Süchte verstehen (Bildungsurlaub)

Sobi - Sozialpädagogisches Bildungswerk Münster
In Münster
Emagister-Preis

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Wichtige informationen

  • Seminar
  • Münster
  • 40 Lehrstunden
  • Dauer:
    5 Tage
  • Wann:
    06.02.2017
Beschreibung

Dieser Bildungsurlaub wird sich in zwei unterschiedlichen Methoden und Techniken aufbauen. Im ersten Teil werden unterschiedliche Techniken des Motivational Interviewing mit besonderem Fokus auf Beziehungsaufbau, Fokussierung, Evokation, Planung und Agenda Mapping ausgearbeitet. Des Weiteren werden Selbsterfahrungen im Bereich der eigenen Sozialisation, mit Blick auf die Erweiterung beruflicher Kompetenz im Kontext der Arbeit mit Abhängigkeitserkrankungen reflektiert. Ziel soll es sein komplexe Methoden und Konzepte aus der „motivierenden“ Gesprächsführung im Zusammenhang mit System therapeutischen Ansätzen näher zu betrachten, um Beratungen in unterschiedlichsten Ebenen fachlich zu erweitern. Die Selbsterfahrung in Verbindung mit den beschriebenen Methoden ergibt zwischen Klient und Berater neue Möglichkeit der aktiven Prozessgestaltung.

Wichtige informationen

Preis für Emagister-Nutzer: erm. 348 €

Dieser Kurs ist als Bildungsurlaub anerkannt

Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage Uhrzeiten
06.Februar 2017
Münster
Achtermannstraße 10-12, 48143, Nordrhein-Westfalen, NRW, Deutschland
Plan ansehen
Mo - Fr 9:00 - 17:00

Was lernen Sie in diesem Kurs?

Motivational Interviewing
Fokussierung
Beziehungsaufbau
Evokation

Dozenten

Peter Wachter
Peter Wachter
seit mehr als 10 Jahren in suchtspezifischen Arbeitsfeldern tätig

Themenkreis

Für Mitarbeitende in beratenden sozialpädagogischen und psychologischen Berufen

Im Laufe der letzten Jahre wird das Thema „Sucht“ immer häufiger ein Lebensmittelpunkt vieler Menschen, sei es aufgrund einer beruflichen Tätigkeit, oder als konsumierende Person. Die Zahlen und Statistiken zeigen, dass Menschen in unserer Gesellschaft immer häufiger von dem Konsum in den Missbrauch von Drogen unterschiedlichster Art gelangen. Viele Sozialpädagogen, Psychologen oder andere Menschen, die im beruflichen Kontext mit dem Thema „Sucht“ in Berührung kommen, werden durch drogengebrauchenden Menschen oftmals an ihre eigenen fachlichen sowie persönlichen Grenzen geführt. Endlose pädagogische therapeutische Maßnahmen führen oftmals wieder zum Ausgangspunkt und es beginnt wieder von vorne. Die Beharrlichkeit der helfenden Person sowie ein hohes Maß an Akzeptanz und Wertschätzung der betroffenen Person gegenüber spielen an dieser Stelle eine maßgebliche Rolle.

Durch Verknüpfung von Gesellschaft und Sucht ergeben sich besondere Beziehungsdynamiken. Wirtschaftlich ist das Thema „Drogen“ ein gewinnbringendes Geschäft. Die Industrie schafft es, durch gezielte Marketingstrategien als Wegweiser in die Sucht zu dienen. Es ist also besonders wichtig, gesellschaftliche Zusammenhänge zu verstehen, welche einen Drogenkonsum oder Missbrauch begünstigen.
Ebenso ist von besonderer Bedeutung den „süchtigen“ Menschen nicht abzuwerten, sondern den „Menschen“ mit all seinen Bedürfnissen und Sehnsüchten zu erkennen. Betroffene Personen aus der Drogenszene oder Arbeitswelt mit unterschiedlichen Abhängigkeitserkrankungen werden in diesem Seminar aktiv mit eingebunden. Es werden Brücken zu Realitäten und Lebenswerten geschaffen; durch Kleingruppenarbeit mit den „Süchtigen“ werden die vorhandenen Kenntnisse bestätigt oder es eröffnen sich neue Betrachtungsweisen, aus welchen sich Handlungsoptionen entwickeln.

Das Seminar soll dazu führen, ein Verständnis von Drogenkonsum und Abhängigkeit zu entwickeln. Ebenso soll diskutiert werden, was es bedeutet, unbewusst in eine Form der Coabhängkeit zu gelangen. Systemische Zusammenhänge mit Blick auf das soziale und gesellschaftliche Umfeld des Konsumenten sowie das Ausarbeiten geeigneter Handlungsstrategien mit den Klienten als Profi seiner selbst werden dazu führen, die eigenen Vorgehensweisen konstruktiv zu hinterfragen und gegebenenfalls bei neuer Erkenntnis neu auszurichten.

Dieser Bildungsurlaub wird sich in zwei unterschiedlichen Methoden und Techniken aufbauen. Im ersten Teil werden unterschiedliche Techniken des Motivational Interviewing mit besonderem Fokus auf Beziehungsaufbau, Fokussierung, Evokation, Planung und Agenda Mapping ausgearbeitet. Des Weiteren werden Selbsterfahrungen im Bereich der eigenen Sozialisation, mit Blick auf die Erweiterung beruflicher Kompetenz im Kontext der Arbeit mit Abhängigkeitserkrankungen reflektiert. Ziel soll es sein komplexe Methoden und Konzepte aus der „motivierenden“ Gesprächsführung im Zusammenhang mit System therapeutischen Ansätzen näher zu betrachten, um Beratungen in unterschiedlichsten Ebenen fachlich zu erweitern. Die Selbsterfahrung in Verbindung mit den beschriebenen Methoden ergibt zwischen Klient und Berater neue Möglichkeit der aktiven Prozessgestaltung.
Im zweiten Teil werden betroffene Menschen mit unterschiedlichsten Suchterkrankungen sich zur Verfügung stellen, um mit Ihnen gemeinsam die theoretischen Erkenntnisse in Form von intensiven Gesprächen in der Gruppe oder in Kleingruppenarbeit vertiefen. Ziel soll es sein, die theoretischen Aspekte sowie die eigene Person bewusst in den Fokus zu setzen. Durch diesen besonderen Realitätsbezug zum Klienten wird eine positive Grundhaltung in Verbindung mit eigenen Grenzen verdeutlicht, ebenso wird ein Transfair der Theorie in die Praxis dazu dienen, die Wirksamkeit der theoretischen Inhalte in Anteilen zu überprüfen.

Aus systemischer Betrachtungsweise ist jegliche Form einer „Sucht“ eine versuchte Lösung.


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