Nachtrags- und Behinderungsmanagement im Eisenbahnbau

Technische Akademie Wuppertal
In Berlin

660 
zzgl. MwSt.
Möchten Sie den Bildungsanbieter lieber direkt anrufen?
20274... Mehr ansehen

Wichtige informationen

  • Seminar
  • Berlin
  • Dauer:
    1 Tag
Beschreibung

Zum Seminar Nachtrags- und Behinderungsmanagement im Eisenbahnbau
Wer mit der Deutschen Bahn AG und ihren Tochtergesell­schaften Bauverträge abschließt, hat es mit Auftraggebern zu tun, die sich Ihrer Stärke bewusst sind und diese auch einsetzen. Das gilt nicht nur für den Inhalt der von der Bahn gestellten Bauverträge, sondern auch für den Umgang mit Auftrag­nehmern in der Ausführungsphase. Oftmals wird der Auftrag erteilt, ohne dass die, für den vertragsgemäßen Baubeginn, erforderlichen Voraussetzungen vorliegen. Dabei spielen mangelhaft beschriebene Baustellenverhältnisse oder fehlende bzw. verspätet erbrachte Vorleistungen und Planungsände­rungen eine entscheidende Rolle. Nachträge werden häufig erst Monate nach der Abrechnung bezahlt, oftmals mit dem Argument, es liege noch kein "Bestellschein" vor. In anderen Fällen wird die Prüfbarkeit des Nachtrages angezweifelt. Wer mit der Deutschen Bahn AG erfolgreich zusammenarbeiten will, muss deshalb über fundierte baurechtliche Kenntnisse verfügen. Das gilt insbesondere für die Nachtrags- und Preisan­passungsbestimmungen der VOB/B. Daneben müssen die Unternehmen wissen, welche Dokumentationsanforderungen erfüllt und welcher Schriftverkehr geführt werden muss, um Ansprüche aus einem gestörten Bauablauf durchsetzen zu können. Das Ziel des Seminars ist es, Bau- und Projektleiter mit den standardisierten Vertragsbedingungen der Deutschen Bahn AG vertraut zu machen. Dabei wird besprochen, welche Vertrags­klauseln aufgrund von Verstößen gegen das Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) unwirksam sind. Der Referent gibt Hinweise zum praktischen Umgang mit solchen Klauseln in der Vetragsabschluss- und in der Ausführungsphase.

Wichtige informationen
Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Berlin
Leipziger Straße 106 - 111, 10117, Berlin, Deutschland
Plan ansehen

Was lernen Sie in diesem Kurs?

AG
AGB

Themenkreis

Seminarinhalt: Nachtrags- und Behinderungsmanagement im Eisenbahnbau

  1. Nachtragsmanagement
    • Stationen eines technischen Nachtrages
    • Zusatz- und Änderungsleistungen
      (§ 2 Abs. 5 und Abs. 6 VOB/B)
    • Vertretung der Bahn bei der Anordnung von Zusatzleistungen
    • Vergütung von Leistungen ohne (wirksamen) Zusatzauftrag
    • Auslegungsgrundsätze bei unklaren/widersprüchlichen Bausollregelungen anhand praktischer Beispiele
  2. Mengenänderungen
    • Voraussetzungen einer Vergütungsanpassung nach
      § 2 Abs. 3 VOB/B
    • Ankündigungspflicht bei Mehrmengen über 10%?
    • Mengenrisiko bei Pauschalverträgen
  3. Behinderungsmanagement
    • Ausführungsfristen nach § 5 VOB/B / Unterscheidung zwischen Vertrags- und Nicht-Vertragsfristen
    • Ansprüche des Auftraggebers bei Verzug des Auftragnehmers mit der Leistung
    • Ansprüche des Auftragnehmers bei Behinderung aus dem Verantwortungsbereich des Auftraggebers
    • Notwendigkeit der Behinderungsanzeige und der Dokumentation der Störungen
  4. Grundzüge des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB)
    • Wann liegen Allgemeine Geschäftsbedingungen vor?
  5. Das standardisierte Vertragswesen der Deutschen Bahn AG und deren AGB-rechtliche Beurteilung
    • Spezielle Inhalte des Musterbauvertrags sowie der besonderen und zusätzlichen Vertragsbedingungen der Deutschen Bahn
    • Wie funktioniert die richterliche Inhaltskontrolle im Streitfall?
    • Grundsatzentscheidungen zu unwirksamen AGB`s in Bahnprozessen