WLAN mit wicd-curses auf dem Raspberry Pi einrichten

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WLAN mit wicd-curses auf dem Raspberry Pi einrichten Das Einrichten eines WLANs für den Raspberry Pi ist nicht immer einfach. Vor allem deshalb, weil man Dateien editieren muss. Das ist sehr fehleranfällig und gelingt nur, wenn man eine bestimmte Reihenfolge so ziemlich exakt einhält.
Einfacher geht es mit "wicd-curses", ein grafischer Netzwerk-Manager, der alle wichtigen Informationen in einer Benutzeroberfläche darstellt, die mit der Tastatur bedient werden muss.

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Lösung: WLAN mit "wicd-curses" einrichten

Zuerst muss man "wicd-curses" installieren:

sudo apt-get install wicd-curses

Danach führt man dieses Tool einfach aus.

sudo wicd-curses

Anschließend wird die Benutzeroberfläche dargestellt, die im wesentlichen aus einer Liste der verfügbaren kabelgebundenen und kabellosen Netzwerke besteht.

"wicd-curses" muss man mit der Tastatur bedienen. Allerdings zeigt ein Menü im unteren Teil des Fensters mögliche Eingaben an.
Mit den Pfeiltasten hoch und runter kann man das Netzwerk auswählen. Mit der "Pfeiltaste nach rechts" kann man den aktuell ausgewählten Eintrag bearbeiten. Hier erfolgen die Einstellungen für IP und DNS, sowie die WLAN-Verschlüsselung mit dem WLAN-Schlüssel (Pre-Shared-Key). Hier kann man auch festlegen, wenn eine Verbindung zu einem Netzwerk automatisch hergestellt werden soll. Bei einem WLAN, zu dem man nach einem Neustart automatisch eine Verbindung aufbauen will, eine feine Sache.
Mit "F10" bestätigt man die Einstellungen. Mit "Enter" oder "C" wird die Verbindung hergestellt. Mit "Q" kann man "wicd-curses" beenden.

Zum Verständnis: "wicd-curses" ist ein Netzwerk-Manager. Er stellt Verbindungen zu bekannten Netzwerken her und baut sie auch selbständig ab. Das heißt, wird ein Raspberry Pi gestartet, dann wird "wicd-curses" bevorzugt das kabelgebundene Netzwerk in Betrieb nehmen, auch wenn ein WLAN-Adapter angeschlossen und konfiguriert ist. Ist das der Fall und das Netzwerkkabel wird abgesteckt, dann verbindet sich der WLAN-Adapter automatisch mit dem konfigurierten Netzwerk. Steckt man das Netzwerkkabel wieder an, bleibt die WLAN-Verbindung bestehen. Steckt man jetzt den WLAN-Adapter aus, dann geht die Ethernet-Verbindung in Betrieb und zwar so, wie es konfiguriert ist. Wenn man das kabelgebundene Netzwerk in "wicd-curses" nicht konfiguriert hat, dann ist DHCP aktiviert.
Hierzu muss man auch wissen, dass "wicd-curses" die Konfiguration in der "/etc/network/interfaces" beim "Management" ignoriert. Wenn man also bisher die Netzwerk-Einstellungen dort gemacht hat und jetzt "wicd-curses" verwenden will, dann sollte man konsequenterweise auch das kabelgebundene Netzwerk dort konfigurieren.

Es ist zu empfehlen die Datei "/etc/network/interfaces" zu bearbeiten. Dort muss man alle Interfaces von "static" oder "dhcp" auf "manual" umstellen. Wenn man das nicht macht, kann es zu unvorhergesehenen Problemen kommen.

Hinweis: Konfiguration von "wicd-curses" per SSH

Die Konfiguration von "wicd-curses" hat leider einen Nachteil, wenn man es per SSH macht. Wenn die Verbindung zu einem WLAN mit "C" aufgebaut wird, dann geht die Ethernet-Verbindung außer Betrieb. Das merkt man aber erst mal nicht. Es ist nur merkwürdig, dass das Tool keine Tastatureingabe mehr annimmt. In dem Fall wurde die Ethernet-Verbindung beendet, aber der SSH-Client hat das noch nicht bemerkt, weil der SSH-Server auf dem Raspberry Pi die Verbindung nicht ordnungsgemäß beendet hat. Üblicherweise bricht der SSH-Client die Verbindung nach einiger Zeit mit der Fehlermeldung "Write failed: Broken pipe" selber ab. Es handelt sich dabei um eine Fehlermeldung, die durch einen Timeout ausgelöst wird.
Die Ethernet-Verbindung wird also abgeschaltet, sobald man eine WLAN-Verbindung mit "wicd-curses" herstellt. Die einzige Möglichkeit sich wieder mit dem Raspberry Pi per SSH zu verbinden ist das WLAN, sofern die Konfiguration und Verbindungsherstellung erfolgreich war.
Wenn nicht, dann schaltet man die Stromversorgung des Raspberry Pi einfach ab und das steckt das Ethernet-Kabel aus. Dann steckt man es wieder ein und nimmt den Raspberry Pi in Betrieb. Wenn "wicd-curses" beim Start ein per Ethernet angeschlossenes Netzwerk findet, dann bleibt die WLAN-Verbindung außer Betrieb, auch wenn man die automatische Verbindung dafür aktiviert hat.

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Hinweis: Dieses Tutorial ist Teil einer Aufgaben und Übungen mit dem Raspberry Pi-Reihe, die für Lern- und Ausbildungszwecke erstellt wurde. Die dargestellte Lösung ist Teil einer konkreten Aufgabenstellung, die Schüler, Auszubildende und Studenten, lösen sollen. Deshalb muss der hier aufgezeigte Weg nicht der Optimalfall sein.