Psychiatrie und Philosophie

Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen
In Bad Nauheim

90 
MwSt.-frei

Wichtige informationen

  • Seminar
  • Anfänger
  • Bad nauheim
  • 8 Lehrstunden
  • Dauer:
    1 Tag
  • Wann:
    Januar
Beschreibung

Absolvierung des gesamten Workshop.
Gerichtet an: Ärzte, Medizinstudenten, Psychologen, weitere Mitarbeiter des psychiatrisch - psychotherapeutischen Personals, psychologische Psychotherapeuten

Wichtige informationen
Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
Januar
Bad Nauheim
Carl-Oelemann-Weg, 5 - 7, 61231, Hessen, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

keine

Was lernen Sie in diesem Kurs?

Medizin
Psychatrie

Dozenten

Dr. med. Franz Bossong
Dr. med. Franz Bossong
Hadamar

Themenkreis

Ausgehend von konkreten Fallbeispielen aus dem psychiatrisch-psychotherapeutischen Alltag werden wesentliche philosophische, d.h. anthropologische, ethische, wissenschaftstheoretische und ästhetische Aspekte erörtert, die einerseits für das ganzheitliche Verstehen psychischer Gegebenheiten notwendig sind und andererseits Möglichkeiten des Erkennens sowie Behandelns von Menschen mit psychiatrischen Krankheitsbildern fördern können. Wenn ein Kranker klagt: „In meiner 10jährigen dauernden Drogeneuphorie war ich keine einzige Minute glücklich“ oder ein anderer Kranker nach erfolgreicher psychopharmakologischer Behandlung seine Zustandsbesserung beschreibt mit: „Ich habe mehr Luftraum, im Kopf mehr Raum...freier...wie hohl“ so fragen wir uns, was sich in diesen Äußerungen zeigt und was sich hinter dem sprachlich Formulierbaren verbergen kann. Anhand solcher Fallbeispiele sowie ausgesuchter Literaturpassagen und Kunstwerken diskutieren wir für die psychiatrisch-psychotherapeutische Tätigkeit relevante Fragen. Mit Blick auf die Tradition psychiatrisch-psychotherapeutischer und wissenschaftlicher Tätigkeit bedeutender Psychiater des 20. Jahrhunderts, wie z. B. Eugen Bleuler (Schweiz), Erwin Straus (Deutschland, USA), Ludwig Binswanger und Roland Kuhn (Schweiz) liegt das Hauptaugenmerk des Workshops auf der sogenannten phänomenologischen Methode“.

09:00 Uhr Begrüßung: Vorstellung der KollegInnen

09:30 Uhr Einführung ins Themen
Begriffsbestimmunge
Abgrenzung von Psychiatrie zu Philosophischen Disziplinen
(insbesondere Anthropologie, Metaphysik/Ethik, Ästhetik,
Wissenschaftstheorie und Phänomenologie) und
Psychologie

10:30 Uhr Kaffeepause

10:45 Uhr Besprechung klinisch relevanter Aspekte und Phänomen
(Teil I) z. B.
1. Ganzheit (Einheit – Summe)
2. Das Phänomen des Grundes
3. Die Zeitlichkeit
4. Die Räumlichung
5. Der Zusammenhang von „Empfinden und Sich-
Bewegen“ (E. Straus)
6. Bedeutung philosophischer Kenntnisse für die
psychopharmakologische Behandlung und
Forschung (z. B. Entdeckung der spezifisch
antidepressiven Wirksamkeit von Imipramin 1956)-
Wie erkenne ich die Wirkung eines
Psychopharmakons?
7. Das autistische Denken (E. Bleuler)
8. Die Kategorie des Neuen
9. Zusammenhang von psychiatrisch relevanten
Zuständen und Aspekten der Freiheit

12:30 Uhr Mittagspause

13:15 Uhr Zur Methodenproblematik: Deduktion – Induktion –
Hermeneutik – Psychiatrie als
„Methodenchamäleon“ (H. Tellenbach)

14:30 Uhr Kaffeepause

14:45 Uhr Fortsetzung der Thematik des Vormittags (Teil II)

16:30 Uhr Ende

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Die Gebühr wir 2-3 Tage vor der Veranstaltung mittels Lastschrift abgebucht.
Weitere Angaben: Für weitere Fragen steht Ihnen die Sachbearbeiterin zur Verfügung.
Praktikum: keines
Zulassung: keine
Maximale Teilnehmerzahl: 40
Kontaktperson: Frau A. Floeren-Benachib

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