Systemisches Denken und Handeln

IWL Seminare GmbH
In München(Region Süd)

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Wichtige informationen

  • Seminar
  • Anfänger
  • München(region süd)
  • Dauer:
    4 Tage
Beschreibung

Dieser Kurs ersetzt keine Ausbildung in systemischer Beratung, ermöglicht aber einen ganz praktischen Einstieg und theoretischen Einblick in die faszinierende, immer wieder 'andere Welt' des systemischen Denkens und Handelns. Eigene schwierige private oder berufliche Themen dienen dabei als Übungsmaterial für das Erlernen der Interventionen und der grundsätzliche Haltung, die sich in manchen Aspekten abhebt vom 'herkömmlichen Beratungsansatz'. Wer Freude am Experimentieren und an der Zusammenarbeit in wechselnden kleinen Gruppen hat, ist gut aufgehoben.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
München(Region Süd)
Türkenstraße 70, 80799, Bayern, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Vorherige Teilnahme am Grundkurs wird empfohlen. Interessenten, die den Grundkurs Nr. 1 nicht besucht haben, werden gebeten, vor der verbindlichen Anmeldung Kontakt mit den Referenten aufzunehmen.

Dozenten

Doris Röschmann
Doris Röschmann
Referentin

Jahrgang 1966 Seit 1992 selbstständig als Trainerin, Coach und Beraterin. Fachbuchautorin zu Methodik und Didaktik im Training. Schwerpunkte: Führung, Veränderungsprozesse, Coach-Qualifizierung, systemische Organisationsberatung.

Roswitha Stratmann
Roswitha Stratmann
Referentin

Jahrgang 1963. Studium in Münster und Hamburg, Weiterbildungen in Gesprächstherapie und Gestalttherapie, derzeit in Systemischer Beratung und Therapie; mehrjährige Berufs- und Institutionserfahrung als Psychotherapeutin, Supervisorin, im Strafvollzug und in der Behandlung von Suchtpatienten. Seit 1991 selbständige Trainerin und Beraterin im Wirtschafts- und Sozialbereich, Mitglied im "Arbeitskreis Kommunikation und Klärungshilfe". Derzeitige Arbeitsschwerpunkte: Beratung und Coaching mit dem "Inneren Team", Train-the-Trainer-Seminare, Lebendige Rhetorik, Kommunikation.

Themenkreis

Einführung:

Der systemische Ansatz in Beratung, Training, Therapie und Organisationsentwicklung ist aus der öffentlichen Debatte nicht mehr wegzudenken. Er hat eine enorme Menge an Publikationen, Interventionen, mittlerweile auch Schulen hervorgebracht. Kaum einer, der das Wort “systemisch“ nicht selbstverständlich benutzt und es einfließen lässt. Nicht immer aber, so scheint es, ist klar, was eigentlich mit der systemischen Perspektive gemeint ist.

Wer als Berater/in oder Trainer/in unterwegs ist, ist gut beraten, sich in diesem Gebiet auszukennen, um das eigene Tun einordnen zu können und sich inspirieren zu lassen von neuen Sichtweisen und methodischen Ansätzen.

Der systemische Ansatz bietet Modelle, Werkzeuge und vor allen Dingen Haltungen, die es uns ermöglichen, die vielfältigen Vernetzungen und Wechselwirkungen zwischen Mensch und System zu verstehen und zu nutzen.

Lernziele:

Im Einzelnen beschäftigen wir uns mit:

* Grundlagen und Historie des Systemischen Ansatzes: Was macht ihn aus?
* Der Begriff des Systems: Was ist ein System? Woran erkenne ich es? Was hilft mir diese Erkenntnis?
* Die Bedeutung des “Zielfilms“ in der systemischen Beratung: Wofür brauche ich ihn? Wie entwickle ich ihn?
* Die Kunst der Frage: von zirkulären, ressourcenorientierten und Wunderfragen – wofür man sie braucht und wie mann/frau sie stellt
* Kundentypen: Berate “typgerecht“ und vermeide so Frustration auf beiden Seiten!
* Reframing: einen neuen Rahmen schaffen
* Hausaufgaben: Lernprozesse fortsetzen und vertiefen
* Reflecting Team: Wie in Gruppen und Teams Menschen effizient an Lösungen arbeiten können
* Integration: Was hat das alles mit dem zu tun, was wir sonst in dieser Weiterbildung lernen?

Zum Hintergrund dieses Seminars:

Dieses Seminar entstand aus der intensiven Beschäftigung mit einem Ansatz, der sich ganz unabhängig von der Schulz von Thunschen Lehre entwickelt hat, und dient der Klärung der Frage, ob, wann, wie und wie nicht die beiden Welten zueinander passen, sich gegenseitig befruchten oder ausschließen. Es wurde erprobt in der Ausbildung von Trainern im sozialen Kontext und hat dort wunderbare Debatten und Einsichten ausgelöst. Es wendet sich an systemische Einsteiger, Halbgebildete und Theoretiker, welche die Praxis erproben wollen. Wer in diesem Bereich bereits ausgebildet ist, wähle besser einen anderen Baustein.

Seminarablauf:

1. Tag: Theoretische Grundlagen schaffen

· Systemische Seminareröffnung und Vorstellung

· Darstellung der Seminararchitektur

· Der systemische Ansatz: Definition, Hintergrund, Kennzeichen

· Der Begriff des Systems: Woran erkenne ich ein System und wie setze ich diese Erkenntnis um?

· Umsetzung und Vertiefung der Inhalte in Form von Systemanalysen anhand eigener Beispiele

2. Tag: Interventionen 1: “anfangen“ und “vertiefen“

· (Systemische) Aussprache über den Seminarverlauf

· “anfangen“: vom Problem zum Auftrag

- Das “systemische Beratungsparadigma“: Zielfilme anstelle von Problemtrancen

- Tandemarbeit an eigenen Fällen

- Kundentypen

· “vertiefen“: Die Kunst der Frage

- Wie man konstruktive Fragen stellt, wozu sie nützen, welche Gefahren sie beinhalten

- Arbeit in Kleingruppen an eigenen Fällen

3. Tag: Interventionen 2: “verändern“ und “beenden“

· (Systemische) Aussprache über den Seminarverlauf

· “verändern“:

- Reframing: Wie kann ich als Berater/in eine andere Perspektive einnehmen und so hilfreich sein?

- Übung in Gruppen

- Hausaufgaben: Wie kann ich den begonnenen Lernprozess im Alltag fortführen und vertiefen?

- Übung in Gruppen

· “beenden“:

- Reflecting Team: Wie können viele Menschen gemeinsam an der Lösung eines Problems arbeiten? Auf welche Weise beende ich eine Arbeit?

- Komplimente: Welche Bedeutung haben sie in der Beratungspraxis?

- Übung in Halbgruppen

- Wie kann ich das Vorgehen auch in der Einzelberatung nutzen?

4. Tag: Integration

· (Systemische) Aussprache über den Seminarverlauf

· “Integration“:

- Wie stehen der Systemische Ansatz und die Schulz von Thunsche Kommunikationspsychologie zueinander? Gemeinsamkeiten und Unterschiede

- Übung in Teilgruppen

- persönliche Integration: Wie lasse ich das Erarbeitete in meiner täglichen Praxis Früchte tragen?

Zeitplan:

Beginn 9.00 Uhr (1. Tag 11.00 Uhr) – Ende gegen 19.15 (1. Tag 19.30 Uhr). Von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr Mittagspause.

Das Seminar endet am 4. Tag gegen 12.45 Uhr. Es wird empfohlen, keine Abendterminverpflichtungen einzugehen.

Die Adresse erhalten Sie von Frau Seidl. Dieser Kurs wird bei Absolventen der Fortbildungsreihe als Baustein anerkannt.


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