Sozialkunde - Modulangebot - Kombi - Lehramt

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  • Bachelor
  • Berlin
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Neben dem Lehrberuf an Schulen bieten sich weitere Tätigkeitsfelder: Politologinnen und Politologen analysieren das politische, rechtliche, soziale und wirtschaftliche System der Bundesrepublik, die internationalen Beziehungen von Staaten oder Zusammenschlüssen und die jeweiligen historischen Grundlagen. Dies schließt auch die Untersuchung der Institutionen, Organisationen und Prozesse politischer Willensbildung ein.

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Berlin
Ihnestr. 21, 14195, Berlin, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Eine der Grundvoraussetzungen für die Immatrikulation ist die allgemeine oder eine in Berlin anerkannte fachgebundene Hochschulreife oder eine fachgebundene Studienberechtigung nach §11 Berliner Hochschulgesetz.

Themenkreis

Gegenstand

Die Politikwissenschaft ist eine Sozialwissenschaft. Ihr Gegenstand sind politische Entscheidungen und politisches Handeln in Staat und Gesellschaft bzw. zwischen verschiedenen Staaten. Dabei untersucht sie ebenso die theoretisch-philosophischen Grundlagen politischen Handelns wie dessen konkreten Entstehungsbedingungen und Auswirkungen: Wie kommen politische Entscheidungen zustande? Wie beeinflussen bestimmte politische Ereignisse die Entwicklungen in Staat und Gesellschaft, in welchem grösseren historischen, sozialen, ökonomischen Kontext stehen sie? Auf welchen vertragstheoretischen und institutionellen Grundlagen beruht ein Staat und welche Auswirkungen haben diese auf das Zusammenleben seiner Bürger? Allgemeiner gesprochen erforscht die Politikwissenschaft die Wechselverhältnisse zwischen (politischen) Akteuren, Strukturen und Prozessen. Dabei fragt sie konkret, wie gesellschaftliches Zusammenleben unter institutionellen (polity), prozeduralen (politics) und sachlich materiellen Gesichtspunkten (policy) allgemeinverbindlich geregelt werden soll und empirisch geregelt ist.

Die Politikwissenschaft als solche konnte erst entstehen, seitdem man von einem Staat im modernen Sinne sprechen kann. Einem berühmten amerikanischen Politikwissenschaftler zufolge ist Politikwissenschaft „the study of the way in which decisions for a society are made and considered binding most of the time by most of the people“ (Easton). Sie versucht somit, gesamtgesellschaftlich umstrittene und zugleich gesellschaftliche Verbindlichkeit beanspruchende Entscheidungen und deren Entstehen zu erklären. Dabei geht es in der Regel um Entscheidungen, denen eine Auseinandersetzung um Werte und Interessen vorausgeht. Auch wenn politikwissenschaftliche Ergebnisse und Überlegungen praktische Bedeutung erlangen können, ist es nicht das erklärte Ziel der Politikwissenschaft, wissenschaftlich Politik zu betreiben. Dagegen geht es vielmehr um ein systematisches und sachliches Nachdenken über Politik. Dazu bedient sich die Politikwissenschaft klassischer sozialwissenschaftlicher Methoden quantifizierender oder qualifizierender Natur. Nicht zuletzt betreibt die Politikwissenschaft auch die Reflexion auf die historischen Entstehungsbedingungen und wissenschaftlichen Prämissen der politikwissenschaftlichen Analyse selbst. Sie ist inhaltlich und methodisch der Soziologie verwandt, Überschneidungsbereiche bestehen außerdem mit Philosophie, Rechtswissenschaft oder Wirtschaftswissenschaft.

Studienaufbau

Sozialkunde als 90 LP-Kernfach mit Lehramtsoption wird mit einem für das gewünschte Lehramt geeigneten 60 LP-Modulangebot und dem Studienbereich Lehramtsbezogene Berufswissenschaft (LBW) studiert. Sozialkunde als 60 LP-Modulangebot mit Lehramtsoption muss mit einem geeigneten 90 LP-Kernfach mit Lehramtsoption und dem Studienbereich Lehramtsbezogene Berufswissenschaft (LBW) kombiniert werden.

Das Studium der Sozialkunde als 90 LP-Kernfach mit Lehramtsoption umfasst fünf Studienbereiche:

* Propädeutikum
* Politische Theorie und Grundlagen der Politik
* Politische Systeme
* Internationale Beziehungen
* Aufbau- und Vertiefungsbereich

Beim Kernfach erfolgt am Ende des Studiums die exemplarische Vertiefung und Differenzierung eines ausgesuchten Studiengebiets durch die selbstständige wissenschaftliche Erarbeitung einer selbst gewählten Problemstellung (Bachelor-Arbeit).

Der Studienbereich Lehramtbezogene Berufswissenschaft (LBW) ist obligatorischer Bestandteil aller lehramtsbezogenen Bachelor-Studiengänge. Er besteht aus zwei erziehungswissenschaftlichen und zwei fachdidaktischen Modulen. Teil des einen erziehungswissenschaftlichen Moduls ist ein mehrwöchiges Schulpraktikum.

Aufbau und Ablauf des Studiums regelt die Studienordnung. Sie enthält detaillierte Beschreibungen der Inhalte und Qualifikationsziele jedes einzelnen Moduls und einen exemplarischen Studienverlaufsplan. Die Prüfungsordnung definiert Art und Anforderungen der Prüfungsleistungen der Module. In den Ordnungen sind die Leistungspunkte (LP) für jedes Modul bzw. jede Veranstaltung sowie der Arbeitsaufwand in Zeitstunden für das gesamte Studium angegeben.

Beruf

Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen verfügen über wissenschaftliche Kenntnisse und praktische Fertigkeiten, die für eine Berufstätigkeit oder einen weiterführenden Studiengang qualifizieren. Die Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an öffentlichen Schulen ist im Land Berlin für Bachelor-Absolventinnen und –Absolventen mit Lehramtsoption nur mit einem einschlägigen lehramtsbezogenen Master-Abschluss (Master of Education) möglich.

Neben dem Lehrberuf an Schulen bieten sich weitere Tätigkeitsfelder: Politologinnen und Politologen analysieren das politische, rechtliche, soziale und wirtschaftliche System der Bundesrepublik, die internationalen Beziehungen von Staaten oder Zusammenschlüssen und die jeweiligen historischen Grundlagen. Dies schließt auch die Untersuchung der Institutionen, Organisationen und Prozesse politischer Willensbildung ein. Auch politische Theorie und Philosophie betrachten sie in ihrem historischen Zusammenhang und im Hinblick auf staats- und verfassungsrechtliche sowie ökonomische Grundlagen. Beschäftigungsmöglichkeiten finden Politologinnen und Politologen mit Universitätsabschluss an politikwissenschaftlichen Instituten von Universitäten, in der öffentlichen Verwaltung, in Fachredaktionen von Tageszeitungen oder Verlagen sowie in Rundfunk- und Fernsehanstalten. Politische Institutionen wie der Deutsche Bundestag und die Länderparlamente zählen ebenfalls zu den potenziellen Arbeitgebern. Darüber hinaus arbeiten sie für Parteien, parteinahe Stiftungen, Gewerkschaften und Verbände. Im Bereich der politischen Bildung z.B. an Volkshochschulen können sie ebenfalls tätig werden. Weitere Tätigkeitsfelder bieten Organisationen für Entwicklungszusammenarbeit sowie PR-Agenturen, deren Schwerpunkt im Bereich der politischen Kommunikation liegt. In Wirtschaftsunternehmen sind Politologinnen und Politologen bisweilen mit Aufgaben der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit betraut. Auch Nicht-Regierungs- und Internationale Organisationen sind potentielle Arbeitgeber. Bei der Stellensuche ist – unabhängig vom angestrebten Abschluss – ein hohes Maß an Eigeninitiative notwendig: Schon während des Studiums sollten Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern geknüpft werden.

Für leitende Tätigkeiten oder eine Beschäftigung in Forschung und Lehre ist ein Master-Abschluss und ggf. die Promotion Voraussetzung.

Bewerbungszeitraum


Nur für das 1. Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester), nur für das höhere Fachsemester: 01.06.-15.07. (zum Wintersemester) und 01.12.-15.01. (zum Sommersemester)

Studienbeginn

Wintersemester

Regelstudienzeit


6 Semester

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Semesterbeitrag 251,68 €