Risikobeurteilung in der Praxis

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  • Seminar
  • Anfänger
  • Stuttgart
  • Dauer:
    2 Tage
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auf Anfrage
Stuttgart
Hamletstr. 11, 70563, Baden-Württemberg, Deutschland
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Themenkreis

Risikobeurteilung in der Praxis

  • Konsequenzen aus der EG-Richtlinie Maschinen
  • Praktische Methodik für die Gefahrenanalyse und die Risikobeurteilung
  • EN 14121-1 und EN 13849-1 an Beispielen erläutert
  • Praktische Hilfsmittel für den Betriebsalltag
  • Fallstudie für die praktische Umsetzung
  • Notwendige Schritte zur Konstruktion sicherheitsgerechter Maschinen

Programm

1. Seminartag

9.00 Uhr
Erfordernis und Zielsetzung der Risikobeurteilung

-

Rechtliche Bedeutung der Gefahrenanalyse/Risikobeurteilung

-

Stellung der Europa-Normen/Einblick in das Normenwerk "Sicherheit von Maschinen"

-

Anforderungen nach der neuen Maschinenrichtlinie und EN 14121-1 (Neufassung von EN 1050)

9.45 Uhr
Fallstudie zur Risikobeurteilung

-

Vorstellen des Projektbeispiels

-

Untersuchen der Maschinenrichtlinie und des Normenwerks

-

Internet-Recherche

10.30 Uhr
Pause

11.00 Uhr
Verfahren der Risikobeurteilung

-

Vorstellen der Checklisten und Formulare für die Risikobeurteilung

-

Einführung in die PHA-Methode (Preliminary Hazard Analysis)

12.30 Uhr
Mittagspause

13.30 Uhr
Praxisteil 1

-

Risikobeurteilung in Gruppenarbeit am Fallbeispiel

-

Diskussion der Ergebnisse

15.00 Uhr
Pause

15.30 Uhr
Normgerechte Schutzmaßnahmen 1

-

Übersicht über technische Schutzmaßnahmen, Auswahlkriterien

-

Trennende Schutzeinrichtungen, Anforderungen, Beispiele

-

Änderungen durch 2006/42/EG und EN ISO 13857

17.00 Uhr Ende des 1. Seminartags

2. Seminartag

9.00 Uhr
Schutzmaßnahmen 2

-

Nicht trennende Schutzeinrichtungen, Anforderungen, Auswahlkriterien, Beispiele

-

Einführung in EN 13849-1, sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen

-

Was ist ein "sicherheitsbezogenes Teil einer Steuerung"?

-

Beispiele

Pause
10.30 bis 11.00 Uhr

11.00 Uhr
Risikoeinschätzung und -beurteilung

-

Methode zur Risikoeinschätzung nach EN 13849-1

-

Erläuterung wesentlicher Begriffe: Performance Level (pl), mittlere Zeit bis zum gefahrbringenden Ausfall (MTTFd), Diagnosedeckungsbeitrag (DC), Fehler gemeinsamer Ursache (CCF), Steuerungskategorien

-

Alternative Methoden zur Risikoeinschätzung (EN 62061, Risikoprioritätszahl einer FMEA)

Mittagspause
12.30 bis 13.30 Uhr

13.30 Uhr
Praxisteil 2

-

Durchführen von Risikoeinschätzungen für das Fallbeispiel nach EN 13849-1 und EN 62061

-

Diskussion der Ergebnisse

Pause
15.00 bis 15.30 Uhr

13.30 Uhr
Nachweise und Dokumentation

-

Überblick über die Nachweisrechnung für den "Performance Level" (pl) nach EN 13849-1

-

Praktische Umsetzung am Fallbeispiel

-

Dokumentation von Risikobeurteilungen, Anforderungen

-

Eingliederung in den Entwicklungs- und Konstruktionsprozess (3-Phasen-Modell)

17.00 Uhr
Ende des Seminars

- Änderungen vorbehalten -

Zum Thema:

Die EG-Maschinenrichtlinie legt ein einheitliches Sicherheitsniveau für Produkte des Maschinenbaus und deren Betrieb fest. Dieser "kleinste gemeinsame Nenner" in bezug auf Sicherheit ist eine der Voraussetzungen für den freien Verkehr der Produkte innerhalb der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums.
Die Gefahren-(Gefährdungs-)Analyse und die Risikobeurteilung einschließlich der "gerichtsfesten" Dokumentation der Ergebnisse ist gesetzlich vorgeschriebene Voraussetzung für die Konformitäts-Erklärung und CE-Kennzeichnung von Maschinen, Anlagen und Sicherheitsbauteilen. Die Neufassung der Maschinenrichtlinie verschärft die Anforderungen, indem sie zwingend Risikoeinschätzung und -bewertung verlangt.

Ihr Nutzen:
Nach einer Einführung in die Grundlagen der EU-Regelsetzung wird an einem Fallbeispiel eine Risikobeurteilung Schritt für Schritt durchgeführt. Mit Hilfe einer Checkliste werden die Gefahren festgestellt, das sich daraus ergebende Risiko analysiert und bewertet. Die Konsequenzen daraus werden diskutiert und normgerechte Schutzmaßnahmen ausgewählt. Basiswissen über Auswahl und Ausführung von mechanischen und steuerungstechnischen Schutzmaßnahmen wird vermittelt.
Die Teilnehmer sollen dadurch in die Lage versetzt werden, das Verfahren im eigenen Unternehmen einzuführen.
Sie lernen auch kennen, was und wie dokumentiert werden muss - und warum. Materialien zur Gestaltung der Formulare erhält jeder Teilnehmer auf einer CD-ROM.

Personenkreis:
Konstrukteure, Entwickler, Entscheidungsträger im Bereich Konstruktion und Entwicklung.
Zur Sicherstellung einer effektiven Arbeit im Seminar ist die Zahl der Teilnehmer auf 20 begrenzt.

Referent:
Matthias Schulz, ProfiServices, Linnich
Matthias Schulz ist seit 1995 als Berater für Sicherheitstechnik im Maschinenbau tätig; mehr als 50 Gefahrenanalyse-/Risikobeurteilungsprojekte in allen Branchen des Maschinen- und Anlagenbaus, sowohl in der Serienherstellung als auch bei Großanlagen.
Sein Buch "Gefahrenanalyse und Risikobeurteilung - Warum und wie?" und die Tätigkeit als Inhouse-Trainer haben zur Standardisierung der in Deutschland angewendeten Methoden beigetragen.


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