittlungsformen bzgl. Haltung, Bewegung, Atmung, Koordination, "Flow-Konzepte", Lern- und Bühnenverhalten. Ausserdem wird ein Schwerpunkt auf physiologisch fundierte Anleitungsstile gelegt.

Fächerkatalog:

Während des Semesters findet der Unterricht schwerpunktmässig am Freitag statt und wird durch individuell gewählte Kurse ergänzt.

Hauptfach einzeln

Einzelunterricht Angewandte Musikphysiologie mit und ohne Instrument bzw. Stimme. In die Arbeit fliessen ausgewählte Aspekte der Funktionellen Bewegungslehre, der Dispokinesis, der Spiraldynamik, der Atemschulung und weiterer Körperselbsterfahrungsformen ein.

Seminare mit Gruppenübungen

Seminar zur Vorbeugung von Spiel- und Gesundheitsproblemen
Für die künstlerische und pädagogische Arbeit wichtige Aspekte aus Wissenschaft und Medizin.Überblick über die Entwicklung und Funktionalität der Haltungs-, Atmungs- und Bewegungssysteme. Grundkenntnisse der berufsspezifische Risiken sowie der geeigneten Schulungs- und Therapieformen. Praktische Übungen aus berufsspezifisch geeigneten Schulungs- und Therapieformen

Psycho-physiologisches Vorspiel- und Vorsingtraining

Anwendung effektiver Arbeitsformen beim Aufbau einer individuellen Bühnendisposition. Abgabe, Annahme und Verarbeitung eines konstruktiven und lösungsorientierten Feedbacks. Lösungsmöglichkeiten für die typischen Probleme in einer Auftrittssituation. Umgang mit "Lampenfieber" und dessen möglichen Folgen wie Ausdruckshemmungen, Zittern, Trockenheit, Schwitzen, Atemblockaden, Verspannungen, "Blackouts". Psycho-physiologisch fundierte Regieanweisungen und Übungen direkt am Instrument und beim Gesang

Hospitationen

Hospitationen in Musikphysiologischen Beratungen, Kongressen und Therapiesitzungen sowie in musikphysiologischen Kursen für Fachdidaktikgruppen und Hauptfachklassen

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Die Kosten betragen pro CAS-Lehrgang CHF 5’000.–.