Werkstoffwissenschaft

Montanuniversität Leoben
In Leoben (Österreich)

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Wichtige informationen

  • Bachelor
  • Leoben (Österreich)
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung


Gerichtet an: AbiturientInnen

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Leoben
Franz-Josef-Str. 18, 8700, Steiermark, Österreich
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Themenkreis

Das Studium Werkstoffwissenschaft in Leoben ist neben seiner Technikbezogenheit besonders naturwissenschaftlich ausgerichtet, um effiziente Grundlagenforschung zu ermöglichen.

Die Geschichte der Menschheit wurde von Beginn an von den zur Verfügung stehenden Struktur- (Konstruktions-) und Funktionswerkstoffen geprägt. Erforschung und Entwicklung neuer Materialien sind die ersten Schritte hin zu leistungsfähigeren Bauteilen. Moderne Werkstoffe sind Voraussetzung für die Optimierung technischer Systeme. Jede technische Idee ist nur realisierbar, wenn die geeigneten Werkstoffe zur Verfügung stehen, egal ob es sich um Stähle für Werkzeuge oder für die Automobilindustrie, hoch hitzebeständige Bauteile für die Luft- und Raumfahrt oder um bio­kompatible Implantate für den menschlichen Körper handelt. Gerade in Zeiten knapper werdender Ressourcen und steigender ökologischer Anforderungen an Produktion und Wiederverwendbarkeit von Materialien ist es unbedingt notwendig, so genannte intelligente Werkstoffe und Werkstoffsysteme zu entwickeln und einzusetzen. Dadurch kann bei minimalem Einsatz von Rohstoffen und Energie ein Maximum an Funktion erreicht werden.

Bachelorstudium

Das Bachelorstudium Werkstoffwissenschaft besteht aus sieben Semestern. Im Zentrum der ersten vier Semester steht die Grundlagenausbildung in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern. Darüber hinaus werden aber bereits auch Grundlagen der Metallkunde und der Werkstoffkunde keramischer Werkstoffe vermittelt. Im 5. bis 7. Semester stehen die Werkstoffe im Vordergrund: Metalle und ihre Legierungen, keramische Werkstoffe, Halbleiterwerkstoffe, Verbundwerkstoffe, Gläser sowie die polymeren Werkstoffe. Die Kerngebiete dabei sind die festkörperphysikalische Durchdringung der Werkstoffe, die Werkstoffprüfung sowie weitere moderne Untersuchungs- und Charakterisierungsverfahren sowohl abbildender als auch analytischer Natur. Dieses Studium wird mit einer Bachelorarbeit zu einem werkstoffrelevanten Themengebiet im 7. Semester abgeschlossen. Weiters wird empfohlen, während des Studiums facheinschlägige Praxisarbeit durchzuführen, wobei der Nachweis über insgesamt 24 Wochen Praxistätigkeit erst zu Ende des Masterstudiums erforderlich ist.

Masterstudium

Das Masterstudium besteht aus 2 Semestern Lehrveranstaltungen und einem Semester für die Masterarbeit, 30 weitere ECTS-Punkte werden für die Ablegung der erforderlichen Praxis vergeben. In diesem Studium findet eine fachliche Vertiefung der im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse sowie eine Spezialisierung statt, wobei eine der folgenden Wahlfachgruppen zu wählen ist: Metallische Werkstoffe, Materialphysik, Keramische Werkstoffe, Werkstoffe der Elektronik und Physik funktionaler Materialien. Zusätzlich werden im Rahmen der freien Wahlfächer vier Schwerpunkte angeboten: Biomaterials, Modellierung und Simulation, Polymerwerkstoffe sowie Projekt- und Qualitätsmanagement. Die Masterarbeit befasst sich mit bestimmten Werkstofffragen und kann sowohl an einem Lehrstuhl als auch in facheinschlägigen Betrieben durchgeführt werden.

Ausstattung

Sehr gut ausgestattete Labors und Forschungseinrichtungen mit moderner EDV-Ausstattung ermöglichen die praktische Erprobung der erarbeiteten Grundlagen und Methoden im Rahmen der Übungen. Zur Laborausstattung im Werkstoffbereich zählen die wichtigsten Geräte zur Werkstoffcharakterisierung wie moderne Lichtmikroskope, Raster- und Durchstrahlungs-Elektronenmikroskope, Rasterkraftmikroskope, Focussed Ion Beam, Feldionenmikroskop mit Atomsonde, thermische Analysenmethoden, Abschreck- und Umformdilatometer sowie alle wesentlichen Geräte der Zerstörenden und Zerstörungsfreien Werkstoffprüfung. Zusätzlich existieren Spezialgeräte wie z.B. Laseranlagen zum Schneiden, Schweißen, Beschichten von Werkstoffen, welche im Rahmen von Diplom- und Doktorarbeiten zur Verfügung stehen.

Typische Arbeitsbereiche

Die gesamte Werkstoff erzeugende, verarbeitende und einsetzende Industrie, insbesondere Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsabteilungen, Materialprüfanstalten, Qualitätsmanagement, Schadensanalytik, Ingenieurbüros, Logistik sowie wissenschaftliche Bereiche an Universitäten und Forschungseinrichtungen. Wesentliche Aufgabenfelder: Werkstoffentwicklung, Werkstoffcharakterisierung und -prüfung, Werkstoffmodellierung und Werkstoffeinsatz, Nanotechnologie.