Spannungsprüfer

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Beschreibung

Spannungsprüfer (Phasenprüfer / Duspol) In vielen Situationen der beruflichen Praxis ist es nicht erforderlich den genauen Wert einer Spannung zu ermitteln. Die Spannung mit einem Messgerät zu messen ist nicht notwendig. Zum Beispiel um festzustellen, ob an einer Leitung eine Spannung anliegt oder nicht. Dazu ist es nicht notwendig, die Spannung mit einem Messgerät zu messen. Es reicht aus, die Leitung mit einem einfachen Spannungsprüfer zu prüfen.

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Themenkreis

Spannungsprüfer
  • Einpoliger Spannungsprüfer
    • Phasenprüfer
  • Zweipoliger Spannungsprüfer
    • Duspol
Phasenprüfer (einpoliger Spannungsprüfer)

Der Phasenprüfer eignet sich zum Feststellen einer Spannung an einer Leitung, die mit dem 230V-Netz verbunden ist. Üblicherweise steckt man den Phasenprüfer in eines der Löcher einer Steckdose. Zur Kontrolle steckt man den Phasenprüfer auch noch in das andere Loch. Denn nur an einer Seite der Steckdose ist die Phase angeschlossen. Die andere Seite ist der Nullleiter, an dem mit der einpoligen Prüfung keine Spannung festgestellt werden kann. Die Spannungsfreiheit stellt man an einer Leitung also nur fest, wenn man beide Kontakte prüft.

Bei einem Phasenprüfer handelt es sich in der Regel um einen kleinen Schraubendreher mit durchsichtigem Griff. Er besteht aus einer metallischen Klinge, einem Widerstand, einer Glimmlampe und der durchsichtigen Isolierung. Am Griff des Kopfes befindet sich ein metallischer Kontakt.
Über die metallische Klinge, den Widerstand, die Glimmlampe, dem metallischen Kontakt und das Berühren des metallischen Kontakts mit einem Finger wird der Stromkreis über den menschlichen Körper zur Erde geschlossen. Dabei fließt ein sehr kleiner Strom zur Erde, der ausreicht, die Glimmlampe zum Glimmen zu bringen.
Die Stärke des Glimmens hängt nicht von der Spannung, sondern den Erdungsverhältnissen ab. Ist der Fußboden isoliert und hat die messende Person Gummisohlen an den Schuhen, dann ist das Glimmen sehr schwach. Das bedeutet, es besteht die Gefahr, dass man am nicht sichtbaren Glimmen den Schluss zieht, dass keine Spannung anliegt. Wenn man jedoch mit der Hand noch ein Heizungsrohr berührt, also den Übergangswiderstand zur Erde verringert, dann tritt ein stärkeres Glimmen auf, wenn eine Spannung anliegen sollte.

Duspol (zweipoliger Spannungsprüfer)

Der Duspol eignet sich zum Feststellen einer Spannung an einer Leitung, die mit dem 230V-Netz oder mit kleineren Spannungsbereichen verbunden ist. Durch die zweipolige Prüfung liefert der Duspol eine sicherere Anzeige, als ein einpoliger Spannungsprüfer, wie der Phasenprüfer.

Zweipolige Spannungsprüfer wie der Duspol gibt es in verschiedenen Ausführungen. Er besteht aus zwei isolierte Griffe, die mit einer Messleitung verbunden sind. Während der eine Griff keine weitere Funktion hat, außer den Kontakt zu einem der Messpunkte herzustellen, weißt der andere Griff Anzeigeelemente auf. Die Regel sind zwei oder mehrere Leuchtdioden. Sie eignen sich dann auch für kleinere Spannungsbereiche, als nur für das 230V-Netz. Es gibt aber auch komplexere Duspole mit einer Display-Anzeige, die fast schon Messgeräte für das 230V-Netz sind.
Zur Spannungsprüfung an einer Steckdose wird der dünnere Griff an das Masse- oder Erdpotential angeschlossen. Der dickere Griff mit den Anzeigeelementen wird an die Phase angeschlossen. Zur Kontrolle tauscht man beide Griffe und prüft die Spannung ein zweites mal.

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