Parietale Osteopathie-Faszientechnik: Positionierung + Fasziales Unwinding (PFU)

Medii GmbH - Private Fortbildungsakademie
In Dresden

398 
MwSt.-frei
Möchten Sie den Bildungsanbieter lieber direkt anrufen?
35120... Mehr ansehen

Wichtige informationen

  • Intensivseminar berufsbegleitend
  • Mittelstufe
  • Dresden
  • 35 Lehrstunden
  • Dauer:
    4 Tage
Beschreibung

Die Teilnehmer erlernen die Behandlung der Faszien des Bewegungsapparates. Sie bekommen Einblick in die Kombination zwischen Faszientechniken mit Strain-Counterstrain-Techniken.

Wichtige informationen
Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Dresden
Freiberger Straße 39, 01067, Sachsen, Deutschland
Plan ansehen

Häufig gestellte Fragen

· An wen richtet sich dieser Kurs?

Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Heilpraktiker, Ärzte, Masseure, Logopäden

Was lernen Sie in diesem Kurs?

Umgang mit Faszialen Ebenen
Funktionelle Techniken für tiefe Spannungssyndrome

Dozenten

Dorothee Bartz
Dorothee Bartz
Dozentin der cura-Akademie

Leiterin einer Praxis für Physiotherapie in Berlin-Mitte mit Therapie-Schwerpunkt Craniosacrale Körperarbeit und Perinatale Osteopathie (Kleinkinder)

Themenkreis

Inhalte

Parietal scheint immer noch ein Fremdwort für viele Physiotherapeuten in Deutschland zu sein, das exotischer ist als Craniosakral oder Viszeral. Dies verwundert, weil Parietal ursprünglich der zentrale Zweig der Osteopathie war. Die Behandlung der Faszien des Bewegungsapparats betrifft den gesamten passiven Bereich des bindegewebigen Bewegungsapparats. Es ist sozusagen die Funktionelle Manuelle Medizin und somit unter anderem auch eine ideale Fortbildung für ausgebildete Manualtherapeuten. Motto: Nach der Pflicht die Kür... Viele andere Kursreihen zitieren mittlerweile modischerweise die Faszien und die Behandlung ihrer Dysfunktionen. Früher waren die Faszien eher uninteressant - eine Art Biomüll im Vergleich zu Muskeln und Gelenken. Aber mittlerweile ist ihre zentrale Bedeutung in der Spannungverwaltung mit ihren möglichen pathogenetischen Konsequenzen jedem Praktiker und Therapeuten irgendwie bekannt. Dieses irgendwie durch eine anschauliche Funktionelle Anatomie, fasziale Physiologie, das Kennenlernen der dysfunktionellen Spannungszusammenhänge sowie die Unterrichtung in den elegantesten klassischen und modernen Faszientechniken zu ersetzen, ist bei cura der seit über zehn Jahren erprobte Fokus unserer Lehrtätigkeit.

Im ununterbrochenen Verbund und überall im Körper gestalten Faszien die flexible Struktur der Haltung und der Bewegungsabläufe. Dieser mobile und anpassungsfähige Rahmen ermöglicht optimale und geschmeidige Kraftumsetzung, sinnvolle Bewegungseinschränkung und wohlproportionierte Arbeitsteilung.
Fasziale Läsionen durch unausgewogene Dauerbelastungen oder nachhaltige Traumata wirken wie Verklebungen, Verknotungen und Verzerrungen auf das ursprünglich fein strukturierte, filigran verwobene Bindegewebe. Doch anders als die vielzitierte Metapher von der "Laufmasche" haben die Faszien die Fähigkeit zur Restrukturierung. PhysiotherapeutInnen können mit Parietalen Faszientechniken die geeigneten Impulse zur Wiedereingliederung der belasteten Fasziensegmente in das Haltungs- und Bewegungssystem ihrer Patienten bewirken. Einschränkungen lösen sich innere und äußere Räume tun sich auf Trennungen werden aufgehoben der freie Fluss der Bewegung kann wieder in Gang kommen. Wo sich im eingeschränkten Zustand nach dem Naturgesetz: Form folgt der Funktion schmerzhafte Verspannung oder Arthrose entwickelt, kann durch die parietalen osteopathischen Faszientechniken das heilsame Gegenteil wirken: gesunde Funktion folgt der Wiederherstellung einer anpassungsfähigen und belastbaren Form Bewegungsabläufe werden wieder geschmeidig und flüssig, Kapseln und Ligamente wieder frei.

Über geeignete Ecoute-Techniken, also durch das Einspüren in die Spannungsvektoren der verschiedenen faszialen Gurtungsbahnen wird die systemische Vernetzung dieser Belastungssituation als Ganzes angegangen - und das so sanft und effizient wie möglich. Solche Vorgehensweise kann über eine andere Metapher verstanden werden: der osteopathische Umgang mit faszialer Dysfunktion ist dem Lösen eines in sich verwickelten Fischernetzes vergleichbar, was eine therapeutische Einflussnahme an einzelnen Elementen (Fäden, Knoten) wie auch an der Gesamtstruktur (Netz als Ganzes) erfordert:

  • Gezielter Spannungsausgleich der vernetzten einzelnen Faszienbahnen - (PFN)
  • Auflösen der in sich verwrungenen ligamentären und kapsulären Gelenk-Verknotungen - (PFG)
  • Neutralisierung des Fasziennetzes durch geeignete Positionierung und ein Entwirren des Bindegewebes - (PFU)


Funktionelle Osteopathie findet über das Erforschen der Ursache des Problems gleichzeitig den Pfad zur Quelle der Lösung.

Aufgabe dieser Kursreihe ist es, Ihnen die klinisch wirksamsten und nachhaltigsten osteopathischen Techniken für das Bindegewebe des Bewegungsapparats zu vermitteln.
Inhalte aller drei Kurse:

  • Fasziale Anatomie und Physiologie, Differentialdiagnose der faszialen und artikulären Dysfunktionen
  • Auswahlkriterien geeigneter Behandlungstechniken für verschiedene Gewebe
  • Parietale Faszientechniken für das Gesamtspektrum orthopädischer Indikationen
  • Ecoute-Techniken in Diagnose und Behandlung, Positional Release/Myofascial Release
  • Anschauliche Funktionelle Anatomie des Bewegungsapparats
  • Entwicklung von Zielsicherheit in der Lokalisation der zu therapierenden Strukturen


PFU - Positionierung und Fasziales Unwinding:

  • Haltung und Verhalten: Umgang mit dynamischen Vektoren und Faszialen Ebenen
  • Still-Techniken (Indirekt-Aktive Techniken) für Hals- und Brustwirbelsäule
  • Funktionelle Techniken für tiefe Spannungssyndrome: Diaphragma und Thorakolumbalfaszie (Skoliose)
  • Balancierte Ligamentäre Spannung des Beckens: Tensegrity-Techniken für Psoas, Beckenboden, Adduktoren
  • Kernstabilisatoren: Fasziales Unwinding und Hoover-Techniken
  • Kombination von Faszientechniken mit Strain-Counterstrain-Techniken


Die Absolvierung der kompletten Fortbildungsserie wird den Teilnehmern abschließend als Fortbildung in PARIETALER OSTEOPATHIE bescheinigt und zusätzlich als einer der drei Anteile (cranial/viszeral/parietal) der Gesamtweiterbildung FUNKTONELLE OSTEOPATHIE angerechnet.
Der Zugang zur Ausbildung und der Besuch der einzelnen Kurse steht allen Interessenten der Zielgruppe in beliebiger Reihenfolge frei. Teilnehmern gänzlich ohne osteopathische Vorerfahrungen wird die Teilnahme am Einführungskurs CCC aus der Craniosakralen Körperarbeit empfohlen, der sich als methodischer und inhaltlicher Zugang auch für Viszerale Osteopathie eignet. Die Teilnahme ist jedoch freiwillig.