Energieberater für Baudenkmale

Kurs

In Dresden

1.860 € MwSt.-frei

Beschreibung

  • Tipologie

    Kurs

  • Niveau

    Fortgeschritten

  • Ort

    Dresden

  • Unterrichtsstunden

    77h

  • Dauer

    3 Monate

  • Beginn

    nach Wahl

Beschreibung

Die Beurteilung der Denkmalverträglichkeit energetischer Maßnahmen am historischen Baubestand geht weit über die technische und bauphysikalische Bestandsanalyse hinaus. Sie kann nur von qualifizierten Experten eingeschätzt werden, die die bauphysikalischen und bautechnischen Möglichkeiten im Einklang mit denkmalpflegerischen Belangen nachhaltig betrachten. Aus dem Grund wurde auf Initiative des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz das Fortbildungsprogramm „Energieberater für Baudenkmale“ erarbeitet.

Energieberater für Baudenkmale sind verpflichtende Partner des Förderprogramms „KfW-Effizienzhaus-Denkmal“. Mit diesem Programm wird die energetische Instandsetzung von Baudenkmalen und sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz im Sinne des § 24 EnEV gefördert.

Einrichtungen

Lage

Beginn

Dresden (Sachsen)
Karte ansehen
Freiberger Straße 37, 01067

Beginn

nach WahlAnmeldung möglich

Zu berücksichtigen

Durch die Teilnahme an der Fachfortbildung werden Energieberater in die Lage versetzt, Bauherrn umfassend zu beraten, denkmalverträgliche Energiekonzepte zu entwickeln sowie selbstständig KfW-Förderanträge in Zusammenarbeit mit den zuständigen Denkmalbehörden und -fachämtern zu stellen.

Sachverständige für Energieeffizienz (EIPOS), Architekten, Ingenieure (Bau- und TGA-Ingenieure), Bauphysiker bzw. Handwerker mit Erfahrungen in der Denkmalpflege.

Die Grundqualifikation wird über die Ausstellungsberechtigung nach § 21 EnEV nachgewiesen: Personen nach § 21 Absatz 1 Nr. 1 oder Nr. 5 EnEV (Abgeschlossenes Studium Architektur, Bauingenieurwesen, TGA oder Bauphysik)
Anerkennung möglich für Wohngebäude und Nichtwohngebäude Personen nach § 21 Absatz 1 Nrn. 2, 3, 4, 5 EnEV z.B. Innenarchitekten, Handwerksmeister, Techniker (außer Architekten, Ingenieure)
Anerkennung nur für Wohngebäude 
Zusatzqualifikation: Bitte direkt bei EIPOS GmbH erfragen.

Energieberater für Baudenkmale (EIPOS)

Zur Qualitätssicherung und Überprüfung der Fachkenntnisse der in der Erstliste eingetragenen Sachverständigen ist alle drei Jahre eine Verlängerung der Anerkennung und des Listeneintrags notwendig. Nachzuweisen ist die erfolgreiche Teilnahme an Fortbildungen im Umfang von mindestens 16 Unterrichtseinheiten aus dem Zeitraum seit der letzten Anerkennung als Sachverständiger. Zusätzlich ist ein Praxisnachweis erforderlich. Fehlt der Praxisnachweis, müssen 40 Unterrichtsstunden nachgewiesen werden. Eine modulare Teilnahme an ausgewiesenen Seminaren der Fachfortbildung „Energieberater für Baudenkmale“ ist dafür möglich und wird mit einer Teilnahmebescheinigung bestätigt.

Fragen & Antworten

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Themen

  • Denkmalpflegerisches Planungs- und Instandsetzungskonzept
  • Energetische und bauphysikalische Anamnese
  • KfW-Effizienzhaus-Denkmal
  • Bauschäden und Ursachen
  • Denkmalschutz und Denkmalpflege
  • Wärmebrückenberechnung und -simulation
  • Baubegleitung / Qualitätssicherung
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
  • Möglichkeiten der Förderung
  • Baudenkmale und sonstige/besonders erhaltenswerte Bausubstanz

Dozenten

Dr.-Ing. Ronald Franke

Dr.-Ing. Ronald Franke

Energieberatung

Inhalte

Aus dem Inhalt

Grundkenntnisse zu Denkmalschutz / Denkmalpflege

  • Grundlagen des Denkmalschutzes
  • Grundlagen der Denkmalpflege
  • Umgang und Methoden der Instandsetzung
  • Denkmalpflegerische Bestandsanalyse
  • Historische Bauweisen und Baustile
  • Führung Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (fakultativ)

Möglichkeiten der Förderung

  • Förderprogramme für Baudenkmale
  • Steuerliche Vergünstigungen
  • Ablauf einer Beantragung auf Förderung

Gesetze / Verordnungen / Richtlinien

  • Gesetze / Verordnungen / Richtlinien
  • Bauordnungsrechtliche Anforderungen
  • Landesbauordnungen und örtliche Bauvorschriften
  • EU-Richtlinien und deren Umsetzung auf nationaler Ebene
  • EnEV, EnEG, EEWärmeG
  • Stand der Technik (DIN, WTA, VDI etc.)
  • Weitere Richtlinien mit Relevanz (bspw. VDI 3817)

Energetische und bauphysikalische Bewertung des historischen Bestandes – energetische und bauphysikalische Anamnese

  • Materialien, Bauteile, Anlagentechnik
  • Feuchteschutz
  • Luftwechsel
  • Bauschäden und Ursachen
  • Nutzungsanforderungen und Nutzerverhalten

Konzeption von denkmalverträglichen bauphysikalischen Maßnahmen

  • Berechnungsmöglichkeiten und -modelle
  • Bauliche Maßnahmen / Bautechnik
  • Anlagentechnische Maßnahmen / Haustechnik
  • Nutzungsanforderungen und Nutzerverhalten

Ganzheitliche Betrachtungsweise

  • Standortbezogene Merkmale
  • Lebenszyklusbetrachtung
  • Ressourcenschonung
  • Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Denkmalpflegerisches Planungs- und Instandsetzungskonzept

  • Konzepterstellung
  • Grundsätze altbaugerechter Planung
  • Aufbau und Struktur des Beratungsberichtes
  • Fallstudie zur energetischen Beurteilung eines Baudenkmals

Workshop Wärmebrückenberechnung und -simulation (fakultativ)

  • Typische Wärmebrücken an historischen Konstruktionen
  • Training der softwaregestützten Berechnung und Simulation von Wärmebrücken an historischen Konstruktionen
  • Baukonstruktive Detaillösungen zur energetischen Verbesserung der Wärmebrücken
  • Praxistipps zur Bauausführung und zur Qualitätssicherung der energetischen Verbesserungen
Prüfungsleistungen
  • Schriftliche Klausur (90 min)
  • Mündliche Abschlussprüfung (30 min), Vorbereitungszeit (30 min)

Zusätzliche Informationen

Individuelle Förderungsmöglichkeiten: https://www.eipos.de/service/foerdermoeglichkeiten/

Energieberater für Baudenkmale

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