Veränderbare und einstellbare Widerstände

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Beschreibung

Veränderbare und einstellbare Widerstände Veränderbare oder einstellbare Widerstände sind in der Regel mechanisch veränderbare Widerstände. Einstellbare Widerstände, die durch Drehen einer Achse verändert werden, werden Potentiometer, kurz Poti, genannt.
Insgesamt gibt es drei Arten eine mechanische Veränderung des Widerstandwertes vorzunehmen. Je nach Bauform wird der Widerstandswert mittels eines Schiebers oder einer Drehachse verändert. Die Widerstandsstrecke kann also gerade oder kreisförmig sein.
Der einstellbare Widerstandswert hat einen Kleinst- und einen Höchstwert. Der Kleinstwert kann z. B. 0 Ohm sein. Der Höchstwert ergibt sich aus der Widerstandsbezeichnung. Einstellbare Widerstände haben drei Anschlüsse. Zwei sind an den Enden der Widerstandsstrecke. Ein Anschluss ist der Kontakt zum Schleifer, der auf den Widerstandskörper drückt. Üblicherweise sind es Schichtwiderstände. Es gibt auch Drahtwiderstände, die man aber nicht kontinuierlich einstellen kann. Da der Schleifer quer über den gewickelten Draht läuft, verläuft der Widerstandswert linear in Stufen. Die kleinste Widerstandsänderung ist der Widerstandswert einer Drahtwindung.

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Themenkreis

Widerstandsverlauf


Einstellbare Widerstände können einen unterschiedlichen Widerstandsverlauf haben. Die Genauigkeit des Widerstandsverlauf ist dabei ein wesentliches Qualitätsmerkmal.
Beim linearen Widerstandsverlauf nimmt der Widerstandswert über die Widerstandsstrecke immer um den gleichen Betrag zu oder ab. Beim positiv logarithmischen Verlauf nimmt der Wert langsam zu und steigt dann gegen Ende der Widerstandsstrecke stark an. Sie werden meist für die Lautstärkeeinstellung verwendet. Das Lautstärkeempfinden des menschlichen Ohrs hat einen ähnlichen Verlauf.
Beim positiv exponentiellen Widerstandsverlauf steigt der Wert noch flacher an, um dann im letzten Ende der Widerstandsstrecke stark anzusteigen. Der negativ logarithmische und negativ exponentielle Widerstandsverlauf verhalten sich entgegengesetzt zu ihren positiven Widerstandsverläufen.
Für die Analogrechentechnik und Navigationsgeräte gibt es einstellbare Widerstände mit Sinusverlauf und einen S-Kurvenverlauf.

Wenn es einfach nur die Einstellung eines Widerstandswertes geht, dann reicht dafür ein einfaches Potentiometer mit einem linearen Verlauf aus.

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Anwendung

Linear einstellbare Widerstände werden vorwiegend als Spannungsteiler und Stellwiderständen eingesetzt. Logarithmisch einstellbare Widerstände werden vorwiegend zur Lautstärkeeinstellung in Verstärkerschaltungen eingesetzt.

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