Wenn die Hexen tanzen - die Walpurgisnacht und Goethes Faust

VHS Würzburg
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Aktuelles, das in der Zeitung steht, diskutiert wird zu hinterfragen, politische Streitpunkte, kommunale Ereignisse oder Gedenktage aufzugreifen und zu durchleuchten, ist unser Ziel im Programmbereich Gesellschaft. Aktuelles, heute als NEWS behandelt, ist oft nur noch für wenige Tage ein paar Schlagzeilen wert. "Infotainment" hat in den Medien nur noch 90 Sekunden Raum. Die vhs dagegen will Hintergründe aufspüren, Zusammenhänge erklären, Fachleute zu Wort kommen lassen, Raum zur Diskussion geben und zur eigenen Meinung herausfordern.

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Würzburg
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In der Walpurgisnacht, in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai, treffen sich – nach der Überlieferung im Volks- und Hexenglauben – traditionell die Hexen und Zauberer an besonderen, meist höher gelegenen Orten zu ausschweifenden Festen. Einer der bekanntesten Versammlungsorte der Hexen und Hexenmeister im deutschen Raum ist der Blocksberg (Brocken) im Harz. Was treiben die Hexen bei diesen Festen? Sinnlichkeit und Sexualität spielen etwa bei der Teufelsbuhlschaft eine zentrale Rolle. Goethe greift im „Faust“ (1808), seinem berühmtesten Werk, diese Thematik auf, als Faust vom Teufel Mephisto in der Walpurgisnacht-Szene zum Hexentanz auf den Brocken geführt wird.

Ausgehend von der Volkstradition untersucht der Vortrag den Stellenwert dieser Szene in Goethes Faust-Tragödie (Faust I). Dabei wird auch Material verwendet, das Goethe wohl aus Gründen der Selbstzensur aus der Endfassung seines Faustwerks gestrichen hat, aber in den Skizzen und Vorarbeiten zum Faust ("Paralipomena") erhalten geblieben sind.



Nach dem Studium der Fächer Amerikanistik und Germanistik an den Universitäten Regensburg, Würzburg und New York war Dr. Arthur Bartle wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Amerikanistik in Würzburg, dann lange Jahre Seminarlehrer für Deutsch. Heute ist der pensionierte Lehrer Lehrbeauftragter am Institut für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Würzburg.