Strukturelle Hintergründe von Flucht und Migration aus Afrika

VHS Essen
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Beschreibung

Angesichts der in die Höhe geschnellten Flüchtlingszahlen ist derzeit wieder viel von »Fluchtursachen« die Rede, die es zu »bekämpfen« gelte, um die Probleme wirklich bei der Wurzel zu fassen. Das klingt gut, ist aber aus dem Munde der offiziellen Politik grotesk, bisweilen auch heuchlerisch. Denn die Europäische Union präsentiert sich gerne als Feuerwehr, wo sie doch selbst allzu häufig als Brandstifterin agiert - gerade in zahlreichen Ländern Afrikas. Die Menschen kommen nicht aus Abenteuerlust, sondern weil ihre Existenzgrundlagen zerstört werden - ob durch Ressourcenkonflikte, Landgrabbing, ungleiche Handelsbeziehungen oder verschuldungsbedingte IWF-Strukturanpassungsprogramme. All dies ist Ergebnis politisch-ökonomischer Macht- und Dominanzverhältnisse, in denen Europa seit kolonialen Zeiten
am Drücker sitzt, nicht selten im Ping-Pong mit korrupten, machtversessenen und undemokratischen Eliten im Süden des Globus. Dies und Anderes soll in der Veranstaltung thematisiert werden - einschließlich der Frage, wie wir von Europa aus mit sozialen Bewegungen in Afrika praktisch zusammen arbeiten können.

Der Referent ist in der Initiative NoLager Bremen und dem transnationalen Netzwerk »Afrique-Europe-Interact« aktiv.

Weitere Veranstaltungen der Reihe, jeweils dienstags in der VHS Essen:
02.02.2016, 19.00 Uhr, Max Brym: Fluchtursachen in den Balkan-Staaten (152.1A042F)
09.02.2016, 19.00 Uhr, Dr. Oliver M. Piecha: Die Flüchtlinge aus dem Nahen Osten: Warum gerade jetzt? (152.1A043F)

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Themenkreis

DEUTSCHLAND UND DIE FLÜCHTLINGE -
FLUCHTURSACHEN IM FOKUS
Angesichts der seit August 2015 ausgerufenen »Flüchtlingskrise« herrscht in Deutschland und Europa helle Aufregung: Politiker und Parteien streiten über den künftigen Umgang mit der (un-)erwünschten Zuwanderung. Die Forderungen reichen von restriktiven Einwanderungsstopps mit Obergrenzen bis hin zum grenzoffenen "Refugees welcome", eingerahmt vom Ausspruch Angela Merkels: "Wir schaffen das!"
Aber auch die Bundeskanzlerin spricht inzwischen von "spürbarer Reduzierung der Flüchtlingszahlen" und verweist auf die Notwendigkeit, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Aber hängen diese nur am verheerenden Wirken des "Islamischen Staates" in Syrien und im Irak, was tausende Bewohner dieser Staaten in die Flucht treibt? Oder müssen wir unseren Blick nicht auch auf andere Regionen der Welt richten: auf Afrika, auf die Balkan-Staaten und auf die wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen, religiösen Rahmenbedingungen, die immer mehr Menschen dazu treiben, ihre geliebte Heimat zu verlassen und zu Flüchtlingen zu werden.
Volkshochschule Essen, Antifa Essen Z, ProAsyl/Flüchtlingsrat Essen und AStA der Universität Duisburg/Essen präsentieren eine vierteilige Reihe von Expertenveranstaltungen, die die Ursachen der aktuellen Flüchtlingssituation in den Fokus nimmt. Die vier Veranstaltungen finden dienstags vom 19. Januar bis 9. Februar 2016, jeweils ab 19.00 Uhr, in der VHS Essen statt.

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