Weiterbildungskurs Sozialmedizin AK I

Akademie für Ärztliche Fort- und Weiterbildung der Landesärztekammer Hessen
In Bad Nauheim

650 
MwSt.-frei

Wichtige informationen

  • Kurs
  • Fortgeschritten
  • Bad nauheim
  • 80 Lehrstunden
  • Dauer:
    10 Tage
Beschreibung

Kurs-Weiterbildung zum Erwerb der Zusatz-Bezeichnung Sozialmedizin.
Weitere Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung sind u.a. eine Anerkennung als Facharzt/Fachärztin sowie 12 Monate anerkennungsfähige Weiterbildungszeit "Sozialmedizin".
In vier (Kompakt-) Kursen mit je 80 Stunden, d.h. insgesamt 320 Stunden werden die Inhalte der Weiterbildungsordnung (Kursteile A - H) angeboten.
Der Gesamtkurs setzt sich zusammen aus den Grundkursen GK I und GK II (Kursteile A - D zu 2 x 80 Stunden) sowie aus den Aufbaukursen AK I und AK II (Kursteile E - H zu 2 x 80 Stunden).
Für den Erwerb der Zusatzbezeichnung müssen die Grundkurse vor den Aufbaukursen absolviert werden. Die zusätzliche Einhaltung der Reihenfolge (erst I dann II) innerhalb der Grund- bzw. Aufbaukurse wird empfohlen, aber nicht für den Erwerb der Zusatz-Weiterbildung "Sozialmedizin" vorausgesetzt.

Wichtige informationen
Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Bad Nauheim
Carl-Oelemann-Weg, 5 - 7, 61231, Hessen, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Welche Ziele werden in diesem Kurs verfolgt?

Sie benötigen unter anderem diesen Kurs, um die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin bei Ihrer zuständigen Ärztekammer beantragen zu können.

· An wen richtet sich dieser Kurs?

Dieser Kurs setzt die Facharztanerkennung sowie den Besuch der beiden Grundkurse voraus und richtet sich an Ärzte und Ärztinnen, welche die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin erwerben wollen.

· Voraussetzungen

Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung sind die Anerkennung als Facharzt/Fachärztin sowie 12 Monate anerkennungsfähige Weiterbildungszeit Sozialmedizin und Teilnahme an den Grundkursen.

· Worin unterscheidet sich dieser Kurs von anderen?

Die Akademie der Landesärztekammer Hessen kann eine langjährige Erfahrung im Ausrichten von Fortbildungen für Ärzte nachweisen. Außerdem arbeiten wir mit hochrangigen Referenten zusammen.

· Welche Schritte folgen nach der Informationsanfrage?

werden Sie von der zuständigen Sachbearbeiterin kontaktiert, die Ihnen die Formulare zur verbindlichen Anmeldung sowie das Programm und weitere organisatorische Informationen zukommen lässt.

Was lernen Sie in diesem Kurs?

AK II Kursteile E-H
80 Stunden

Dozenten

Dr. med. R. Diehl
Dr. med. R. Diehl
Frankfurt

Themenkreis

Inhalte:

Schnittstellen bei der Zusammenarbeit

von Arbeits- und Sozialmedizin

  • Umsetzung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben (LTA-Leistungen)

Betriebliches Eingliederungs-Management (BEM)

Richtlinien, Leitlinien und Arbeitshilfen
für die Begutachtung

  • Rehabilitationsentlassungsbericht als Gutachten

Arbeitsphysiologie und Ergonomie

  • Physiologie in der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Psychomentale Belastungsfaktoren
  • Belastung und Beanspruchung
  • Ergonomische Arbeitsplatz- belastung

Aufbau und Elemente ärztlicher Gutachten

  • Definition und Mindestanforderung für den Gutachterbegriff
  • den ärztlichen Befundbericht und
  • das ärztliche Attest
  • Aufbau eines sozialmedizinischen Gutachtens (Krankheitsvorgeschichte, Sozialanamnese, klinische und technische Befunde)
  • Funktionsdiagnosen, Epikrise mit sozialmedizinischer Stellungnahme

Prozess der ärztlichen Begutachtung

  • Strukturelle Rahmenbedingungen der Begutachtung
  • Vorbereitung, Durchführung und Abschluss der Begutachtung
  • Interaktionen bei der Begutachtung

Aufbau und Zuständigkeit der Sozialgerichtsbarkeit

Gerichtliche Beweisfragen an den medizinischen Sachverständigen

Formen der Begutachtung

  • z. B. mit Untersuchung, nach Aktenlage

Objektivität/Subjektivität
des Gutachtens

  • ICF-Basierung der sozialmedizinischen Begutachtung
  • angemessener und rationeller Umfang ärztlicher Begutachtung
  • Übermaßverbot

Gutachtenarten

  • Formulargutachten
  • Quantitative Begutachtungsverfahren
  • Freies Gutachten

Disability-Management

Assessmentinstrumente in der
Begutachtung

Wechselschicht, Nachtschicht,
Gruppenarbeit
- Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
Arbeitsmedizinische Rechtsgrundlagen
und Arbeitsorganisation

  • Arbeitssicherheitsgesetz
  • Arbeitsschutzgesetz
  • Arbeitsgesetz ,tarifl. Pausenregelung

Begutachtungsrelevante
sozialrechtliche Begriffe

  • Krankheit, Behindert und Schwerbehinderung
  • Pflegebedürftigkeit
  • Arbeitsunfähigkeit
  • Dienstunfähigkeit
  • Erwerbsminderung
  • Erwerbsfähigkeit nach SGB II
  • Invalidität
  • Minderung d. Erwerbsunfähigkeit (MdE)
  • Grad der Behinderung (GdB)
  • Sozialrechtliche Kausalität, Finalität

Fallbesprechung

Erstellung des Leistungsbildes vor dem Hintergrund des Anforderungsprofils und der Gefähr- dungsbeurteilung für die Bezugstätigkeit

Sozialmedizinische Beurteilung und Reha bei Migranten

Berufskrankheiten und arbeitsbedingte
Erkrankungen
Berufskrankheitsverordnung
Berufskrankheiten-Liste

Ausgewählte Beispiele von
Berufskrankheiten

Berufskunde aus medizinischer Sicht - Berufskundliche Informationssysteme

Anforderungsprofile häufiger beruf-.
licher Tätigkeiten

  • Beispiele von Anforderungen bei ausgewählten Krankheitsgruppen Arbeitsbedingte Erkrankungen

Arbeitsmedizinische Fallsbesprechung

Ärztliche Begutachtung
Grundlagen und Grundsätze der
ärztlichen Begutachtung
Unterschiede zwischen medizinischen
und juristischem Denken
Unabhängigkeit des sozialmedizinischen
Sachverständigen

Gutachter im Spannungsfeld von
Arzt-Sein und Neutralitätsgebot

  • Rechte und Pflichten des ärztlichen Gutachtens
  • Ethische Fragen n der Begutachtung

Qualitätsmanagement u. Qualitäts-sicherung für sozialrechtl. Gutachten

  • Qualitätsmerkmale eines Gutachtens
  • Qualitätsmanagement in den sozial-medizinischen Diensten
  • Praktische Durchführung der Qualitätssicherung für sozial-medizinische Gutachten

Rechtsfragen
Datenschutz in der Sozialversicherung

  • Sozialgeheimnis
  • Bundes-/ Landesdatenschutzgesetze Mitwirkung des Versicherten
  • Umfang/Grenzen notwendiger Mitwirkung

Rechtsgrundlagen und Rechtsfolgen
Zumutbarkeit und Verhältnismäßigkeit

  • diagnostisch – therapeutischer Maßnahmen

Fallstricke im Umgang mit Patientendaten

  • Stufenweise Wiedereingliederung Abschlussfragen

Zusätzliche Informationen

Zahlungsinformation: Zahlung per Rechnung
Weitere Angaben: Für weitere Fragen steht Ihnen die zuständige Sachbearbeiterin gern zur Verfügung.
Praktikum: keines
Zulassung: Besuch der Grundkurse GK I und GK II
Weitere Informationen: Kinderbetreuung für Kinder von 3 bis 8 Jahren Freitag und Samstag ganztags möglich!


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