Pädagogik 2-Fächer

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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  • Bachelor
  • Kiel
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Erziehungswissenschaftliche Kompetenzen sind in einer Lern- und Wissensgesellschaft in allen gesellschaftlichen Bereichen und den darauf bezogenen Professionen gefragt. Insofern wird den Studierenden an der Universität Kiel die Möglichkeit geboten, grundlegende erziehungswissenschaftliche Kompetenzen mit Qualifikationen in einer weiteren Fachrichtung zu verbinden.

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Veranstaltungsort(e)

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auf Anfrage
Kiel
Christian-Albrechts-Platz 4, 24118, Schleswig-Holstein, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Abhängig von den Studiengängen sind unterschiedliche Sprachkenntnisse erforderlich. Folgende Studienqualifikationen werden beispielsweise je nach Studiengang erwartet: *Deutschkenntnisse *gute Englischkenntnisse zum erfolgreichen Umgang mit der Forschungsliteratur *abgeleistetes Fachpraktikum *Lateinkenntnisse im Umfang des Latinums oder des KMK-Latinums. Ein Graecum ist in wenigen Fächern erforderlich.

Themenkreis

Erziehungswissenschaftliche Kompetenzen sind in einer Lern- und Wissensgesellschaft in allen gesellschaftlichen Bereichen und den darauf bezogenen Professionen gefragt. Insofern wird den Studierenden an der Universität Kiel die Möglichkeit geboten, grundlegende erziehungswissenschaftliche Kompetenzen mit Qualifikationen in einer weiteren Fachrichtung zu verbinden.

Der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang ist ein grundständiger, wissenschaftlicher Studiengang, der zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss führt. Zentrales Ziel dieses Studiengangs ist es, die Studierenden durch die Vermittlung von allgemeinpädagogischen und methodischen Grundkenntnissen des Fachs zu eigenständiger und wissenschaftlich begründeter Arbeit in pädagogischen Handlungsfeldern zu befähigen und zu ermöglichen, dass sie ihr Studium in der Masterphase fortsetzen können. Darüber hinaus zielt der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang auf die Ausbildung von Schlüsselkompetenzen, die den Absolventinnen und Absolventen den Einstieg in die Arbeitswelt ermöglichen.
Auf der Ebene des Bachelorstudiums ermöglicht dieses Konzept potenziell in verschiedenen Bereichen des Erziehungs-, Bildungs-, Sozial- oder Gesundheitswesens lehrend, beratend, konzipierend und moderierend tätig zu werden. Die dazu erforderlichen inhaltlichen Qualifikationen werden durch die Kombination pädagogischer Grundlagen mit weiteren, je nach Handlungsfeld bedeutsamen, sozial-, geistes-, kultur-, wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Kompetenzen erworben.
Die breite erziehungswissenschaftliche Grundlegung des Bachelorstudiengangs wird garantiert durch

  • Basismodule der Allgemeinen Pädagogik, der Forschungsmethoden und der Soziologie für Pädagogen (1. Studienjahr, Grundlagenphase),

  • Differenzierungsmodule zu verschiedene Unterdisziplinen und ihren Arbeitsfeldern (Bildungsmanagement und Soziale Arbeit, Berufs- und Wirtschaftspädagogik und Medienpädagogik / Bildungsinformatik) (2. Studienjahr, Differenzierungsphase) und

  • Spezialisierungsmodule in den Unterdisziplinen Bildungsmanagement und Soziale Arbeit, Berufs- und Wirtschaftspädagogik, Medienpädagogik / Bildungsinformatik und Allgemeine Pädagogik (3. Studienjahr, Spezialisierungsphase).


Folgende Kenntnisse und Fähigkeiten sollen die Studierenden während ihres Studiums erwerben:

Fachspezifische Kenntnisse und Fertigkeiten auf den Ebenen des Wissens, Verstehens, Anwendens und Beurteilens:
Der Zwei-Fächer-Bachelorstudiengang Pädagogik vermittelt den Studierenden breite Kenntnisse der historischen, methodischen und systematischen Grundlagen der Pädagogik sowie der zentralen Bestimmungen pädagogischen Handelns. Diese Kenntnisse bilden die Voraussetzung für eine angemessene Bearbeitung der im zweiten Studienjahr angebotenen inhaltlichen Differenzierungen und der zu Beginn des dritten Studienjahrs erfolgenden fachlichen Spezialisierungen. Dazu gehören

  • Kenntnisse pädagogischer Grundbegriffe und pädagogischer Theoriebildung,

  • Wissen um die Grundformen pädagogischen Handelns,

  • Kenntnisse grundlegender Methoden der pädagogischen Forschung,

  • Verstehen der Fragestellungen, Aufgaben und Methoden der Differenzierungsbereiche Bildungsmanagement und Soziale Arbeit, Medienpädagogik und Bildungsinformatik und Berufs- und Wirtschaftspädagogik,

  • Anwenden und Beurteilen pädagogischer Methoden und Verfahren in den pädagogischen Handlungsfeldern des gewählten Spezialisierungsbereichs.


Fachspezifische Methodenkompetenz:
Zu den fachspezifischen methodischen Kompetenzen, die im Laufe des Bachelorstudiums erworben werden, gehören

  • die Fähigkeit zum pädagogischen Argumentieren und Begründen (Argumentationskompetenz),

  • die Fähigkeit, pädagogische Texte und Handlungssituationen zu strukturieren, analysieren, interpretieren und beurteilen zu können (Beurteilungskompetenz),

  • die Fähigkeit, erworbenes Wissen didaktisch begründet vermitteln zu können (Vermittlungskompetenz) und

  • die Fähigkeit in pädagogischen Handlungsfeldern nach pädagogischen Standards angemessen agieren zu können (Handlungskompetenz).


Allgemeine berufsfeldbezogene Kompetenzen:
Abgesehen von den fachspezifischen Kompetenzen führt die methodische und hochschuldidaktische Strukturierung des Bachelorstudiums Pädagogik zur Ausbildung grundlegender Fertigkeiten, die auch in außerwissenschaftlichen Berufen gefordert sind. Dazu gehören

  • die Fähigkeit zur Kooperation und Teamarbeit (Sozialkompetenz),

  • die Fähigkeit, pädagogische Theorien und Erkenntnisse sachlich korrekt in mündlicher wie schriftlicher Form zu kommunizieren (Vermittlungskompetenz),

  • die Fähigkeit in systemischen Handlungsfeldern unter pädagogischen Kriterien angemessen zu handeln (Institutionenkompetenz) und

  • die Fähigkeit, intrinsisch motiviert und selbstreguliert zu lernen, zu arbeiten, die eigenen Lern- und Arbeitsprozesse zu reflektieren und sich selbsttätig weiterzubilden (Selbstkompetenz).

Besonderes Profil

Die Vielfalt der in der Philosophischen Fakultät – aber auch in anderen Fakultäten – angebotenen Fachrichtungen wird als Chance begriffen, erziehungswissenschaftliche Grundlagen interdisziplinär mit anderen Studiengängen zu verknüpfen, um die Studierenden für unterschiedliche gesellschaftliche Sektoren auszubilden und das entsprechende Wissenschafts-, Professions- und Praxiswissen bereitzustellen. Sowohl der Bachelor- als auch der Masterstudiengang nutzen dieses große Spektrum der Disziplinen und unterscheiden sich dadurch deutlich von den Angeboten der Fachhochschulen.

Mögliche Berufe und Tätigkeitsfelder

Bildungsmanagement und Soziale Arbeit:
Der Schwerpunkt geht von einem in fast allen gesellschaftlichen Feldern und Organisationen langfristig wachsenden Bedarf an Kompetenz im produktiven Umgang mit Heterogenität aus. Speziell dafür ausgebildete pädagogische Expertinnen und Experten sind gesucht, um
  • den Umgang mit Gleichheit und Verschiedenheit in der Praxis zu reflektieren,
  • Vielfalt angesichts von Migration, Geschlecht, Behinderung, Sozialschicht, Alter, Kompetenz und anderer Differenzmerkmale zu thematisieren,
  • Diskriminierung und andere Barrieren gegen Heterogenität zu mindern,
  • die produktiven Chancen von Heterogenität herauszuarbeiten,
  • Bildung und Lernen in heterogenen Kontexten zu unterstützen,
  • Wissen über gelingende Kommunikation und Teamarbeit anzuwenden,
  • Bildungsorganisationen in unterschiedlichen Praxisfeldern zu analysieren,
  • Personen und Organisationen zu beraten,
  • Innovationsprozesse zu verstehen und zu fördern,
  • Konzepte zu entwickeln,
  • Gruppen und Projekte zu managen und zu leiten und
  • soziale Netzwerke aufzubauen und zu begleiten.

Die oben skizzierten Kompetenzziele verlangen nicht nur Wissen über soziales und berufliches Handeln, sondern auch pragmatisch-analytische Fähigkeiten sowie systematisches Theorie- und Methodenwissen. Im Studienschwerpunkt werden die zum Management von Diversity und speziell für Projektmanagement erforderlichen Handlungskompetenzen durch spezielle Trainings und Projekte erworben und bilden aus für folgende Tätigkeitsbereiche:
  • Bearbeitung und organisatorisches Management von allen Handlungsfeldern des Erziehungs-, Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesens durch personale und methodische Interventionen,
  • Tätigkeiten in den klassischen Feldern der Jugendhilfe (Elementarpädagogik, Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, Erziehungshilfe, Jugendgerichtswesen), der Sozialarbeit (Familienarbeit, Frauen- und Männerarbeit, Geragogik, Stadtteilarbeit) und in Einrichtungen der öffentlichen und freien Träger (Jugendverbände, Wohlfahrtsverbände, kommunale Behörden, Landesfachbehörden, Ministerien und Fachverbände)
  • Einsetzung in den Überschneidungsbereichen von Sozialer Arbeit und anderen Handlungsfeldern: Einrichtungen des Gesundheitswesens, interkulturelle Verbände, Gleichstellungsprojekte und Innovationsprojekte der Arbeitsbeschaffung
  • Vorbereitung der Absolventinnen und Absolventen auf die Kooperation zwischen Schulen und anderen Partnern im Sozialraum: Verbände, Volkshochschule, soziale Einrichtungen, Medienzentren, Assessment Center und Berufscoaching, Bildungsprojekte in Weiterbildung und Unternehmen, Curriculumprojekte und -design in erwerbswirtschaftlichen und kommunalen Organisationen, Regionalentwicklung und Bildungsnetzwerke, systemische Beratung und Schulentwicklungsarbeit
Medienpädagogik und Bildungsinformatik:
Die Bedingungen für Lern-, Erziehungs- und Bildungsprozesse ändern sich durch die rasante Entwicklung und Implementation neuer elektronischer Informations- und Kommunikationsmedien in einem Ausmaß, das in der Geschichte wohl nur durch die Erfindung der beweglichen Metalllettern durch Johannes Gutenberg um 1450 ein vergleichbares Beispiel findet. Gleichzeitig bildet die Informations- und Kommunikationstechnologie auch den Kern der Technologie, die die Umwälzungen der Industriegesellschaft zur Informationsgesellschaft befördert. Der Computer entwickelt sich von einer Rechenmaschine zu einem Denkzeug, zu einer „universellen Maschine“, die die Integration bisheriger Medien und eine weltweite Vernetzung ermöglicht und die der Speicherung, Darstellung und Vermittlung von Information und Kommunikation dient. Schülerinnen und Schüler, Studierende, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Lehrer und Eltern erleben diese Veränderungen und sie erleben auch die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien in ihrer zentralen Rolle in diesen gesellschaftlichen Prozessen. Sie erfahren überall die Präsenz der neuen Medien und wissen, dass es sich hier um Technologien handelt, die ihr Leben und ihre Zukunft verändert und grundlegend prägt.
Der Spezialisierungsbereich Medienpädagogik / Bildungsinformatik des Bachelor- und Masterstudiengangs orientiert sich an dem wachsenden gesellschaftlichen Bedarf nach Handlungs- und Forschungskompetenzen in den Bereichen
  • der Entwicklung von Medienkompetenz (Medienkunde, Mediendidaktik, Medienerziehung, Medienforschung),

  • der Ausbildung grundlegender Fertigkeiten zur Erstellung didaktisch begründeter Lernarrangements in E-Learning-Kontexten,

  • der empirischen Evaluation computergestützter und multimedialer Lernsettings und schließlich

  • der pädagogischen Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes neuer Medien in Lern- und Bildungskontexten.

Diese Kompetenzen bilden insbesondere für folgende Tätigkeitsbereiche aus:
  • Softwareentwicklung für den Bildungsbereich (z.B. Schulen, Hochschulen, Weiterbildung)
  • Didaktische Entwicklung, Beratung und Evaluation des Einsatzes von computergestüzten Lernsettings im Bildungs- und Ausbildungsbereich

  • Vermittlung von Medienkompetenz in schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen

  • Projektleitung und –durchführung von Medienprojekten im Medienbereich (Landesrundfunkanstalten, Printsektor etc.)
Berufs- und Wirtschaftspädagogik:
Das Zentrum wirtschaftspädagogischen Erkenntnis- und Handlungsinteresses ist das seit jeher als Antinomie aufgefasste Verhältnis von „Wirtschaft“ als Inbegriff utilitären und „Pädagogik“ als Inbegriff humanitären Interesses. Die Kieler Wirtschaftspädagogik löst dieses Verhältnis komplementär auf, indem sie Wirtschaftspädagogik nicht als „Teildisziplin (Teilmenge)“ oder, wie häufig üblich, als „Schnittmenge von“, sondern als „Verhältnis zwischen“ den Grundmustern „wirtschaften“ im Sinne ökonomischer Rationalität und „erziehen“ im Sinne enkulturativ-sozialisatorischer und ethischer Rationalität entwirft. Das dazu aus der Physik für die Berufs- und Wirtschaftspädagogik, aber auch für die Pädagogik insgesamt, übernommene Komplementaritätsprinzip führt dann wie folgt zu zwei quasi überkreuz konzipierten Zweck-Bedingung-Mittel-Folge-Schemata:
  • Der Zweck „wirtschaften“ wird durch „Pädagogik“ als Mittel unter der Bedingung von „Erziehung“ als Struktur ermöglicht und

  • der Zweck „erziehen“ wird durch die „Ökonomie“ als Mittel unter der Bedingung von „Wirtschaft“ als Struktur ermöglicht.
Die von der Pädagogik ausgedachte Linie zielt darauf, den „wirtschaftenden Menschen“ für sein Handeln ökonomisch fähig zu machen und so seinen Nutzen und seine Nützlichkeit zu fördern, also den Schwachen durch Ausweitung seiner Kompetenz zu stärken – ein erkenntnisgeleiteter aufklärender Anspruch.
Die von der Ökonomie ausgedachte Linie verpflichtet die „in der Wirtschaft Handelnden“ ihre Verantwortung, Humanität und Entwicklung von Persönlichkeit zu fördern, den Starken also durch Selbstbescheidung in seinen Möglichkeiten zu beschränken – ein erfahrungsgeleiteter ethischer Anspruch.
In der praktischen Lehre erweist sich die Wirtschaftspädagogik als Partner für Ökonomie und Pädagogik im notwendig zu führenden ethischen und rationalen Diskurs. In der Forschung verknüpfen sich empirische Verfahren in Bezug auf Bedingungen und Folgen mit der hermeneutischen Auslegung der Zwecke und Mittel (Prozesse).

Diese umfassende Ausbildung bereitet vor auf
  • Tätigkeiten in Linie und Stab im Bildungs- und Bildungspolitikbereich von Behörden, Kammern, Vereinen und Verbänden,
  • Tätigkeiten in Linie und Stab in der Erwachsenenbildung im privaten Schul- und Bildungsbereich,
  • Tätigkeiten in Linie und Stab im Bildungsbereich von Unternehmen (z.B. betriebliche Aus- und Weiterbildung),
  • Tätigkeiten in kaufmännischen Berufen mittleren Niveaus,
  • selbständige Tätigkeiten in Linie und Stab im Bereich der Unternehmens-, Organisations-, Management- und Personalberatung und
  • Tätigkeiten in Linie und Stab im Bereich Bildungsberatung und Entwicklungshilfe.
Schulische Vorbildung
Grundsätzlich allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife.
Sonstige Kenntnisse und PraktikaStudierende, die ihre Abschlussarbeit im Fach Pädagogik schreiben, müssen zwischen dem 4. und 5. Semester ein 8-wöchiges Praktikum absolvieren. Der Besuch einer vor- und nachbereitenden Lehrveranstaltung ist verpflichtend.
Die Regelstudienzeit für den Bachelorstudiengang Pädagogik beträgt 6 Semester.
Der Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich.
Zulassungsbeschränkungen Der Bachelorstudiengang Pädagogik ist im ersten Fachsemester und in höheren Fachsemestern zulassungsbeschränkt im hochschuleigenen Zulassungsverfahren.
Bewerbungsfrist zum Wintersemester 1. Juni bis 15. Juli

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Zurzeit werden keine Studiengebühren an der CAU Kiel erhoben. Der Semesterbeitrag beträgt im Wintersemester 2009/10: 102,00 €.

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