Wirtschaftsmathematik

Fachhochschule Koblenz
In Remagen

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Wichtige informationen

  • Bachelor
  • Remagen
  • Dauer:
    3 Jahre
Beschreibung

Ziel eines Mathematikstudiums ist es, Fähigkeiten zu erwerben, die für eine möglichst allgemeine Vorgehensweise zur Problemlösung erforderlich sind. Die Aneignung der mathematischen Denkweise und der Bezug zur Praxis sind gleich wichtige Inhalte des Studiums. Die Wahl eines Anwendungsschwerpunkts ermöglicht es, sich bereits während des Studiums mit konkreten Problemstellungen auseinanderzusetzen. Eine Einengung auf ein spezielles Berufsfeld wird jedoch nicht angestrebt.

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Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Remagen
Südallee 2, 53424, Bayern, Deutschland
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Themenkreis

Berufsfelder
Die folgende kurze Liste zeigt eine Auswahl der vielfältigen Berufsmöglichkeiten eines Wirtschaftsmathematikers.

  • Versicherungen
    Im Zuge der Deregulierung der Versicherungsmärkte sind neue Versicherungstypen mit einer Vielzahl von Tarifen entstanden. Auch die Rentenreform (Riester-Rente) bildet die Grundlage für neue Versicherungsprodukte. Jede Versicherungsgesellschaft verfügt über eine eigene mathematische Abteilung, deren Mitarbeiter in der Lage sind, Versicherungstarife zu berechnen und neue Versicherungsprodukte zu entwickeln.
  • Fondsgesellschaften, Investment Banking, Wertpapierhandel, Vermögensverwaltungen
    Die Finanzmärkte haben seit den siebziger Jahren einen immensen Aufschwung erlebt. An elektronischen Börsen wird heute eine Vielzahl von Finanzprodukten mit einem riesigen Gesamtvolumen gehandelt. Sowohl die Einführung des Computers in den Wertpapierhandel als auch die Entwicklung neuer mathematischer Verfahren zur Bewertung von Optionen (Black-Scholes-Modell) hat sich entscheidend auf die Handelsaktivitäten ausgewirkt. Händler von derivativen Finanzprodukten und Financial Engineers müssen mit diesen Bewertungsmodellen vertraut sein und sie in der Praxis anwenden können.
  • Controlling, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
    Das Handeln von Finanzprodukten birgt eine Vielzahl von Risiken. Hier sind in den letzten Jahren neue Methoden zur Messung und Kontrolle von Risiken entwickelt worden. Als Beispiel sei hier das Value-at-Risk-Verfahren genannt. Jede Controlling-Abteilung einer Bank, die eigene Handelsaktivitäten betreibt, muß diese Verfahren und die zugrunde liegenden mathematischen Modelle beherrschen und im Tagesgeschäft anwenden können. Wirtschaftsprüfer von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften müssen die Handelsgeschäfte von Banken nachvollziehen und analysieren können. Dies setzt unter anderem voraus, daß sie die gehandelten Finanzprodukte und ihre Eigenschaften sehr gut kennen.
  • Unternehmensberatungen, Softwarehäuser
    Für die Berechnung von Versicherungstarifen, die Durchführung von Handelsaktivitäten mit Derivaten sowie für das Risikocontrolling sind Software-Systeme notwendig, die von Unternehmensberatungen, spezialisierten Software-Häusern oder auch von unternehmenseigenen Software-Abteilungen erstellt werden. Die Mitarbeiter dieser Unternehmen müssen die zugrunde liegenden finanzmathematischen Modelle beherrschen und sie in Anwendungsprogramme umsetzen können. Hierfür ist zunächst die Kenntnis moderner, d.h. objektorientierter, Programmiersprachen erforderlich. Ebenso verfügen die Mitarbeiter in diesen Bereichen über die Kompetenz, komplexe Softwaresysteme mit finanzmathematischem Hintergrund objektorientiert zu analysieren und ein entsprechendes Design zu entwerfen.
    Dank der breiten praxisorientierten Informatikausbildung besteht für die Absolventen des Studiums der Wirtschaftsmathematik auch die Möglichkeit, Ihre berufliche Karriere in einem Softwarehaus zu beginnen, das seine Schwerpunkte nicht in den Bereichen Banken und Versicherungen hat.

Studieninhalte
Im Grundstudium werden umfassende Grundkenntnisse in Analysis, Algebra, Statistik und Numerischer Mathematik sowie wesentliche Grundlagen der Informatik vermittelt. Zu den Anwendungsbereichen Medizin und Wirtschaft werden bereits ab dem 1. Semester einführende Vorlesungen angeboten.
Im Hauptstudium wird die Fähigkeit zur Problemlösung erworben, d.h. man lernt, Probleme aus dem gewählten Anwendungsbereich zu beschreiben, zu analysieren, zu strukturieren, zu modellieren und zu lösen.
Neben Vorlesungen mit allgemeinem mathematischem Inhalt (z.B. Numerische Mathematik, Differentialgleichungen, Statistik) werden im Anwendungsbereich Medizin Vorlesungen und Seminare über Biometrie (z.B. Versuchsplanung, Qualitätssicherung) und Informationssysteme (z.B. Information retrieval, Bildverarbeitung, Mustererkennung) angeboten. Im Anwendungsbereich Wirtschaft werden Kenntnisse in Finanz- und Versicherungsmathematik sowie Entscheidungsunterstützung (z.B. Logistik, Informationsmanagement, Operations Research) vermittelt.
Im Praxissemester und in der Projektarbeit kommt der Praxisbezug des Studiums an einer Fachhochschule besonders zur Geltung. Da die Projekte auch fachübergreifend sein können, sind Vorlesungen in anderen Studiengängen und im nicht gewählten Anwendungsbereich Bestandteil des Studienplans.
Auch der Erwerb von Schlüsselqualifikationen, wie z.B. Team-, Präsentations- und Kommunikationsfähigkeit sowie Fremdsprachenkenntnisse gehören zum Studienplan.

Im Grundstudium wird der mathematische Standardkanon vermittelt sowie jeweils eine Vorlesung zur Bio- und Wirtschaftsmathematik. Erst im Hauptstudium müssen sich die Studenten für einen dieser Schwerpunkte entscheiden. Zusätzlich werden im Grundstudium allgemeinbildende Vorlesungen, wie Betriebswirtschaftslehre, Physik und Englisch angeboten.
In Remagen umfaßt die Wirtschaftsmathematik im Hauptstudium sowohl die Versicherungsmathematik als auch die moderne Finanzmathematik. Zusätzlich werden im Rahmen der Vorlesungen zur Entscheidungsunterstützung wesentliche Resultate der linearen und nichtlinearen Optimierung dargestellt.
Informatik-Vorlesungen zu den Themen Programmiersprachen, Datenbanken, Software-Engineering und Anwendungssysteme begleiten das gesamte Studium.

Studienschwerpunkte Grundstudium

  • Analysis
  • Lineare Algebra
  • Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik
  • Einführung in die Informatik
  • Anwendungssysteme (Matlab, SAS)
  • Programmiersprachen (C++, VBA)
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Physik
  • Englisch
  • Je eine Vorlesung zur Bio- und Wirtschaftsmathematik

Studienschwerpunkte Hauptstudium

Allgemeine Mathematik

  • Analysis
  • Differentialgleichungen
  • Numerische Mathematik
  • Maß- und Integrationstheorie (Lebesgue-Integral, Martingale)
  • Stochastische Analysis (Brownsche Bewegung, Ito-Integral, Satz von Girsanov)

Wirtschaftsmathematik

  • Versicherungsmathematik (Lebens- und Sachversicherungen)
  • Finanzmathematik (Investitionstheorie, Bewertung von Derivaten und strukturierten Produkten, Risikomanagement)
  • Entscheidungsunterstützung (lineare und nichtlineare Optimierung)

Informatik

  • Datenbanksysteme (relational und objektorientierte)
  • Programmiersprachen (C++, Java, VBA, C#)
  • Software-Engineering
  • Anwendungssyteme (Matlab)

Studiendauer
Acht Semester, davon ein Praxissemester und ein Diplomprüfungssemester. Das Praxissemester wird in Unternehmen durchgeführt, wobei die Studierenden erste Berufserfahrungen erwerben und Anregungen für die Diplomarbeit sammeln können.

Praxissemester
Im Rahmen der Ausbildung zum/zur Diplom-Ingenieur/in (FH) am RheinAhrCampus, ist vorgesehen, daß die Studierenden das 5. Studiensemester als Praxissemester außerhalb der Hochschule verbringen. Das Praxissemester kann in einer industriellen oder öffentlichen Einrichtung im In- oder Ausland durchgeführt werden.
Das Praxissemester soll den Studierenden einen Einblick in das Berufsleben geben, der die Ausbildung an der Hochschule sinnvoll ergänzt und außerdem demonstriert, daß das erlernte Wissen anwendbar ist. Darüber hinaus dient es auch zur Orientierung der eigenen Neigungen und Fähigkeiten.

Bewerbungsfristen
für das Sommersemester 15.01.
für das Wintersemester 15.07.

Zusätzliche Informationen

Preisinformation: Sozialbeitrag Zu jedem Semester ist ein Sozialbeitrag in Höhe von derzeit 180,70 Euro zu entrichten. Dieser setzt sich zusammen aus 68,90 Euro für das Studierendenwerk, 12,80 Euro für den Allgemeinen Studentenausschuss (ASTA) und 99,- Euro für das Semesterticket.

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