Professionalität und Selbstbehauptung in schwierigen Situationen und Kontexten (Wahlbaustein Nr. 12)

IWL Seminare GmbH
In München(Region Süd)

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  • Seminar
  • Fortgeschritten
  • München(region süd)
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    4 Tage
Beschreibung

Lernziele: Es soll in diesem Kurs darum gehen,. klärungsfähige von "unhaltbaren" Kontexten unterscheiden zu lernen (dazu Modelle und Theorien). In schwierigen Situationen erspart eine rasche Situationsdiagnose die nutzlose Verschwendung von gutem Willen, Zeit und Kraft angesichts unhaltbarer Kontexte. einen Katalog kommunikationspsychologischer 'Kniffe' kennen und anwenden zu lernen. Diese Interventionen ermöglichen es, auch unter massivem Belastungsdruck den letzten eventuell noch vorhandenen Klärungswillen der Gegenseite zu wecken und so vermeidbare Eskalationen zu verhin

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

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auf Anfrage
München(Region Süd)
Türkenstraße 70, 80799, Bayern, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Mindestvoraussetzungen zur Teilnahme ist der Grundkurs Nr. 1.

Dozenten

Eberhard Stahl
Eberhard Stahl
Referent

Jahrgang 1958, Diplom-Psychologe Studium in Hamburg, Zusatzausbildung in Gesprächspsychotherapie und SKAN-Körpertherapie; langjährige Tätigkeit als Psychotherapeut und Eheberater. Seit 1989 selbständiger Berater und Trainer in Wirtschaft und Non-Profit-Bereich, Mitglied im "Arbeitskreis Kommunikation und Klärungshilfe", Arbeitsschwerpunkte: Kommunikation, Führung und Teamentwicklung. Autor des Buches: "Dynamik in Gruppen - Handbuch der Gruppenleitung", erschienen im Beltz Verlag.

Themenkreis

Einführung:

Die Kommunikationspsychologie Friedemann Schulz von Thuns und die von Christoph Thomann und Schulz von Thun entwickelte Klärungshilfe bieten Konzepte und Techniken zur Entstörung zwischenmenschlicher Verwicklungen für Menschen, die prinzipiell am Gelingen eines guten Miteinanders interessiert sind.

Das bedeutet nicht, dass es dabei immer nett zugeht und schon gar nicht, dass die Entstörung ein Kinderspiel wäre. Häufig liegt der gute Wille der Beteiligten unter Halden von Unsicherheit und Verletztheit bzw. hinter einem Panzer von Arroganz und Coolness verborgen, und es braucht nicht nur Unerschrockenheit und Kundigkeit, sondern auch ein gehöriges Maß an erlernbarer Fingerfertigkeit, um ihn wieder freizulegen.

Diese Fingerfertigkeit mit ihren auf Klarheit und Wahrheit zielenden Interventionen stößt im Lebensalltag allerdings gelegentlich an deutliche Grenzen: dort nämlich, wo Menschen (aus welchen Gründen auch immer) das konstruktive Miteinander scheitern lassen wollen und in der Wahl ihrer Mittel z.T. skrupellos sind.

Wo immer im privaten oder beruflichen Leben Menschen ausgebootet, vorgeführt, gedemütigt, gezielt hintergangen oder auf irgendeine Weise "fertig gemacht" werden sollen, brauchen sie in erster Linie weniger das humanistische Latein, ein großes Herz oder jene metakommunikatorische Kompetenz, die aus Gegnern Konfliktpartner machen will.

Was es in solchen “unhaltbaren“ Situationen auch und vor allem braucht, sind ein kühler Kopf und solche kommunikativen Techniken der Selbstbehauptung, die aus dem bedrohten Opfer ein wehr- und listenreiches Gegenüber zu machen.

Denn ich kann kein hilfreicher Berater, Moderator, Trainer (mehr) sein, wenn ich selbst in der Falle sitze; wenn es mir z.B. nicht gelingt, angesichts massiver Demütigung/Bloßstellung/Lächerlichkeitspreisgabe meine "Haut zu retten" und meine Integrität zu wahren. Mancher Moderator, manche Trainerin, die allzu sehr im Normenkontext humanistischer Ideale aufgewachsen sind, müssen auch über Frechheit, Schlitzohrigkeit und Kampfgeist verfügen, um nicht den Wölfen das Feld zu überlassen. Motto: nicht nur offen und vertrauensvoll, sondern auch gewappnet!

Lernziele:

* “natürliche“ Reaktionsweisen in unhaltbaren Kontexten (Flucht, Gegenangriff, Hilferuf,...) kennen zu lernen und die dabei wirksamen persönlichen Hemmungen, Ge- und Verbote zu erkunden. In bedrohlichen Situationen ermöglichen solche “natürlichen“ Reaktionen häufig die Überwindung einer angstbedingten Lähmung und versetzen das “Opfer“ in den Stand, die lähmende Situation wieder aktiv zu gestalten.
* manipulative Beziehungs- und Situationsdefinitionen zu erkennen und ihnen schlagfertig zu begegnen. Wann immer nämlich lähmende Beziehungs- und Situationsdefinitionen (“Wer sich aufregt, hat verloren...“, “Dieser Angriff ist kein Angriff...“, “Ich entscheide, wann Sie sich beleidigt fühlen dürfen...“) unbewusst akzeptiert oder hingenommen werden, ist das persönliche Abwehrrepertoire automatisch stark beschränkt.
* Beziehungs- und Situationsdefinitionen (“Wer sich aufregt, hat verloren...“, “Dieser Angriff ist kein Angriff...“, “Ich entscheide, wann Sie sich beleidigt fühlen dürfen...“) unbewusst akzeptiert oder hingenommen werden, ist das persönliche Abwehrrepertoire automatisch stark beschränkt.
* individuelle Muster im Umgang mit unhaltbaren Situationen zu erkunden. Mit Hilfe des Modells des Inneren Teams gilt es, herauszufinden, wer beim Sich-Selbst-Behaupten die innere Bühne besetzt hält: Wer macht uns dort das Leben schwer, wer fehlt bzw. wer hat einen Stammplatz in der Selbstbehauptungs-Mannschaft verdient?
* Techniken der seelischen Schadensbegrenzung kennen und anwenden zu lernen. Wann immer nämlich unhaltbaren Situationen auch durch geschulte Wehrhaftigkeit nicht zu entkommen ist, geht es darum, die seelischen Folgeschäden solcher Ereignisse in möglichst engen Grenzen zu halten.
* persönliche Praxisbeispiele der Teilnehmer/innen anhand der vorgestellten Modelle zu analysieren und sie unter Zuhilfenahme der entsprechenden Interventionen in Richtung auf eine verbesserte Lösung hin weiterzuentwickeln.

Seminarablauf:

1. Tag:

1. Einführung in das Seminar

2. "Zwischen Pest und Cholera" - Vom Wesen schwieriger Situationen (Vortrag mit Anwendungsübungen)

3. Workshop I: Erhebung von Praxisfällen der Teilnehmer/innen in Beratungs-Quartetten

4. “Natürliche Reaktionen“ - Auswege aus der Opferstarre und Erkundung der sie begleitenden inneren Ver- und Gebote (Vortrag mit Anwendungsübungen)

5. Workshop II: Bearbeitung von Praxisfällen der Teilnehmer/innen in Beratungs-Quartetten

2. Tag:

1. Metakommunikatorische Morgenrunde

2. "Die Kunst der Entfesselung“: Vom schlagfertigen Umgang mit lähmenden Beziehungs- und Situationsdefinitionen (Vortrag mit Anwendungsübungen)

3. Workshop III: Bearbeitung von Praxisfällen der Teilnehmer/innen in Beratungs-Quartetten

4. “Wunde Punkte" - Die Entwicklung des Inneren Teams - unter besonderer Berücksichtigung der persönlichen Konfliktgeschichte – als Türöffner in scheinbar auswegslosen Situationen (Vortrag mit Selbsterkundung und Anwendungsübungen)

5. Workshop IV: Bearbeitung von Praxisfällen der Teilnehmer/innen in Beratungs-Quartetten

3. Tag:

1. Metakommunikatorische Morgenrunde

2. "Selbstvertrauen, Selbstwert und Selbstachtung..." - seelische Schadensbegrenzung in auswegslosen Situationen (Vortrag mit Anwendungsübungen)

3. Workshop V: Abschließende Bearbeitung von Praxisfällen der Teilnehmer/innen in Beratungs-Quartetten

4. "Tipps, Tricks & Kniffe" - Kommunikationspsychologische Interventionen als Türöffner in scheinbar ausweglosen Situationen (Vortrag mit Anwendungsübungen)

4. Tag:

1. Metakommunikatorische Morgenrunde

2. Selbstbehauptung braucht Selbst-Entwicklung

3. abschließende Transferübung

4. Schlussresümee

Begleitlektüre:

Als Begleitlektüre eignet sich die Zusammenfassung der Kommunikationslehre von Schulz von Thun in “Klarkommen mit sich selbst und anderen“ (2004). Rowohlt-TB 61924, S.11-59.

Zeitplan:

Beginn 9.00 Uhr. (1. Tag 11.00 Uhr) - Ende gegen 20.00 Uhr (1. Tag 19.15 Uhr). Von 13.00 Uhr - 15.00 Uhr Mittagspause.

Das Seminar endet am 4. Tag gegen 12.45 Uhr. Es wird empfohlen, keine Abendterminverpflichtungen einzugehen.

Ein wechselseitiges Ergänzungsverhältnis besteht zu Nr. 5 (Leitungsrolle und persönliche Entwicklung). Für Absolventen geeignet!


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