Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung

Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe
In Bochum

1.200 
Möchten Sie den Bildungsanbieter lieber direkt anrufen?
0234-... Mehr ansehen
Vergleichen Sie diesen Kurs mit ähnlichen Kursen
Mehr ansehen

Wichtige informationen

  • Master
  • Bochum
  • Dauer:
    2 Jahre
Beschreibung

Die Absolventinnen und Absolventen dieses Studienganges sind auf allen Ebenen des Sozialstaates, im Gesundheits- und im Bildungswesen, in wohlfahrtsverbandlichen Organisationen und anderen Nichtregierungsorganisationen, im Bereich politische Beratung und in internationalen sozialen Organisationen einsetzbar.
Gerichtet an: Der Master-Studiengang 'Soziale Inklusion, Gesundheit und Bildung' richtet sich an Absolventinnen und Absolventen von Studiengängen des Sozialwesens einschließlich der Studiengänge Pflege, Heilpädagogik und Elementarpädagogik sowie gleichwertiger Studienabschlüsse anderer Fachrichtungen. Das Studium bereitet vor auf eine Übernahme von Leitungsverantwortung und/oder Konzeptentwicklung in Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung sowie bei Gesundheits- und Fördereinrichtungen.

Wichtige informationen
Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Bochum
Immanuel-Kant-Str. 18 -20, 44803, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
Plan ansehen

Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung zum Master-Studiengang „Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung“ ist ein erster Hochschulabschluss, z.B. ein Diplom oder Bachelor-Examen (Heilpädagogik, Soziale Arbeit, Elementarpädagogik, Gemeindepädagogik und Diakonie, Pflege) oder ein anderes einschlägiges Hochschulstudium. In der Regel müssen im Bachelor-Studiengang verwandte Fächer studiert worden sein.

Themenkreis

Kurzportrait

Die prekäre soziale Lage eines zunehmend größeren Teils der Bevölkerung macht es notwendig, dass alle Ebenen und Akteure des Sozialstaates, insbesondere des Gesundheits- und Bildungswesens, die Prozesse und Strukturen sozialer Ausgrenzung stärker analytisch erfassen und Interventionen zu ihrer Überwindung anstoßen.

Die Studierenden werden befähigt, Bildungs- und Gesundheitsarbeit in unterschiedlichen Feldern, für verschiedene Milieus und Lebenslagen konzeptionell zu entwickeln und praktisch zu gestalten. Sie werden in die Lage versetzt, fachliche und organisatorische Leitungsaufgaben in Bildungs-, Förder- oder Gesundheitseinrichtungen zu übernehmen. In diesem Kontext erwerben die Studierenden strategische, betriebswirtschaftliche, organisatorische und forschungsbezogene Kenntnisse und Fähigkeiten, um Bildungs-, Gesundheits- und Fördereinrichtungen erfolgreich am Markt zu positionieren. Der Studiengang ist als konsekutiver Master auf der Grundlage der BA-Studiengänge aus den Fachgebieten „Soziale Arbeit“, „Heilpädagogik“, „Elementarpädagogik“ und „Gemeindepädagogik/Diakonie“ angelegt.

Folgende Kernkompetenzen werden im Rahmen des Studiums erworben:

  • Rezeptions-, Reflexions- und Änderungskompetenz, um bisherige Ressourcen und Schnittstellen in den entsprechenden Berufsfeldern zu öffnen und zu vernetzen
  • Interdisziplinäre Forschungskompetenz in Verbindung mit Organisations- und Leitungskompetenz
  • Fähigkeit zur Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Maßnahmen zur Reduktion gesundheitlicher Ungleichheit und zur Förderung einer umfassenden Bildungsintegration
  • Multiplikatorenkompetenzen mit der Fähigkeit zu Theorie-, Praxis- und Selbstreflexion

In Übereinstimmung mit Beschlüssen des Europäischen Rates zielt der Master-Studiengang „Soziale Inklusion, Gesundheit und Bildung“ auf die Stärkung des sozialen Zusammenhangs in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Gliederung des Studiums

Der viersemestrige Studiengang ist in drei theoretische Semester und ein praktisches Arbeitsfeld gegliedert. In jedem Semester sollen Rezeptions-, Reflexions- und Änderungswissen erarbeitet werden:

  1. 1. Semester: Grundlagen zur Bildungs- sowie gesundheitlichen Ungleichheit bei sozialer Armut

    Das erste Semester befasst sich mit den allgemeinen Grundlagen in Theorie & Praxis zu Inklusion/Exklusion, Gesundheit, Bildung/Erziehung, – jeweils unter dem Fokus Soziale Ungleichheit unter Berücksichtigung von Gender und Ethnizität.
  2. 2. Semester: Soziale, gesundheitliche und bildungsmäßige Ungleichheit, widrige Lebensumstände und ihre Bewältigung verstehen

    Diese 2. Lernphase zielt darauf ab, den Studienteilnehmern die grundlegenden theoretischen und empirischen Konzepte zu vermitteln, die darüber Aufschluss geben, welche Faktoren aus den jeweiligen Wissensgebieten der Erziehungswissenschaft/Pädagogik, der Psychologie, der Motopädagogik, der Soziologie, der Politikwissenschaft, der Rechtswissenschaft, der Naturwissenschaften (Biologie, Medizin) und der Entwicklungs- und Sozialpsychologie, der Anthropologie, Ethik und Theologie in kausalem und/oder korrelativem Zusammenhang zu bildungsmäßigen und gesundheitlichen Unterschieden in verschiedenen Bevölkerungsgruppen stehen.
  3. 3. Semester: Bildungsgefälle, Entwicklungsrisiken und gesundheitliche Ungleichheit verändern

    Im dritten Feld schließlich werden interdisziplinär ausgerichtete Veränderungskompetenzen vermittelt. Die Studierenden werden befähigt, systemische Entwicklungs-konzepte zur Reduktion bildungsmäßiger Nachteile bzw. gesundheitlicher Ungleichheit zu erarbeiten. Zugleich werden in diesem Bereich Kompetenzen zur Entfaltung eigener Medien- und Ausdruckspotentiale erworben. Zur effektiven Vorbereitung des Lehrforschungsprojektes im 4. Semesters wird ein internationales Modell of Good Practice systematisch auf die bundesdeutschen Bedingungen vor Ort transferiert und bildet damit die Grundlage für die konkrete Umsetzung in der Praxis.
  4. 4. Semester: Modelle guter Praxis zur Reduktion von bildungsmäßiger und gesundheitlicher Ungleichheit umsetzen, selbstreflexiv evaluieren und verändern

    Der vierte Arbeitsbereich ist als Praxissemester mit parallel angeleiteter Reflexion angelegt. Die systematische Übertragung eines Modells of Good Practice im vorangegangen Semester ermöglicht es den Studierenden in der Praxisphase, das Modell unter den Bedingungen vor Ort auf Umsetzbarkeit, Praxistauglichkeit und Nützlichkeit zu überprüfen und gemäß der realen Bedingungen zu modifizieren.

Berufsfelder

Dieser Masterstudiengang richtet seinen multidimensionalen Hilfeansatz gleichermaßen auf die Bereiche Einkommen, Bildung/Ausbildung, Gesundheit und bei betroffenen Kindern und Jugendlichen auch auf deren psychomotorische Entwicklung. Hierbei kommen die besonderen Potentiale und Handlungsansätze der jeweiligen bisherigen medizinischen, psychologischen, sozialmedizinischen, erzieherischen, motopädagogischen, sozialpädagogischen bzw. sozialarbeiterischen, heilpädagogischen, gemeindepädagogisch-diakonischen und elementarpädagogischen Perspektiven im Bereich sozialer Gesundheit, Bildung und Erziehung in einem zu vernetzenden Handlungsbezug zur Geltung. Transitionen, Ansätze zur inneren Differenzierung, Netzwerkbildungen zwischen Bildungsinstitutionen, Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe und gesundheitsfördernder Dienste werden somit zu zentralen Themen.

Der Studiengang setzt Schwerpunkte in den Feldern Kindheit und Familie, wobei hier der Pluralisierung von Lebenswelten Rechnung getragen wird. Wegen des über die gesamte Lebenspanne bestehenden Zusammenhangs von niedriger Bildung und erhöhtem Gesundheitsrisikos ist darüber hinaus eine inhaltliche Erweiterung bzw. eine thematische Schwerpunktbildung auch auf die Gruppe der älteren Menschen möglich bzw. sinnvoll.

Absolventinnen und Absolventen dieses Master-Studienganges qualifizieren sich u.a. für:

  • die Leitung und/oder Konzeptentwicklung von Bildungseinrichtungen der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung (z.B. Familienzentren, Kita’s, Horte, Jugendakademien, Volkshochschulen, Bildungswerke etc.)
  • die Übernahme von Leitungsverantwortung bei privaten, kommunalen und regionalen Gesundheits- (Medizinische Versorgungszentren, Polikliniken, ambulante Formen der Patientenversorgung, Kliniken) und Fördereinrichtungen (z.B. Frühfördereinrichtungen, Sozialpädiatrische Zentren, Eltern-Kind-Einrichtungen)
  • die verschiedenen Ebenen des Sozialstaates bis hin zu internationalen Organisationen mit Aufgaben im Bereich soziale Eingrenzung, Bildung bzw. Gesundheit

Der Masterstudiengang Soziale Inklusion: Gesundheit und Bildung beginnt jeweils im Sommersemester.

Bewerbungsfrist: 01. Oktober bis 30. November

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Der Senat der EFH hat eine Studienbeitragssatzung beschlossen. Danach werden für alle Studierenden 300,00 € pro Semester zuzüglich des üblichen Semesterbeitrages erhoben.

Vergleichen Sie diesen Kurs mit ähnlichen Kursen
Mehr ansehen