Zertifikatsprogramm: Composite Maintenance Specialist

Management & Technologie Akademie GmbH
In Stade

1.950 
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Wichtige informationen

  • Kurs
  • Mittelstufe
  • Für Unternehmen und Arbeitnehmer
  • Stade
  • 32 Lehrstunden
  • Dauer:
    4 Tage
Beschreibung

Das Zertifikatsprogramm befähigt Sie,
- mit unterschiedlichen Prüfverfahren Werkstoffe zu charakteriiseren, Schäden im Werkstoff frühzeitig zu erkennen und so ein Bauteilversagen zu verhindern
- mögliche Fehlerquellen bei den Messwerten zu identifizieren und zu bewerten
- im Schadensfall aus sicherheitstechnischen und ökonomischen Gründen eine Reparatur oder einen Bauteilaustausch abzuwägen
- einen Schaden fachgerecht Instand zu setzen bzw. zu reparieren
- die Potenziale des CFK-Recycling und Kostensenkungen in der Wertschöpfungskette einzuschätzen

Teilnehmerkreis: Führungskräfte, Ingenieure, Techniker, Composite-Fachkräfte und technisch orientierte Fachkräfte, die Grundlagenkenntnisse im Umgang mit faserverstärkten Kunststoffen / Faserverbundwerkstoffen besitzen und ihr Wissen im Zusammenhang mit Werkstoffprüfung, Reparatur und Recycling aktualisieren und erweitern und sich mit anderen Anwendern austauschen möchten

Wichtige informationen Veranstaltungsort(e)

Wo und wann

Beginn Lage
auf Anfrage
Stade
Airbus-Straße 6, 21684, Niedersachsen, Deutschland
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Häufig gestellte Fragen

· Voraussetzungen

Teilnahme an allen Seminartagen und erfolgreiches Bestehen des schriftlichen Abschlusstests bei „Werkstoffprüfung von Faserverbundstrukturen“

Was lernen Sie in diesem Kurs?

Composites / CFK
Faserverbundwerkstoffe
Werkstoffpüfung Compositematerialien
Bauteilversagen verhindern
Reparaturverfahren
Recycling

Dozenten

Dipl. Wi.-Ing. Marc-Philipp Graf von Bethusy-Huc
Dipl. Wi.-Ing. Marc-Philipp Graf von Bethusy-Huc
Reparatur von Faserverbundwerkstoffen

Dipl. Wi.-Ing. Marc-Philipp Graf von Bethusy-Huc ist Geschäftsführer der Marcotodo Wärmetechnik GmbH. Er studierte an der Privaten Fachhochschule Wedel Wirtschaftsingenieurwesen und schloss 2001 als Diplom-Wirtschaftsingenieur ab. Es folgten mehrere Firmengründungen u. a. der Beratungsgesellschaft TripleS Consulting GmbH (Gesellschafter) mit technischen Beratungsprojekten im In- und Ausland. Sein Tätigkeitsschwerpunkt ist die operative Geschäftsführung der Marcotodo Wärmetechnik GmbH, deren Heizapplikationen u. a. in den verschiedenen AIRBUS- / EADS Werken, bei Lufthansa Technik und bei ...

Dipl.-Kfm. & Techn. Bw. Tim Rademacker
Dipl.-Kfm. & Techn. Bw. Tim Rademacker
Recycling von Carbonfasern

Dipl.-Kfm. & Techn. Betriebswirt Tim Rademacker ist Geschäftsführer der CFK-Valley Stade Recycling GmbH & Co. KG (Karl Meyer AG) und carboNXT GmbH (Karl Meyer AG) seit 2010. Nach seinem Studium begann er seine berufliche Laufbahn bei der Beiersdorf AG in Hamburg im Bereich Operations und Materialmanagement, danach übernahm er die Vertriebs- und Marketingabteilung in Durban, Südafrika bei der Beiersdorf Consumer Products (PTy) Ltd. 2007 übernahm er in der BioCycling GmbH das Key Account Management im Netzwerk für Nachhaltigkeit und Umwelt. Im Bereich Recycling neuer Materialien, insbesondere...

Prof. Dr.-Ing. Wilm F. Unckenbold
Prof. Dr.-Ing. Wilm F. Unckenbold
Struckturmechanik der Faserverbundwerkstoffe

Prof. Dr.-Ing. Wilm F. Unckenbold ist seit 2007 Professor für Strukturmechanik der Faserverbundwerkstoffe / Composites an der PFH Private Hochschule Göttingen. Der 50-Jährige gilt als herausragender Kompetenzträger in der Welt der „Faserverbundwerkstoffe“. Seine Karriere begann der Experte auf dem Gebiet der CFK-Technologie nach Studium und Promotion an der TU Clausthal beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und bei der INVENT GmbH. Seit 2004 hatte er im Auftrag der Sperlich GmbH die Geschäftsstelle des CFK-Valley Stade e.V. geleitet.

Themenkreis

Faserverbundwerkstoffe / Composites mit polymeren Matrixsystemen wie GFK und CFK werden aufgrund ihrer hohen spezifischen Festigkeit zunehmend auch bei mechanisch hoch beanspruchten Leichtbau-Strukturen in sicherheitsrelevanten Bereichen eingesetzt. Ein Bauteilversagen ist aufgrund der damit einhergehenden Schäden, deren Kosten in der Regel um ein Vielfaches über den eigentlichen Bauteilkosten liegen, inakzeptabel. Um Schäden zuverlässig zu entdecken, kommen verschiedene Verfahren der Werkstoffprüfung von Faserverbundstrukturen zum Einsatz. Diese stützen sich zum Teil auf den klassischen Verfahren der zerstörenden und zerstörungsfreien Prüfung von metallischen Werkstoffen. Im Hinblick auf die Qualitätssicherung von richtungsabhängigen Composite Werkstoffen wie GFK und CFK sind die bestehenden Prüfverfahren nicht in jedem Fall anwendbar, so dass erst modifizierte beziehungsweise neuere Verfahren zuverlässige und aussagefähige Ergebnisse liefern. Nach der Detektion eines Schadens erfolgt die strategische Entscheidung auf Basis von sicherheitstechnischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, ob und wie eine Struktur repariert werden muss. Die Reparatur von Faserverbundstrukturen erfordert wiederum spezielle Verfahren, die einerseits auf Schäftungen oder andererseits auf Niettechniken und Klebtechniken aufsetzen. Gleichzeitig gewinnt die Frage der ganzheitlichen Nachhaltigkeit von CFK zunehmend an Bedeutung, da ein kontinuierlich steigender Einsatz dieser Werkstoffe absehbar ist. Vor diesem Hintergrund stellt das stoffliche Recycling von CFK eine neuartige Erweiterung der konventionellen Strategien dar. Im Rahmen des Zertifikatsprogramms erwerben Sie spezielles Know-how, das die schwierige Detektion von Schäden und ihre fachgerechte Instandsetzung sowie das CFK-Recycling umspannt.

Das Zertifikatsprogramm umfasst 3 Seminare mit einer Gesamtdauer von 4 Tagen. Sie können die Seminare einzeln oder zu einem günstigen Paketpreis buchen. Mit Bestehen des schriftlichen Tests erwerben Sie das Zertifikat „Composite Maintenance Specialist“. Sie können das Zertifikatsprogramm innerhalb eines Zeitraums von 2 Jahren abschließen.

Ihre Seminare zum Zertifikat "Composite Maintenance Specialist"

  • Werkstoffprüfung von Faserverbundstrukturen (2 Tage)
  • Reparatur von Composite-Materialien (1 Tag)
  • Recycling von Carbonfasern senkt Produktionskosten (1 Tag)

Seminar 1: Werkstoffprüfung von Faserverbundstrukturen

Tag 1: Werkstoffprüfung von Faserverbundstrukturen

Bei metallischen Strukturen entstehen strukturkritische Anrisse vorwiegend auf der Oberfläche einer Struktur, so dass diese Risse mittels Farbeindringverfahren leicht zu identifizieren sind. Im Gegensatz dazu entstehen die ersten Anrisse in einem mehrschichtigen Laminat vorwiegend in der Matrix zwischen den Fasern oder an der Grenzfläche zwischen Faser und Matrix. Diese Anrisse treten somit bevorzugt im Inneren des Laminates auf, womit die klassischen Prüfmethoden an ihre Grenzen stoßen. Die zerstörungsfreie Erkennung eines ersten Schadens in einem Faserverbundwerkstoff baut daher auf Prüfverfahren wie Ultraschall- und Thermographieverfahren auf, die an die Spezifika eines Faserverbundwerkstoffes angepasst werden müssen.

  • Fehlerarten in mehrschichtig aufgebauten Laminaten
  • Ursache und Auswirkung von typischen Fehlern in Faserverbundstrukturen
  • Besonderheiten im Zuge der zerstörenden Werkstoffprüfung von Faserverbundwerkstoffen
    • Einfluss der Probenkonditionierung
    • Nichtlineares / bilineares Verhalten
    • Statische Prüfung (z. B. Zugversuch und Scherversuch)
    • Einfluss von Laminatinhomogenitäten
    • Dynamische Prüfung
  • Fehlererkennung mittels zerstörungsfreier Werkstoffprüfung
  • Ultraschallprüfung
  • Thermographie

Tag 2: Praxis - Werkstoffprüfung von Faserverbundstrukturen

Das am ersten Tag erworbene Wissen zur Werkstoffprüfung und zur Ultraschalluntersuchung von Faserverbundstrukturen wird anhand von praktischen Laborübungen im Technikum der PFH Private Hochschule Göttingen am Campus Stade trainiert und vertieft.

Seminar 2: Reparatur von Composite-Materialien

Notwendigkeit qualifizierter Reparaturverfahren

  • Was unsachgemäße Reparaturen bewirken können…
  • …und was heute schon möglich ist
  • Unterscheidung Nacharbeit – Reparatur

Präventive Instandhaltung

  • Schadenserkennung schon in der Produktion
  • Reproduzierbarkeit von Fehlern
  • Prozessoptimierung für die Produktionstechnik

Reparatur von Composite-Materialien

  • Schadensarten
  • Systematisierung und Werkzeuge der Composite-Reparatur
  • Werkstoffbedürfnisse bzw. Materialbedürfnisse
  • Umfeldparameter
  • Wärmeträgervergleich
  • Thermisches Management & Handling

Reparaturprozess

  • Detektion
  • Schadensanalyse
  • Schäften
  • Laminieren
  • Wärmebehandlung
  • Finish

Reparaturverfahren

  • Bestehende bzw. konkurrierende Reparaturverfahrensarten: Vergleich bestehender Verfahren, um für die grundsätzlichen Voraussetzungen einer „guten“ Reparatur zu sensibilisieren und bereits während des Konstruktionsprozesses zu berücksichtigen
  • Stand der Automatisation
  • ReWork-Ansatz in Aviation & Windkraftanlagenbau
  • Reparatur von Multimaterial-Strukturen

Qualitätssicherung für verschiedene Branchen

  • Branchenspezifische Normierungsbemühungen und Standards
  • Methodik / Zertifizierung in unterschiedlichen Leichtbauindustrien



Seminar 3: Recycling von Carbonfasern senkt Produktionskosten

  • Jede Produktneuheit verlangt ein eigenes Recyclingkonzept
  • CFK-Recycling - Motor für Kostenreduktion und steigende CFK-Produktion
  • Recyclingprozesse von Faserresten, Prepregmaterialien und ausgehärteten CFK-Bauteilen
    • Thermische Recyclingverfahren
    • Pyrolyse
    • Solvolytische Verfahren
  • Weitere Recyclingverfahren
  • Wiederverwertung in neuen Produkten mit abweichender Bauteilgeometrie als Ursprungsteil
  • Veredelung und Endverarbeitung von CFK
  • Vergleich: Neufaserherstellung vs. Recycelte C-Fasern hinsichtlich Ressourceneinsatz
  • Umweltkenndaten wie z. B. CO2-Bilanzierung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Einsatzmöglichkeiten recyclierter Kohlenstofffasern
  • Grenzen des Recyclings von Carbonfasern



Die Seminare können auch einzeln gebucht werden. Gegenüber Einzelbuchung sparen Sie über 10%. Seminarteilnahmen der letzten zwei Jahre werden angerechnet.

weitere Informationen unter www.mtec-akademie.de/FC115

Zusätzliche Informationen

kleine Lerngruppe (max. 12 Teilnehmer)

Abschlusszertifikat "Composite Maintenance Specialist"

Gegenüber Einzelbuchung sparen Sie über 10%. Seminarteilnahmen der letzten zwei Jahre werden angerechnet.

Methodik
Trainer-Input und Vortrag zur Einführung in die einzelnen Thematiken, moderierter und im Dialog geführter Erfahrungsaustausch, praxisnahe Vermittlung anhand von Fallbeispielen und Fallstudien, praktische Übungen und Anwendung des Erlernten im Labor, Einsatz von Videos / Vorführungen und Anschauungsmaterialien, Einbindung Ihrer Wünsche und Problemstellungen in das Seminar durch schriftliche Vorabbefragung